haftstrafe wegen drogen/ marihuana

5 Antworten

Bei dem Alter ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß er nach Erwachsenenstrafrecht behandelt wird. Und dann liegt die Mindeststrafe bei einem Jahr http://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/__29a.html Und damit ist U-Haft durchaus normal. Er wird ja nich 2kg auf einmal vertickt haben, sondern es geht hier vermutlich um ganz schön viele Einzeltaten. Bei denen dann auch immer eine einzelne Strafe festzusetzen ist. Daß das am Ende dann unter 2 Jahren bleibt (und damit noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann) ist eher unwahrscheinlich. Da nützen auch kein fester Job und keine tolle Wohnung noch etwas. Es kommt also auf Tatzeitraum, Anzahl der einzelnen Käufe und Verkäufe und die konkreten Mengen an, um zum vermutlichen Strafmaß was sagen zu können. Und dann auch noch, ob er seine Käufer verpfiffen hat oder nicht. Dann gibts nämlich auch noch mal ordentlich Rabatt... ( § 31 BTMG )

Könnte sein, wenn er unkooperativ ist und nicht sagt vom wem er die 2 kg hat.

2 kg sind schon eine ordentliche Menge. In Gerichtsdeutsch eine "nicht geringfügige Menge". Die Begründung könnte Verdunklungsgefahr sein.

Zudem kommt es darauf an, wie er erwischt wurde. Wenn derjenige schon länger von der Polizei beobachtet wurde oder jemand gegen ihn ausgesagt hat und er schon länger handelt, dann kommen vor Gericht nicht nur die 2 kg zur Sprache sondern dann geht es um viel mehr.

Kann ihm nachgewiesen werden, dass er das schon öfter gemacht hat, dann kommt er um eine Gefängnisstrafe auf keinen Fall rum, vor allem wenn er nicht sagt wo er das Zeug her bekommen hat. Ist das eine einmalige Sache gewesen und er verrät die Hintermänner könnte er knapp mit einer Bewährungsstrafe davon kommen.

Natürlich ist das denkbar. Schon der Besitz ist nicht ohne, die "paar mal", die er gedealt hat, setzt dem ganzen aber die Krone auf.

Zwei Kilo ist schon eine Hausnummer. Klugerweise sollte er die Dealerei nicht zugeben, das macht alles nur noch schlimmer. Aber keine Rechtsberatung, nur unverbindliche Meinung.

Das ist definitiv eine Frage die du deinem Fachanwalt stellen solltest! Und insbesondere jeglichen Kontakt und Kommunikation mit der Polizei verwehren!

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