Hat der Gesetzesentwurf eine Chance? Motorrad 125ccm fahren mit Autoführerschein?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

grundsätzlich hat der Entwurf schon eine Chance.

Allerdings ist deine Frage durchaus berechtigt. Das wird dann wieder so tief und "klein klein" versucht zu regeln, bis es sich entweder nicht mehr unsetzen lässt oder das Umgesetzte nicht angenommen wird.

Es geht ja schon damit los, dass man 10 Fahrstunden nehmen und Geld ausgeben sollen muss.

Alleine damit schrumpft die Zielgruppe auf ein Minimum und das Ganze ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Wer das mal schnell, zwischdurch und ab und an nutzen will, der macht keine solche Ausbildung und gibt kein Geld dafür aus.

Wer aber wirklich am Motorradfahren interessiert ist, der macht den "richtigen Motorradführerschein".

Als Gegenbeispiel Spanien - dort dürfen alle, die die Klasse B mindestens 3 Jahre haben, automatisch 125er fahren.

Und da hätten wir schon den nächsten Wahnsinn. Erst soll es einen einheitlichen EU-Führerschein geben und dann darf jeder EU-Staat doch sein eigenes Süppchen kochen.

Ganz unsinnig wird es dadurch, dass bei gleicher Thematik in den EU-Staaten vollkommen unterschiedliche Bedingungen, Voraussetzungen und Beschränkungen gelten dürfen.

Ein Irrgarten pur und man muss sich nicht wundern, wenn dann einer irgendwo eine 125er fährt, wo er es dann doch nicht darf.

Daher finde ich den Entwurf nicht super und hier und jetzt zu mutmaßen, ob oder ob nicht, wäre reines "Glaskugelschauen".

Viele Grüße

Michael

Seit ein paar Tage sind die E-Roller auf der Strasse.

Habe mich mit einem Kollege vor der Freigabe unterhalten.

Das habe ich gesagt.

Die Unfallzahlen werden wohl ansteigen.

und damit hatte ich recht.

In Frankreich überlegt man das ob man das wieder rückgängig macht.

Zuviele Unfälle.

Das denke ich nicht dass der Entwurf eine Chance hat

Deutschlands Strassen haben inzwischen mehr Löcher wie ein Emmentaler.

Denke dass es ungesund ist mit dem Vorderrad in ein Schlagloch zu kommen.

Ok als Autofaher macht es einen Schlag vielleicht ist der Reifen kaputt usw.

Aber als Motorradfahrer Radfahrer und E-Roller fahrer bist du scherst verletzt oder Tot.

Schau mal, was wir mit dem alten Führerschein der Klasse 3 fahren dürfen.

https://www.fachanwalt.de/magazin/verkehrsrecht/fuehrerscheinklasse-3

Einerseits hast du Recht - andererseits heißt "dürfen" noch lange nicht auch "können".

Der Verkehr ist heute ein ganz anderer als damals.

Gruß Michael

@19Michael69

Ich bin mit dem Verkehr mit gewachsen und fahre immer noch

@Novos

Auto oder Leichtkraftrad?

Wenn man schon lange mit Klasse B Leichtkraftrad fährt und nicht erst jetzt damit anfangen will, dann stimmt das natürlich mit dem "mitgewachsen".

Gruß Michael

Nur 2 Theoriestunden und 7,5 praktische find ich etwas wenig.. und da es keine Prüfung geben soll, werden die meisten nicht mehr als die Pflicht machen, auch wenn sie das Gerät noch nicht verlässlich genug kontrollieren können. (IdR werden mehr Fahrstunden als die Mindestanzahl benötigt bei Auto und Motorad)

Und wie die Mobiliät verbessert werden soll damit, verstehe ich nicht recht..

Also Naja..

Die meisten über 57jahrigen, die vor dem 01.04.1980 ihren Autoführerschein gemacht haben dürfen das einfach so - auch wenn sie bis heute das nie gemacht hgaben!

Sie dürfen es einfach ohne irgendwelche Stunden...

@Leestigter

...hatten davor aber schon die Erlaubnis dafür dank der Klasse 3. Das wird leider gerne übersehen.

Sie haben nichts dazubekommen sondern lediglich nichts verloren. Und aus dem 1b wurde dann eben der A1.

@Gaskutscher

????

Ich meine damit, dass sich einer von denen heute einfach eine 125er nehmen und damit herumfahren kann, auch wenn er bis zum heutigen Tag noch nie Zweirad gefahren ist!

Und alle die auch nur einen Monat jünger sind brauchen dann diese Stunden..

@Leestigter

Schon, aber sie dürfen es weil sie es schon davor durften. Jene graue Lappen, bei denen noch "Verbrennungsmaschine" auf der ersten Seite steht (und die dazugehörigen Klassen darunter).

