Hat der Mensch oft denselben Gerechtigkeitssinn? Die Gesetze sind meistens mondial gleich, wenn es um das eigene Wohl geht?

Das Ergebnis basiert auf 6 Abstimmungen

Sehr unterschiedlich 50%
Ja Einigung aus egoistischen Gründen und nicht aus Nächstenliebe 33%
Nein ist es oft nicht 17%

Was bitte ist "mondial"?


Mondial bedeutet weltumfassend also weltweit.

2 Antworten

Gerechtigkeit ist ein allgemeingültiger Wert, der alle Menschen betrifft. Dabei hat natürlich jeder seinen individuellen Gerechtigkeitssinn, und die Vorstellung davon, was gerecht ist, variiert ganz beträchtlich.

Aber es sollte einen gemeinsamen Konsens geben, was man unter Gerechtigkeit versteht, z.B. die Definition der Dudenredaktion: "Gerechtigkeit ist das Gerechtsein; das Prinzip eines staatlichen oder gesellschaftlichen Verhaltens, das jedem gleichermaßen sein Recht gewährt."

Selbst wenn das gewährleistet ist, bleibt Gerechtigkeit weitgehend Glückssache. Die Einen genießen Gerechtigkeit, die Anderen kommen zu kurz oder empfinden es so.

Das stimmt aber es gibt Menschen sie halten von Gerechtigkeit nicht viel und wollen effizient wie möglich überleben, komme es was es wolle. Das muss man auch akzeptieren.

Nein ist es oft nicht

Leider wird oft das als gerecht empfunden, was der Moral entspricht und die Moral ist kulturabhängig.

Auch prägen gesetzliche Bestimmungen. Wenn ein Gesetzt zum Beispiel sagt oder unterstützt, eine Frau gehöre an den Herd, der Manne müsse das Geld einbringen, dann empfinden das sehr viele als gerecht, denn die Frau hat eine Aufgabe und der Mann auch.

Die Frage muss also mit jein beantwortet werden. Es gibt Gruppen von Menschen mit ähnlichem Gerechtigkeitssinn.

Was ist gerecht und wieso ist es meistens so, dass viele genau diesen Punkt als gerecht und ungerecht empfinden? Also muss da doch eine anthropologische Komponente mit enthalten sein? Sowas wie ein biologischer Altruismus oder biologischer Gerechtigkeitssinn, was auch alle Wölfe fast haben? Verstehst Du ungefähr was ich mit „biologischer… meine?

@Patrikreiser

Der Begriff Gerechtigkeit ist in sich schon schwierig.

Bestes Beispiel dazu ist eins mit einer Torte.

Eine Mutter soll eine Torte gerecht unter ihren 6 Kindern verteilen, wovon das erste Kind am größten ist, also am meisten Kalorien benötigt, das zweite Kind hat am längsten nichts gegessen, dem dritten Kind hatte sie das größte Stück versprochen, weil es am Tag vorher artig war, das vierte Kind bietet etwas von seinem Taschengeld für ein größeres Stück und das fünfte Kind mag den Kuchen gar nicht so gerne, will aber gerecht behandelt werden. Das sechste Kind hat Diabetis und ist stark unterzuckert (kein weiterer Zucker im Haus).

Ist es gerecht, jedem Kind ein gleich großes Stück zu geben?

Und hier geht es "nur" um eine Torte und es lässt sich nicht definieren, wer wie viel bekommen soll, es sei denn man teilt die Torte nach Bauchgefühl oder halt in sechs gleich große Stücke.
In der Realität gibt es unzählige Faktoren mehr, die miteinander verwoben sind und ineinander greifen.

@Suboptimierer

Gerechtigkeit ist ein allgemeingültiger und anthropologisch naturalistischer Wert, der alle Menschen betrifft aber jeder seinen Wert auf bestimmten Grundlagen selbst definiert. 

@Patrikreiser

Ja, kann man so sagen. Vieles sehen viele Menschen ähnlich, aber genau gleich sehen es zwei verschiedene Menschen nie.

Ist wie mit der Vorstellung eines Gottes. Es gibt Ähnlichkeiten, aber genau gleich wird ein Gott sich nie vorgestellt.

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