Haftung Grundsteuer Käufer?

4 Antworten

Ich habe einen vergleichbaren Fall erlebt. Die Immobilie war im Bergischen Land = Großraum Gummersbach. Der Käufer hat nach dem Kauf von der Stadt die Zahlungsaufforderung erhalten und konnte nur im persönlichen Gespräch einen Teilnachlaß erreichen. Die Aussage der Stadt war :"Sie können das ja gegenüber dem Verkäufer geltend machen." Das ist natürlich einfach gesagt aber oft nicht umsetzbar. Er war aber grundsätzlich in der Pflicht zu bezahlen. Leider

Die richtige Antwort lautet: Falls der Verkäufer nicht gezahlt hat, haftet der Käufer für die Grundsteuer im Jahr des Kaufes und im vorherigen Kalenderjahr! Allerdings haftet der Käufer nicht für die Wucherzinsen und die Wuchersäumniszuschläge, welche man dem Verkäufer vorher berechnet hat. Der Käufer muss also "nur" die reine Nettogrundsteuer bezahlen und kann sie ggfs. beim Verkäufer einklagen. mfG

Würde Dir abraten diese Wohnung zu kaufen. Schulden des vorherigen Eigentümers zu übernehmen, nie und nimmer.

Hallo, danke für Ihren Kommentar. Er beantwortet aber leider nicht meine Frage. MfG

Grundsteuer ist Jahressteuer und du haftest er ab dem Zeitpunkt des Besitzüberganges. Also wenn du im November kaufst zahlst du erst ab 2015 die Steuer, weil der Alteigentümer noch 2014 zahlen muss. Wende dich nochmal an die Stadt/Gemeinde.

Völlig falsch. Die Grundsteuer ruht als öffentliche Last auf dem Grundstück. Ein Erwerber haftet (nicht schuldet) für die Grundsteuer zurück bis in die Steinzeit. Verjährungsvorschriften gelten hier nicht. Es gibt dazu auch höchstrichterliche Rechtsprechung.

@lesterb42
  1. kann man das beim Hauskauf aber auch abklären ob Rückstände da sind.
  2. Gemeinden berechnen dem Neueigentümer die Fälligkeit der Grundsteuer erst ab dem folgendem Jahr.
@Bini81

Woher haben Sie diese Erkenntnis ? Was ist mit "Berechnung der Fälligkeit" gemeint ?

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