Mit der Klasse 4 durfte man die "schnellen 50er" fahren. Also das, was heute noch in der Schweiz zu finden ist (A1 unter 18).

Aus den "schnellen 50ern" wurde die Klasse 1b und schließlich A1.

Diese wird auch heute noch in AM und A1 und A umgetauscht (auch wenn nach 31.03.1980 erworben. A2 entfällt da dies der 1980 eingeführte 1b wäre.

Wer die Klasse 3 vor dem Stichtag erworben hatte -> bekam die Klasse 4 mit dazu. Daher die Regelung das man mit einer Klasse 3 vor dem 01.04.1980 erworben so behandelt wird als hätte man damals auch schon die Klasse 4 gehabt.

Nennt sich "Verschlechterungsschutz".

Die Formulierung von Klasse 3 lautete damals nicht "PKW" sondern "alles was wir sonst nicht definiert haben" - und war auch beim rosa Lappen noch so. Schau dir mal das Bild vom rosa Lappen an:

https://www.600ccm.info/pages/x_fish/images/190216_01.jpg

Was vor der Änderung nicht definiert war -> Klasse 3. Also bekam man entsprechend bei der Änderung auch das zusätzlich was zwischen 1.12.1954 und 01.04.1980 nicht definiert war und plötzlich definiert wurde.

Der 1b wurde am 01.04.1980 neu eingeführt. Daher erhielten alle mit der Klasse 3 (vor dem Stichtag erworben) den 1b ebenfalls.

So wie z.B. bei mir der C1E mit der internationalen Schlüsselzahl 79: "CE 79 (C1E > 12.000 kg, L ≤ 3)" - darauf habe ich auch keine Ausbildung gemacht. Für den BE auch nicht. ;)

@Gaskutscher

Ich kenne das, hatte den grauen, rosa und nun den Scheckkartenführerschein..(1982 gemacht)

Hier geht es darum - genau wie du schreibst:

Warum braucht jemand der seinen Pkw-Führerschein im März 1980 gemacht hat und sich 2019 ein125er Motorad kauft nichts weiter zu "machen" und warum braucht jemand der im April 1980 und danach seinen PKW-Führerschein gemacht hat und sich 2019 eine 125er kaufen und fahren will nun diese extra Sunden und Ausgaben?

Also - warum das ganze, gehts nicht einfach wjeder so weie damals?

"Jeder der das 25. Lebensjahr vollendet hat und den Pkw-Führerschein hat darf ohne weitere Auflagen 125er fahren.

Nur Volldeppen!! würden sich dem Risiko aussetzen und Punkte oder Strafen zu bekommen, weil sie sich überschätzen..

@Leestigter
Warum braucht jemand der seinen Pkw-Führerschein im März 1980 gemacht hat und sich 2019 ein125er Motorad kauft nichts weiter zu "machen" und warum braucht jemand der im April 1980 und danach seinen PKW-Führerschein gemacht hat und sich 2019 eine 125er kaufen und fahren will nun diese extra Sunden und Ausgaben?

Das habe ich dir hier schon erklärt:

Was vor der Änderung nicht definiert war -> Klasse 3. Also bekam man entsprechend bei der Änderung auch das zusätzlich was zwischen 1.12.1954 und 01.04.1980 nicht definiert war und plötzlich definiert wurde.

Der 1b wurde am 01.04.1980 neu eingeführt. Daher erhielten alle mit der Klasse 3 (vor dem Stichtag erworben) den 1b ebenfalls.

In einem Satz - wenn auch sehr salopp: "Weil es den 1b (später A1) schon gab muss jeder der ihn haben will eben nun eine Prüfung ablegen und bekommt ihn nicht "geschenkt"".

Das Bild zur Klasse 3 hast du angeschaut?

Vergleichbares gilt übrigens bei den Trikes - nur gab es da kein so riesiges Bohei. :)

@Gaskutscher

Es geht nicht darum, was früher ein "Auto" war.

Es geht darum was ich geschrieben habe wegen den Zweirädern.

Warum muss ein 56Jahriger das machen, warum ein 57 Jährtiger das nicht?

Also warum entscheidet ein Monat darüber, ob man den Zinober mitmachen muss oder nicht?

Darum ging es mir...

@Leestigter

Nochmal: Definition der alten Klasse 3 lesen. Dann sollte es *klick* machen.

