Hallo, was haltet Ihr vom Diesel Fahrverbot in Stuttgart?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Quatsch > Benzinmotoren stoßen auch viele Schadstoffe aus! < 57%
Gut > Die Umwelt muss geschützt werden! < 28%
Ist mir egal, ich benutze öffentliche Verkehrsmittel. 14%

5 Antworten

Quatsch > Benzinmotoren stoßen auch viele Schadstoffe aus! <

Die ganze Thematik ist so wie sie aufgearbeitet wurde einfach nur übertriebener Schwachsinn.

Ich bin durchaus dafür ältere Fahrzeuge aus der Stadt auszugrenzen, es ist eine Tatsache das die Luft dadurch merklich besser wird. Allerdings muss dem ganzen eine Grenze gesetzt werden da neuere, moderne Diesel nicht mehr annähernd so schädlich sind wie sie noch vor 10 Jahren (oder älter) waren.

Man muss an dieser Stelle aber den Diesel nicht als alleinigen Schuldner abstempeln sondern sollte ebenso ältere Benziner aus den Städten verbannen, auch diese Fahrzeuge sind keine Umweltschützer.

Der aktuelle Weg ist der falsche, das ganze hätte mit etwas mehr Ruhe angegangen werden müssen und nicht so übereilt. Die jetzige Problematik stößt viele Bürger vor ein großes Problem welches auch finanzielle Einbußen mit sich bringt. Nicht jeder kann sich einfach mal so von seinem Diesel trennen und auf einen neuen, modernen Benziner umsteigen. E-Fahrzeuge nenne ich an dieser Stelle bewusst nicht da diese Fahrzeuge beim aktuellen Stand der Technik leider noch nicht ausgereift genug sind um für die große Masse von Nutzen zu sein, die zwei großen negativen Punkte dafür sind die Reichweite und das löchrige E-Säulen Netz, on Top die langen Ladezeiten.

Es ist nichts falsches ein Auge auf die Umwelt zu werfen und die Städte sauberer machen zu wollen, allerdings nicht auf diesen extremen Weg. Aktuell ist es besonders für die Automobilhersteller von Vorteil da die Verkaufszahlen steigen, in meinen Augen ist es aber nicht richtig diese geballte Last auf die Schultern der Bürger zu legen.

Allgemein finde ich die aktuelle Thematik rund um den Umweltschutz etwas übertrieben. Klar, für die Zukunft muss sich was ändern und dafür wurde auch bereits einiges getan, jetzt wird allerdings (in meinen Augen) vorschnell gehandelt was uns künftig vor neue (hausgemachte) Probleme stellen könnte. Der nächste Punkt ist der Ausstieg aus der Kohle, im Kombination mit dem Atom-Ausstieg bedeutet das für uns ein erhebliches Defizit in der Stromversorgung und eine große Abhängigkeit an ausländische Energiekonzerne über welche künftig Unmengen Gas eingekauft werden muss.

Für mich ist es auch ein Widerspruch einerseits die Elektromobilität vorantreiben zu wollen, gleichzeitig aber auch das eigene Stromnetz durch den Ausstieg aus Atom- und Kohleenergie durch zu boxen.

Man kann das ganze sehen wie man möchte und ich möchte gewiss nicht den Teufel an die Wand malen. Es kann uns künftig aber vor riesen Probleme stellen wenn wir diesen aggressiven Weg der Umweltpolitik beibehalten. Die Abhängigkeit ans Ausland macht uns als Nation sehr angreifbar, das sollte man besonders in der heutigen Zeit niemals aus den Augen verlieren.

Betrachtet man das ganze aber mal auf eine längere Zeitspanne ist es der richtige Weg der eingeschlagen wurde, gehen wir mal 50 Jahre voraus bei immer weiter entwickelter Technik so könnte Deutschland (und der restliche Teil Europas) künftig ein sehr weit entwickeltes Land sein welches besonders unseren Nachkommen zu gute kommt. Nur weil es aber der richtige Weg ist bedeutet dies nicht das man diese Ziele derart aggressiv durchdrücken muss.

Früher oder später wird der Diesel gänzlich vom Markt verschwinden und in Europa ausgestorben sein, ich denke das dürfte binnen der nächsten 30 - 40 Jahre durchaus erreicht sein. Von der reinen Elektromobilität in Form von Akkuzellen halte ich recht wenig, wenn es eine Technik gibt die ich als Zukunftsweisend erachte dann ist dies die Brennstoffzelle mit Wasserstoff als Treibstoff für den E-Motor.

