Hallo, ich will schnellstmöglich meinen 450 Euro Job kündigen, habe ich anspruch darauf, meinen Urlaub innerhalb der Kündigungsfrist zu nehmen?

3 Antworten

Willst du eine Vollzeit stelle bei einem anderen Arbeitgeber anfangen und hast JETZT einen 450€ minijob?

Dann sind für Fristen egal - du kannst ja beide stellen parallel laufen lassen, wären es beides 450€ Jobs, wäre es problematisch - aber eine Steuerpflichtige Beschäftigung und einen minijob ist doch ok...

Du kannst nur mit Zustimmung des jetzigen Arbeitgebers zum 30.9. kündigen. Auch wenn du Urlaub hättest, kannst du nicht im Urlaub für eine andere Firma arbeiten.

Danke für die Antwort!

Heißt das, der Minijob kann mir tatsächlich die Aussicht auf die Festanstellung verderben? Was hätte es denn für Folgen, wenn ich wärend des Urlaubs im Minijob für eine andere Fima arbeiten würde?

Denn auch wenn ich zum 15. Oktober kündige, muss mir doch mein Urlaubsanspruch genehmigt werden?

Eine 28 tage kündiegungsfrist ist unüblich normal sind eher 14 tagen oder ein monast je nachdem wie lange man da ist Das steht aber in deinem arbeitsvertrag wen nicht gilt ein 14 tages kündiegungsrecht .Am besten ist wen da tazächlich 28 tage steht das du entweder mal bei der gewerkschaft oder einem anwalt nachfragst .Wen eine kündiegung nicht rechtzeitieg geht kanst du nach einem aufhebungsvertarg fragen aber erst wen sicher sit das du die stelle antretten kanst.Da dich dein arbeitgeber nicht herauslasen will kanst du nur die gewerschaft oder einen anwalt einschalten damit du doch noch rechtzeitieg da aufhören kanst du köntest ja auch so argumentieren das wen du nicht rechtzeitieg aufhören kanst einen beseren bezahlten vollzeitjob nicht antreten kanst und du dadurch verluste hast die eventuel sogar die derzeitieg arbeitgeber übernehmen müßte.Wen du die stelle damit verlierst.!?

Eine 28 tage kündiegungsfrist ist unüblich

Das ist falsch!

28 Tage (4 Wochen - zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats) sind die gesetzliche Kündigungsfrist nach einer Probezeit entsprechend BGB § 622 Abs. 1.

wen nicht gilt ein 14 tages kündiegungsrecht

Auch das ist falsch, wenn nicht während einer vereinbarten Probezeit gekündigt werden soll - denn nur dann gilt diese Frist!

du dadurch verluste hast die eventuel sogar die derzeitieg arbeitgeber übernehmen müßte.Wen du die stelle damit verlierst.!?

Auch diese sonstigen Aussagen (z.B Erstattung von "Verlusten", wenn der Arbeitgeber auf Einhaltung der Frist besteht) sind völliger Unsinn!

@Familiengerd

Herzlichen Dank für die Antowrten!

Das heißt konkret, ich habe nur die Möglichkeit zum 15. Oktober zu kündigen. Dazu muss die Kündigung bis Mitte nächster Woche raus. Sonst bin ich auf das Entgegenkommen meines jetzigen Arbeitgebers angewiesen?

@robotto696

@ robotto696:

Richtig. Wenn du zu Donnerstag, den 15.10. (letzter Tag des Arbeitsverhältnisses), kündigen willst, muss Dein Arbeitgeber die schriftliche Kündigung bei einer 4-wöchigen Kündigungsfrist spätestens am Donnerstag, den 17.09., erhalten.

Wenn du noch Urlaubsansprüche hast, muss der Arbeitgeber sie Dir in der Kündigungsfrist gewähren; ist das nicht möglich - z.B. aus tatsächlich sehr dringenden betrieblichen Gründen oder weil Du erkrankt bist -, muss Dein Urlaub ausgezahlt werden.

