Handwerkerrechnung getrennt nach Material und Lohn?

9 Antworten

Hier ist, was eine Rechnung enthalten muß
alles darüber hinaus ist freiwillig...
1. Den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
2. (bereits ab 1. 1. 2004:) die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des leistenden Unternehmers,
3. NEU: das Ausstellungsdatum,
4. NEU: eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
5. Menge und handelsübliche Bezeichnung der Lieferung oder sonstigen Leistung,
6. der Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung oder NEU: bei Anzahlungen der Zeitpunkt der Zahlung, sofern der Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum (s. 3.) identisch ist,
7. NEU: Aufschlüsselung des Entgelts nach einzelnen Umsatzsteuersätzen bzw. -steuerbefreiungen (nur, wenn die Umsätze unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen!),
8. NEU: jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,
9. NEU: den anzuwendenden Umsatzsteuersatz,
10. den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder einen Hinweis auf die Steuerbefreiung,
11. bei Leistungen innerhalb der EU die USt-IdNr. des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers.
(Hinweis: Entgelt = Nettobetrag)

Quelle: http://www.hwk-kassel.de/download_allg/rechnungsstellung.pdf

Punkt5 ist dehnbar...
Stundenzahl und Gesamtbetrag Material reichen dafür aus. Wenn Dein Handwerker nichts zu verbergen hat, sollte es aber unproblematisch sein, sich auch Einzelposten ausweisen zu lassen. Müssen tut er aber nicht.

Mindestens wenn der Kunde es verlangt. Denn seit einiger Zeit kann man ja auch Handwerkerrechnungen unter Umständen von der Steuer absetzen (Haushaltsnahe Dienstleistungen). Wenn das ein Handwerker bei mir nicht akzeptieren würde, bekäme er bei mir keinen Auftrag mehr.

Die Rechnung muss nachvollziehbar und prüfbar sein. Dies ist sie nur, wenn die Einzelpositionen auch erkennbar sind. Dazu ist die Aufschlüsselung von Material und Lohn erforderlich. Etwas anderes gilt natürlich, wenn eine Pauschalpreisvereinbarung getroffen wurde. Dann muss nur die Pauschale abgerechnet werden.

Die Rechnung muss nachvollziehbar und prüfbar sein. Wie wird das geprüft und wie soll das mit nachvollziehbar sein?

Wenn man das im Vorhinein so vereinbart hatte, dann JA! Ansonsten ist der Handwerker dazu nicht verpflichtet.

Eigentlich sollte es normal sein. Denn eine ordentliche Angebotskalkulation gibt ja beides her.

Der Grund warum dies zu Zeit von vielen Menschen verlangt wird, liegt an der Absetzbarkeit der Haushaltnahen Dienstleistungen (§ 35a Absatz 2 EStG). Hier kann man den Arbeitslohn absetzen, nicht aber das Material.

Guckst du hier http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/haushaltsnahe_dienstleistungen.htm

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