Ich zitiere mich selbst:

Die Sau die da durch das Dorf getrieben wird ist nicht neu. Das gab's schon vor 2 Jahren mal und jetzt ganz aktuell eben im April (!) als Referentenentwurf:

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/Gesetze-19/vierzehnte-verordnung-aenderung-fahrerlaubnis-verordnung-und-anderer-strassenverkehrsrechtlicher-vorschriften.pdf?__blob=publicationFile

Was ich lustig finde: Jetzt soll also der Code 111 der Österreicher übernommen werden. Also wird versucht was zu kopieren was selbst Deutschland vielleicht hinbekommt - oder sie versagen wie beim Wechselkennzeichen? :D
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Die Eckdaten gleichen den Regelungen in .at ein wenig. Nur das man in .de mindestens 25 Jahre alt sein soll (und die Klasse B seit 3 Jahren haben muss) bevor man den A1 zusätzlich zur Klasse B "vereinfacht" erwerben können soll.

Lustig ist wie sehr sich jetzt angebliche Fachleute darüber aufregen das so ein Sicherheitsrisiko entstehen könnte.

Wie habe ich meinen A1 in der Schweiz erworben: Genau so: Praktische Ausbildung in der Fahrschule mit Lernfahrausweis, ansonsten eben selber üben und am Ende gibt es dann den A1 für den Führerausweis und gut. Den habe ich auch mit nach .de genommen und umschreiben lassen. Wieso nicht so? Na, weil Deutschland ja eben Deutschland ist und dann lieber einen nationalen Code verwendet…

Nun denn.. Was noch mehr „dumm-deutsch“ ist: AM ab 15 – aber die Länder dürfen selber entscheiden ob sie das machen wollen oder nicht. Na prima. In der Schule hat man mir mal beigebracht das Deutschland primär KnowHow exportieren würde… Anscheinend haben wir nicht mehr genug von diesem „Rohstoff“ in Reserve gehalten und können nur noch doof? :D
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Exkurs:

Die österreichische Variante sieht (anders als die deutsche Variante) keinen Beiwagen vor – und wurde als Code 111 schon vor etlichen Jahren eingeführt.

125er dürfen sie dann aber nur in .at führen – und in ein paar weiteren Ländern, teilweise mit Einschränkungen: Italien, Luxemburg, Litauen, Lettland, Portugal, Spanien und Tschechien (wenn ich mich recht erinnere). In Spanien muss man aber 3 Jahre lang schon die Klasse B haben, in Portugal mindestens 25 Jahre alt sein und in Tschechien darf es nur eine Maschine mit Automatikgetriebe sein. :D

Durch Frankreich und Deutschland müssen sie die 125er schieben wenn sie nach Spanien oder eben nach Luxemburg wollen. Das hält fit, das hält schlank. :D Für den Code 111 muss man in .at bereits 5 Jahre lang einen Vorbesitz der Klasse B haben.

Zu Konfus? Nein, da geht noch was? Gut, hier ein Nachschlag:

»[…] In Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, Luxemburg, Polen, Portugal, der Slowakei, Spanien und Tschechien darf man ebenso nur mit dem Führerschein der Klasse B ein Motorrad bis 125 cm³ lenken, wobei die Voraussetzungen dafür unterschiedlich sind: In Italien darf jeder mit einem Führerschein der Klasse B ein Motorrad bis 125 cm³ lenken, in Tschechien und Slowakei nur solche mit Automatikgetriebe und in Polen und Spanien muss man 3 Jahre im Besitz der Klasse B sein und in Portugal ein Mindestalter von 25 Jahren haben. In Frankreich wurde der Neuzugang wieder erschwert, nachdem es zu einer Unfallhäufung gekommen ist. In Ungarn gibt es für Besitzer eines Führerscheins der Klasse B einen B125-Kurs und in der Schweiz ein vereinfachtes Verfahren mit acht Fahrstunden ohne Prüfung, um die Klasse A1 zu erhalten. […]«

Quelle: https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/F%C3%BChrerschein_und_Lenkberechtigung_%28%C3%96sterreich%29

Glauben Sie das sich das Gesetz durchsetzt und in Kraft tritt? Oder der Bundesrat dieses stoppt?

@Piaggionrg284

Ich glaube das sich jemand mit 25 überlegt ob er die Kosten für den A1 in Angriff nehmen will wenn er für nur etwa 300-500 Euro mehr den richtigen A machen kann.

Die Kosten sind ja nicht unerheblich: Für die Ausbildung ist ja ebenfalls schon eine vollständige Schutzbekleidung vorgeschrieben. Dazu vielleicht dann noch der Wunsch eine neue Maschine fahren zu können.

Wenn jetzt jemand mit einer neuen 125er zum Pendeln liebäugeln würde -> 3'500 Euro für die Maschine, noch mal 800 Euro für die Schutzbekleidung -> da kommt es auf 300-500 Euro für den "richtigen A" statt dem Pseudo-A1 welcher dann vermutlich außerhalb von .de nirgendwo gilt nicht mehr an.

Oder in einem Satz: "Ich glaube die Zielgruppe ist viel zu klein."

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