Was man aber bei der ganzen Thematik um den Diesel nicht vergessen darf ist der Benziner, dieser wird auf kurz oder lang auf dem selben Podest stehen wie aktuell der Diesel. Spätestens dann wenn die Diesel größtenteils verbannt sind wird der Benziner sein Fett abbekommen. Es bleibt nur zu hoffen das bis dahin eine Antriebstechnik auf dem Markt ist welche vom einzelnen Bürger auch bezahlt werden kann und keine so großen Einschränkungen hat wie die Akkuzellen der heutigen E-Fahrzeuge.

Vielen vielen Dank. Ein seher gut argumentierter Standpunkt. Ich kann Ihnen in vielen Punkten zustimmen, gerade dass die neue Antriebstechnik nicht reifgenung ist und man die alte schon versucht abzuschaffen. Man sollte durchaus diese Probleme mit mehr Feingefühl angehen.

das ganze hätte mit etwas mehr Ruhe angegangen werden müssen und nicht so übereilt

Das Ganze wurde mit extrem viel Ruhe angegangen. Die Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG trat schon 2008 in Kraft und wurde 2010 in nationales Recht umgesetzt. Selbst in den Fällen, in denen eine Fristverlängerung gewährt wurde, ist diese seit 2015 abgelaufen.

In dieser ganzen Zeit haben die betroffenen Städte wenig bis nichts unternommen, um ihre Bewohner ausreichend vor Luftschadstoffen zu schützen. Jetzt rumzuheulen und "übereilt" zu plärren, ist purer Nonsens. Irgendwann ist halt mal Schluss mit lustig, und dann kommt ein Richter auf die Idee, das Gesetz durchzusetzen.

@Havenari

Das ist durchaus richtig und die Argumentation kann ich ebenfalls verstehen, allerdings ist auch hier (oder besonders hier) das Problem im Raum das eben genau diese große Last einfach auf die Schultern der Bürger gelegt wird.

Es geht mir nicht darum gänzlich gegen die Luftreinheit zu schießen, nein, ich bin durchaus dafür. Ich bin allerdings dagegen wie mit einer Dampfwalze über die Bürger zu rollen und das jetzt einfach zu fordern und durchzusetzen.

Die Städte sollten die schwere der Last auf den Bürgern verringern, diese waren es auch die es verpennt haben (wohl eher bewusst als unbewusst). Ein paar Schilder aufzustellen und Bußgelder zu verhängen kann ja wohl kaum im Sinne des Bürgers sein wenn diese als letzte Instanz die geprellten sind.

@olfinger

Die Bürger sind allerdings nicht nur die in den Blechkutschen, sondern Bürger sind auch die, die in den Innenstädten wohnen und seit Jahren dreckigere Luft atmen müssen, als ihnen qua Gesetz zusteht. Ich vermisse in der Debatte ein wenig die Berücksichtigung von deren Interessen. Warum sollen die es sein, die die Last der falschen Politik alleine zu tragen haben? Bloß weil sie es über Jahre hinweg immer getan haben (ohne jemals gefragt zu werden, ob sie das okay finden)?

@Havenari

Damit hast du durchaus Recht, es müsste jetzt aber erstmal festgehalten werden das die Luftreinheit in den Städten über die letzten Jahrzehnte durchaus besser wurde. Vergleich man die Luftreinheit einer Stadt von vor 25 Jahren mit heute, so ist eine Verbesserung erkennbar.

Wie es der Zufall so will bin ich auf folgendes gestoßen, das dürfte meine Aussage bekräftigen:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1

Es wäre also Falsch einfach zu behaupten die Luft wäre derartig schlecht das die Bürger in den Städten daran zu knabbern hätten, dies ist so einfach nicht der Fall. Natürlich könnte die Luft besser/reiner sein und ich bin der letzte der sich dagegen stellt, allerdings muss man das ganze immer noch im Rahmen halten und das ist es, was ich kritisiere.

Natürlich betrifft es nicht nur die Bürger die in den Fahrzeugen sitzen, die Anwohner sind davon ebenfalls direkt betroffen. Neben der Luftreinheit ist auch die Lautstärke ein schädigendes Problem, aber auch dieses Problem wurde über das letzte viertel Jahrhundert deutlich besser.

