Hallo Fahrradfahrer. Bester Weg über die Pyrenäen?

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Ich würde quer durch das Massif Central in Richtung Mittelmeer fahren. Also von der Schweiz aus über das Jura nach Westen Richtung Dijon/Macon, dann weiter südwestlich über Clermont-Ferrand , Brive, Albi nach Carcassonne. Das sind nur grobe Anhaltspunkte, die genaue Strecke kann weit südlich oder nördlich der Linie Dijon-Carcassonne liegen.

Von Carcassonne aus würde ich zur Küste zwischen Narbonne und Perpignan fahren. Wenn es möglichst direkt auf kurzem Weg aber mit wenig Höhenmeter sein soll, dann geht es entlang der Küste weiter zur Costa Brava. Von den Pyrenäen merkt man hier außer einigen Anstiegen auf 200-300m zwischen Collioure und Portbou nicht viel. Etwas bergiger ist die kleine Strasse von Maureillas oder Céret nach Las Illas und dann über die Grenze in Richtung Figueres, da geht es über 700m hoch. Länger und noch höher ist die Strecke von Céret über Prats-de-Mollo, Col d'Ares (1500m) nach Camprodon. Ganz Sportliche fahren über Andorra.

Die genaue Strecke durch Frankreich hängt von deinen Vorstellungen vom Reisen mit dem Fahrrad, deinem Rad, deiner Kondition, der Reisedauer und der Art, wie du übernachtest (Camping, Hotel,..) ab. Wenn man einfach auf normalen Strassen den kürzesten Weg von A nach B fahren will, landet man in Frankreich meist auf großen Strassen mit sehr viel Verkehr. Will man das vermeiden und auf wenig befahrene Nebenstraßen ausweichen, dann wird die Strecke ziemlich bergig und auch länger. In den Tälern gibt es oft nur eine große Hauptstraße, die Nebenstraßen gehen rechts und links den Berg hoch. Durchgehende Feld- und Waldwege wie in Deutschland gibt es in F kaum.

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Wenn du die Berge nicht scheust, dann kannst du fast überall lang - die Stecken mit den langen Tunneln (z.B. Vielha) empfehlen sich nicht. Die landschaftlich reizvollste Strecke ist sicher die folgende - da hast du auch nur einen richtigen Berg (okay ein paar kleinere Huckel später noch bei den Stauseen, aber nie bis ganz hoch...)

Ausgangspunkt in Frankreich: St. Gaudens im Garonne - Tal - über St. Beat nach Spanien rein - das Aran - Tal hoch über Vielha auf den Port de Bonaigua (höchster Paß in den spanischen Pyrenäen 2072 m) - du nimmst hier die leichtere Variante hoch und fährst dann weit mehr als 100 km ab... - es lohnen aber auch viele Zwischenstopps in dieser grandiosen Gegend. - hinter Sort in der großen Schlucht kannst du die neu erbauten Tunnel alle umfahren auf der alten Straße durch die Schlucht - für Autodurchgangsverkehr sind diese gesperrt., weiter über Tremp nach Balaguer. Dort sind die Pyrenäen zu Ende. Fahr dann auf das Kloster Poblet zu und wenn du von den Bergen noch nicht genug hast, dort noch mal hoch über die Muntanyes de Prades und das Montsantmassiv - auch hier grandiose Landschaften...

Das Mittelmeer würde ich meiden - du hast dann keine Mittel mehr - teure Zeltplätze, fast keine Natur, viel Verkehr, dichte Bebauung, zum Teil hohe Kriminalität.

Hast Du bei der Tour de France gesehen wie es da hoch geht?

Ich lieber relaxt in 10.000 m Höhe.

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