Hat der Eigentümer automatisch ein Wegerecht?

4 Antworten

Der Berechtigte muss sich bei der Ausübung des Wegerechts zurückhaltend verhalten. Er hat das Grundstück "tunlichst zu schonen" § 1020 BGB http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1020.html

Daraus folgt: Er kann sich nicht aussuchen, wo er drüber fahrt, sondern muss sich mit dem zufrieden geben, was der Eigentümer ihm vom Grundstück dafür übrig lässt. Natürlich kann der Eigentümer den Großteil (die nicht genutzte Fläche) anders nützen, z.B. Abzäunen und als Garten vermieten. Er kann die Auffahrt auch vermieten, wobei der Mieter das Wegerecht dulden müsste.

Daraus folgt auch: Der Inhaber des Wegerechts darf das Grundstück nicht betreten oder befahren, wenn es keinen Anlass gibt. Insbesondere wenn er eine andere Auffahrt hat, die er gleichfalls nützen könnte. Der Eigentümer kann es immer betreten.


Aber der Eigentümer wohnt da nicht. Es gibt für ihn gar keinen Grund, da ständig drüber zu fahren

@MuttiSagt

Der Eigentümer hat alle Rechte. Er kann mit seiner Sache machen was er will. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig.

Liebe MuttiSagt, lies mal den § 903 BGB: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__903.html

Der Eigentümer kann .. "mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen"

Das ist der rechtliche Inhalt des Eigentums. Ob das unsinnig ist, was er damit macht, spielt keine Rolle.

Wenn die Zuwegung nur als eingetragenes Wegerecht aufgeführt ist, darf der Eigentümer diesen auch betreten.

Ist die Zuwegung aber zum Mietobjekt mit eingetragen und gehört somit dazu, dann nicht.

Die Fläche, die nicht als Auffahrt genutzt wird, gehört dem Eigentümer und nicht irgendeiner Mietpartei. Somit kann und darf er dieses Stück auch an einen vierten verpachten.

Es gibt kein Mietobjekt. Es gibt 4 Eigentümer, 3 mit Haus und den mit der Zufahrt

Der Eigentümer darf mit seinen Grundstückrechten machen, was er will.

Er darf den nichtvermieteten teil natürlich auch an eine 4. Partei vermieten.

Der Eigentümer hat keine Rechte. Es steht nicht dazu im Grundbuch. Also, er hat kein Wegerecht, das ist auch nicht nötig, da er da nicht wohnt

@MuttiSagt

Da er Eigentümer ist, benötigt er hierzu kein im Grundbuch eingetragenes Recht. Und ob er da wohnt spielt keine Rolle. Die Rechte als Eigentümer sind stärker als die des Wegerechtes. Als Eigentümer darf er nur die Ausübung des Rechtes nicht behindern. 

Ein Wegerecht berechtigt zum Überfahren des Grundstücks. Dazu muss er von A (Straße) nach B (sein eigenes Grundstück) kommen können. Dazu reichen 3,5 Meter für ein normales und gerades Grundstück aus. Den Rest kann er abgrenzen und selber nutzen. Rumstehen, wenden oder sonst was ist nicht erlaubt.

Eine Grund braucht man nicht

Schau mal auf http://www.nachbarschaftsstreit.de/forum/viewforum.php?f=3
ist da Thema

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