Haftung bei Schneelawine vom Dach

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Bei uns - Mieter eines Einfamilienhauses -ist fast Identisches passiert: Vom Dach (mit besonders glatten Dachpfannen) hat sich eine Schneelawine gelöst und unseren Gartenpavillon auch total zerstört trotz Schneegittern. Es stellt sich für uns die Frage, ob derartige Schutzmaßnahmen nicht in einem sochen umfang erfolgen müssen, dass sie auch wirksam sind (also entsprechend der Größe der Dachfläche und der Dachneigung). Denn die vorhandenen Gitter (Höhe ca. 20 cm)haben ja offensichtlich nicht für ausreichenden Schutz gesorgt. Unser Vermieter weigert sich allerdings, für den Schaden (durch eine Versicherung, z.B. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht) aufzukommen

Der Hausbesitzer haftet für den Schaden durch Dachlawinen, wenn ihn ein Verschulden trifft, wenn er also Pflichten versäumt hat. Diese Pflichten sind aber nicht nur regional sehr unterschiedlich ausgestaltet; sie hängen auch noch zum Beispiel von der Neigung des Daches, von der Lage des Hauses – ob es etwa an einer belebten Verkehrsstraße liegt –, aber auch von den jeweiligen Witterungsbedingungen ab.

Verhältnismäßig einfach ist der Fall, wenn ein Hausbesitzer vorschriftswidrig keine Schneefanggitter an seinem Dach angebracht hat. Im Schadenfall wird dann grundsätzlich davon ausgegangen, dass der Eigentümer haftbar ist. Nun gibt es aber keineswegs eine bundeseinheitliche Regelung darüber, ob Schneefanggitter angebracht werden müssen oder nicht. Insbesondere in „schneearmen“ Gebieten werden solche Gitter meist nicht verlangt – es sei denn, das Dach ist besonders steil.

Hat aber der Hausbesitzer alle baulichen Vorschriften eingehalten, wird man ihm kaum etwas anhaben können. Zumindest dort, wo es wintertags nicht oft schneit, ist er zu weitergehenden Vorkehrungen normalerweise nicht verpflichtet. Selbst wenn in solchen Gegenden ausnahmsweise einmal mehr Schnee fallen sollte und damit die Gefahr von Dachlawinen besteht, ist es eher den Verkehrsteilnehmern zuzumuten, sich hierauf einzurichten und insbesondere nicht an solchen Gefahrenstellen ihren Wagen zu parken – so die herrschende Rechtsprechung.

Der Hauseigentümer.

nein

immer der eigentümer

nein

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