Du hast übrigens - wenn das Arbeitsverhältnis bereits länger als 6 Monate besteht und weil es in der 2. Jahreshälfte endet - Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub (selbstverständlich abzüglich bereits genommener Urlaubstage, z.B. auch bei möglicherweise einem vorherigen Arbeitgeber zu Anfang dieses Kalenderjahres); in diesem Fall hast Du dann aber auch keinen Anspruch mehr gegen einen neuen Arbeitgeber in diesem Jahr, es sei denn, der Urlaub dort wäre länger als beim jetzigen.

Abhängig davon, wie viele Stunden Dein jetziger Job hat (beide Jobs zusammen die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 48 Wochenstunden - vorübergehend auch 60 Wochenstunden - nicht übersteigen), besteht evtl die Möglichkeit, dass Du Deinen Vollzeitjob doch am 01.10. antrittst und dieser Teilzeitjob für die restliche, auslaufende Zeit als Zweit-/Nebenjob läuft - wenn Dein neuer Hauptarbeitgeber nichts dagegen hat (ablehnen darf er einen Nebenjob ohnehin nur unter gestimmten Voraussetzungen).

@Familiengerd

nochmal Danke für die ausführliche, verständliche Antwort!

Eine Frage noch: Was hat es denn mit dem Aufhebungsvertrag auf sich? Dem muss mein jetziger AG zustimmen, ich kann ihn nicht erzwingen, oder?

@robotto696

ich kann ihn nicht erzwingen, oder?

Nein, das kannst Du nicht - es sei denn, Du machst ihm ein Angebot, das es ihm sinnvoll für ihn erscheinen lässt sich darauf einzulassen.

Der Aufhebungsvertrag ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses unabhängig von den vereinbarten Fristen.

@Familiengerd

Ach jeh, da sehe ich schwarz.

Eine ganz blöde Frage, was würde denn passieren (rechtlich) wenn ich mich weigere meinen Job weiter auszuführen. Ich will kein Zeugnis und mein neuer Job ist schon fest.

@robotto696

Viele rechtliche Möglichkeiten hat der Arbeitgeber nicht (eigentlich kaum eine).

Wenn Du einfach zum 30.09. kündigst - also außerordentlich mit zu kurzer Frist - und ab dem 01.10. nicht mehr bei ihm erscheinst, sondern Deine neue Vollzeitstelle antrittst:

Seine einzige Möglichkeit ist eine Schadenersatzforderung gegen Dich, sofern er überhaupt einen Schaden erlitten hätte aufgrund Deiner vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Diesen Schaden muss er allerdings genau beziffern, und er muss den Nachweis des unmittelbarem Zusammenhangs des Schadens mit der (eigentlich vertragswidrigen) Beendigung des Arbeitsverhältnisses erbringen.

Die meisten Arbeitgeber tun das nicht, und sie sind in den meisten Fällen auch kaum zu einem solch genauen Schadennachweis in der Lage. Für einen solchen Schaden gilt zwar grundsätzlich das Verursacherprinzip, es hat aber auch schon Arbeitsgerichtsurteile gegeben, die Klagen abgewiesen haben mit der Begründung, der Arbeitgeber hätte nicht nachweisen können, dass ihm der Schaden nicht auch entstanden wäre, wenn der Arbeitnehmer z.B. plötzlich erkrankt wäre (statt vertragswidrig nicht mehr zur Arbeit zu kommen).

Außerdem könnte man in diesem Falle vielleicht sogar argumentieren, dass es - wegen der Möglichkeit, einen Vollzeitarbeitsplatz zu erhalten - eine unbillige Härte wäre, einem "kleinen" 450-€-Jobber die Möglichkeit zur Kündigung mit verkürzter Frist - also eine außerordentliche Kündigung (in Deinem Fall zum 30.09.) - zu verwehren und ihm damit sozusagen eine materiell sicherere Zukunft zu verbauen.

Wenn Dir der neue Vollzeitjob wichtig ist, solltest Du das kalkulierbare Risiko eingehen: außerordentlich zum 30.09. kündigen und am 01.10. den neuen Vollzeitjob antreten.

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