Hallo meine Bank hat die LV vor der Insolvenz gepfändet. Jetzt nach der Restschuldbefreiung will die Bank die gepfändete Lebensversicherung nicht freigeben?

1 Antwort

Hallo,

leider ist das ziemlich sicher so in Ordnung.

Je nachdem wie kurz vor Beginn der Insolvenz die Bank die LV noch gepfändet hat, hätte der Treuhänder die Pfändung rückgängig machen können, falls Du ihm von der Lebensversicherung erzählt hast? Die LV wäre dann aber trotzdem weg gewesen, weil Sie ja dann zu Deinem Vermögen gerechnet worden wäre.

Grundsätzlich ist ja bei der LV nur der Rückkaufswert entscheidend. Nehmen wir mal an, die Bank hätte in die Insolvenz die kompletten Schulden ohne Abzug des Rückkaufswertes gemeldet und Du hättest in der Insolvenz auch die ganzen Schulden an die Bank zurückgezahlt, dann wäre ja der Rückkaufswert zuviel und Du könntest versuchen, die Bank auf Herausgabe zu verklagen, weil die Bank ja nun einen Überschuss von Dir hat.

Das wird aber nicht der Fall sein, weil Du ja sonst nicht in die Insolvenz gegangen wärst. Die Bank hat sich also kurz vorher durch Pfändung den Rückkaufswert gesichert, dann den Rest in die Insolvenz gemeldet, einen Teil vom Treuhänder noch bekommen und wird jetzt in Summe immer noch ein Minus haben.

Die Lebensversicherung hat vermutlich eine gute Verzinsung und daher wir die Bank sie nicht gekündigt haben. Wenn es aber der Treuhänder schon nicht geschafft hat, die LV zurückzuholen, dann war die Pfändung rechtmässig.

Pfändungen kurz vor der Insolvenz sind immer ärgerlich. Leider ist die LV aber ziemlich sicher verloren.

Trotzdem weiterhin viel Glück

Was passiert mit zuviel gepfändetem Gehalt in Restschuldbefreiungsphase?

Ich habe zum 15.04.2018 meine frühzeitige Restschuldbefreiung nach 3 Jahren beantragt und diese auch erhalten.

Der Insolvenzverwalter schrieb während der Klärung ob die frühzeitige Restschuldbefreiung erteilt werden kann ans Gericht das ich für den halben Monat April die Hälfte des monatlichen Pfändungsbetrages zurück erhalten soll.

Bis zur Entscheidung ob dem Restschuldbefreiungsantrag stattgegeben wird wurde dann noch 3 Monate weiter gepfändet und mit der Abschlussrechnung sollte ich lt. Insolvenzverwalter das zuviel gepfändete Geld ( also das was über den 15.04.weiter gepfändet wurde) zurück erhalten. Das ist auch geschehen aber ich habe nur 905€ zurück erhalten anstelle von 1313€. (1x die zuviel gezahlte Hälfte von 375€ (187,67) vom 15.04. bis 30.04 und 3 Monate lang den mtl. Pfändungsbetrag 375€ (Mai, Juni, Juli). Ergibt 1313€ - 905€ Überweisung vom Insolvenzverwalter an mich = 408€ fehlen / Rest.

So wie ich jetzt in Erfahrung bringen konnte sind die Kosten von Gericht und Insolvenzverwalter ja schon getilgt, sonst hätte das Gericht der Restschuldbefreiung / dem Ende der Insolvenz ja nicht zugestimmt, oder ?

Was ist dann aber mit den 408€ die der Insolvenzverwalter noch einbehalten hat ? Die gehören doch überhaupt nicht mehr zur Masse da zuviel bzw darüber hinaus gezahlt wurden.

Wieso können dann bitte ggf. noch Kosten in Höhe von 408€ anfallen ?! Müsste ich die dann nicht auch noch zurück bekommen??

Auch hat mir der Insoverwalter nicht mal eine Abschlussrechnung gezeigt wo er das rechtfertigt.

Ist das alles rechtens !?

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