Hartz-IV, darf das Jobcenter Gründe für die Trennung von mir fordern?

5 Antworten

Wenn Partner, die zusammenleben in einer Wohnung, sich trennen, aber immer noch in dieser Wohnung zusammen leben,

gibt es die Möglichkeit, dass sie ab dann als zwei unterschiedliche Bedarfsgemeinschaften gewertet werden vom Jobcenter.

Bei verheirateten Paaren wird aber dann in der Regel verlangt, dass sie ihren Trennungswunsch bzw. ihre innere Trennung glaubhaft machen, etwa durch einen Besuch bei einem Anwalt, der die Scheidung einleiten soll.

Aber auch bei nicht verheirateten Paaren kann das Jobcenter sagen: Wir akzeptieren die Trennung, wenn sie durch ein paar Argumente glaubhaft gemacht wird.

Denn da geht das mit dem Scheidungs-Anwalt natürlich nicht! Aber vielleicht hilft eine Aussage eines anderen Fachmanns, eines Mediators oder eines Beziehungs-Beraters, oder von Laien als glaubwürdige Zeugen, also Freunde und / oder Verwandte, die dem Amt (schriftlich oder mündlich) bestätigen, dass die Beziehung keine mehr ist.

Oder es reicht die Aussage des Mannes, der ALG II haben möchte. Und wenn nicht, kann die Aussage der Frau hilfreich sein, das Anliegen des Mannes zu unterstützen.

Wenn sie nichts sagen möchte, gibt es vielleicht deshalb kein ALG II für den Mann. Der kann dann den üblichen Rechtsweg beschreiten: Widerspruch beim Jobcenter, danach Klage beim Sozialgericht, im Eilfall auch sofort Eilklage beim Gericht.

Aber: Das Gericht kann dann die Frau als Zeugin laden (mit oder ohne Anregung des Mannes). Und dann muss die Frau notfalls aussagen, wie es um die Beziehung am Ende bestellt war!

Warum also nicht gleich aussagen? Dann könnte es gleich ALG II für den Ex-Partner geben, auch schon in der (noch) gemeinsamen Wohnung!

Gruß aus Berlin, Gerd

Ich würde, bevor ich zum Anwalt renne oder tausend Bücher wälze, ob die das dürfen, dreist mir irgendetwas Oberflächliches ausdenken. (Unterschiedliche Geschmäcker bei der Gestaltung der Wohnung, sexuell auseinandergelebt, zu wenig Raum für dich selbst, Wohnlage gefällt dir nicht mehr aber ihm schon ...) Da gibt es genug, was Auslöser sein könnte.

Selbst wenn du eine Angabe machen musst, wie wollen die das denn bewerten. Aus dem Grund, dass die damit eigentlich nichts anfangen können sollten, denke ich wie du, dass sie das gar nicht einfordern dürften, denn was sollen sie mit der Information anfangen?

Wenn du deinen Lebensunterhalt aus eigenem anrechenbaren Einkommen decken kannst und mit dem Jobcenter nichts mehr zu tun haben möchtest, dann hat der Ex - und nicht du ein Problem, dann muss der Ex - nachweisen und begründen warum er keine BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) mehr mit dir bildet.

Dann soll er einen Antrag auf Zusicherung für die Kostenübernahme für eigenen angemessenen Wohnraum stellen.

Wenn Ihr nicht verheiratet seid , kann es Dir prinzipiell egal sein, ob das Jobcenter den Leistungsantrag Deines " Ex " nach Deinem Auszug aus der vormals gemeinsamen Wohnung nun schnell, oder nicht so schnell bearbeitet.

Demnach könntest Du nun einfach sagen, dass Du wegen vorherigen, und dauerhaftes Ärgers mit ihm durch Deinen neuen Job nun endlich die Möglichkeit bekamst, Dich endlich räumlich von ihm zu trennen.

Das hat das JC nichts anzugehen. Wie so oft überschreiten sie hier alle Grenzen des Erlaubten. Ich denke die wollen das nur wissen, weil du ja wenn ihr zusammen wärt ihn mit versorgen müsstest. So müssen die wieder Hartz4 leisten. Vorher galtet ihr als Bedarfsgemeinschaft.

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