Es ist nicht so als wäre die Technik in den Fahrzeugen vor 25 Jahren stehen geblieben, Fakt ist das modernere Technik einen positiven Beitrag zur Luftreinheit beisteuert. Aus diesem Grund kritisiere ich auch das reine Diesel-Fahrverbot da davon ebenso ältere Benziner betroffen sein müssten. Fahrzeuge die heute 15 Jahre oder älter sind sollten angegriffen werden, nicht die Diesel die vor zwei Jahren vom Band gelaufen sind.

Menschen, die seit je her in einer Stadt leben, "kämpfen" seit dem auch mit der unreineneren Luft. Ob sich die Anwohner allerdings darüber beschweren sollten ist vergleichbar mit jemanden, der sich ein Grundstück in der Nähe eines Flughafens kauft und sich kurz darauf über den Fluglärm beschwert.

Natürlich sollten die Bürger einer Stadt von einer reinen Luft profitieren können, allerdings dürfte jedem klar sein der in einer Stadt wohnt das die Luft dort schlechter ist als auf dem Land - wobei, auch hier muss man unterscheiden. Wohne ich in der Stadt muss ich damit rechnen das durch den erhöhten Verkehr auch eine unangenehme Luft herrscht. Wohne ich auf dem Land muss ich damit rechnen das der Landwirt aus der Umgebung früher oder später seine Felder düngen wird und das wird besonders dann interessant, wenn in der Nähe ein Schweinebauer angesiedelt ist.

Irgendwo muss man einen Punkt ziehen, andernfalls dreht man sich im Kreis und findet jedes mal aufs neue irgendwas worüber es sich zu beschweren lohnen könnte.

Um meinen Standpunkt mal mit ein paar wenigen Worten zu erklären:

Reinere Luft in Städten - klares ja.

Eine radikale Umsetzung zu Lasten der Bürger - klares nein.

Ich bin absolut gegen ein Fahrverbot von Dieselfahrzeugen. Ich bin für ein Fahrverbot von alten Fahrzeugen, unabhängig vom Kraftstofftyp. Ein alter Benziner ist definitiv schädlicher als ein moderner Diesel, dennoch darf der alte Benziner die Stadt befahren wohingegen der moderne Diesel, der erst kürzlich das Werk verließ, nicht mehr die Tore der Stadt passieren darf.

Quatsch > Benzinmotoren stoßen auch viele Schadstoffe aus! <

Ich finde das ist vollkommenr Quatsch. Wenn ich an früher denke da haben die Diesel gequalmt das, wenn man dahinter einem fuhr, fast nichts gesehen hat, da hätte ich gesagt Ok, erst wenn du nicht mehr qualmst darfst du nach Stgt rein.

Aber Heute, wo der Schadstoffwert am Arbeitplatz oder im Zimmer wenn ich eine Kerze anzünde höher ist wie auf der Straße und sie soll gesperrt werden finde ich das unmöglich.

Und dann sollen wir saubere Autos wie Hybrid oder E-Fahrzeuge fahren was ja noch lächerlicher ist denn die Infrastruktur ist dafür doch noch gar nicht geschaffen. Mann zeumt so oft das Pferd von hinten auf anstatt ein bisschen zu Überlegen.

Das Schlimmste aber ist, das es immer den kleinen Mann/Frau trifft. Wenn ich jetzt meinen 10Jahre alten Diesel verkaufen soll, was bekomme ich denn noch dafür, die kleine Prämie obendrauf????? Davon kann ich mir keinen neuen kaufen und ich sehe nicht ein einen Kredit dafür aufzunehmen. Es gleicht ja fast einer Zwangsenteignung mündiger Bürger und das kann doch wohl nicht sei.

Von mir aus können sie Straßen oder Städte sperren wo immer sie wollen, ich fahre dann nicht dahin und fertig. Und meinen Diesel fahre ich bis er auseinanderfällt !!!!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Quatsch > Benzinmotoren stoßen auch viele Schadstoffe aus! <

Allerdings nicht mit dieser Begründung. Ich würde eher sagen Quatsch, guck dir mal den Flugverkehr an

Gut > Die Umwelt muss geschützt werden! <

Ich finde es sollten auch benziner verboten werden nein besser der staat soll dies übernehmen weil diese denn verbot aufstellen aber eigtl eher benzin weil disel schwerere abgase ausstöst aber benzin mehr also eigtl beide

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ist in meinen Augen völlig übertrieben.

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