Haftpflichtversicherung Zahlt ja oder nein

5 Antworten

Kommt drauf an, welche PHV du hast und wie klug du die Schadensmeldung abgibst. Wenn du Pech hast,drehen die dir wegen Alkohol einen Strick draus = grobe Fahrlässigkeit deckt die Haftplficht nämlich nicht ab. Also sag erst gar nicht, dass du betrunken warst. Von welcher Summe sprechen wir? Liegt der Wert bei unter 250 Euro, kommt kein Sachverständiger. Das bezahlen die so. Alles was darüber ist, wird akribisch geprüft. Überlege dir daher einen sehr glaubwürdigen Schadenshergang. Sonst wird dir im ungünstigsten Fall die Versicherung wegen arglistiger Täuschung gekündigt und auf dem Schaden bleibst du sitzen.

grobe Fahrlässigkeit deckt die Haftplficht nämlich nicht ab.

Doch, selbstverständlich fällt auch grobe Fahrlässigkeit unter den Versicherungsschutz einer Haftpflicht (bitte nicht mit dem - möglichen - (Teil-)Ausschluss bei einer Sachversicherung verwechseln).

Also sag erst gar nicht, dass du betrunken warst.

Wenn der Versicherungsschutz vorher nicht in Gefahr war: Jetzt wäre er es. Bewusst falsche oder unvollständige Schadenmeldungen können zu einem Verlust der Deckung führen. Von den möglichen rechtlichen Konsequenzen ganz zu schweigen...

Liegt der Wert bei unter 250 Euro, kommt kein Sachverständiger. Das bezahlen die so. Alles was darüber ist, wird akribisch geprüft.

Woher kommt dieser "absolute" Wert? Und wie muss man sich das vorstellen? Bis zu der genannten Grenze winkt der Schadensachbearbeiter alles ohne Prüfung durch und ab 251 € wird der Versicherungsdetektiv von RTL beauftragt?

Überlege dir daher einen sehr glaubwürdigen Schadenshergang. Sonst wird dir im ungünstigsten Fall die Versicherung wegen arglistiger Täuschung gekündigt und auf dem Schaden bleibst du sitzen.

Ist das tatsächlich so zu verstehen: "Pass bei Deinem Betrugsversuch bloss gut auf, damit sie Dich nicht erwischen. Toi, toi, toi."???

@Loroth

ich dachte, meine Bemerkungen wären klar und verständlich gewesen...

  1. Die Summe hat mir ein Sachverständiger selbst genannt. (der Wert ist als Richtlinie zu sehen).

  2. Ich hatte vor kurzem Glasbruch in einer Tür. Und der Zeitwert der Scheibe in der Tür überstieg die ca. 250 Euro tatsächlich nicht. Deshalb kam auch keiner. Mir wurde von der Versicherung gesagt, das der Geldwert nicht im Verhältis zum Aufwand und den Kosten eines Sachverständigen steht. Die Kosten wurden übernommen ohne Prüfung.

  3. Zum Thema lügen: So schlimm wäre es nun nicht, wenn der Alkohol nicht erwähnt wird. Glaube kaum, dass hier alle grundehrlich einen Schaden melden, da man ja weiß, dass es extra Abteilungen gibt, die genau solche Forderungen mit allen Mitteln abwehren sollen. Obwohl er ein Recht auf Schadenersatz hat, (dafür hat man ja eine PHV), kann es sein, dass genau diese Bemerkung zum Alkohol den Ersatz der Tür ausschließen könnte. Unter Betrugsversuch verstehe ich, wenn er den Tathergang komplett erfindet. Macht er doch gar nicht.

Glaube hier wird grade aus einer Mücke ein Elefant gemacht:-(

und wie klug du die Schadensmeldung abgibst

gleich driftet er ab...

drehen die dir wegen Alkohol einen Strick draus

ja, sowas ist bei vielen Haftpflichten draußen, zu Recht.

grobe Fahrlässigkeit deckt die Haftplficht nämlich nicht ab

doch ! bei halbwegs aktuellen Tarifen ist das mit versichert

Also sag erst gar nicht, dass du betrunken warst

JETZT driftet er ab. Bewußt falsche Angaben führen wozu ? Na ?

ich dachte, meine Bemerkungen wären klar und verständlich gewesen...

ja, das waren sie tatsächlich. aber nicht so, wie du es wolltest ;-)

So schlimm wäre es nun nicht, wenn der Alkohol nicht erwähnt wird.

Informiere Dich mal über die Folgen von bewußt falschen Angaben !

dass es extra Abteilungen gibt, die genau solche Forderungen mit allen Mitteln abwehren sollen

Das ist die GRUNDFUNKTION einer Haftpflicht. Unberechtigte Forderungen ablehnen, berechtigte entschädigen. Keine extra Abteilung !

Obwohl er ein Recht auf Schadenersatz hat, (dafür hat man ja eine PHV)

Er hat das Recht auf Schadenersatz innerhalb der Bedingungen, die er gewählt und unterschrieben hat ! Und wenn er Bedingungen mit Alkoholklausel unterzeichnet hat, dann ist das sein Problem ! Eine PHV ist nicht dafür da, Schäden zu entschädigen, die du unter dem Einfluß von "Alkohol und anderen berauschenden Mitteln" getan hast.

Unter Betrugsversuch verstehe ich, wenn er den Tathergang komplett erfindet.

Gottseidank definierst nicht Du, was ein Betrugsversuch ist ;-) Er versucht sich Leistungen durch falsche Angaben zu erschleichen, die ihm mit Wahrheit nicht zustehen würden...

@Candlejack

leider bleibt man von den Kugsch****** nicht verschont!

Über die Folgen von bewußt falschen Aussagen informieren...und wer bitte schön solls rausfinden???

@allesprobiert
leider bleibt man von den Kugsch ** nicht verschont!

Besser ein Klugsch.... sein als wie jemand, der - bewußt oder unbewußt - fachlich komplett falsche Aussagen trifft, die dem TO mehr schaden als nutzen.

Über die Folgen von bewußt falschen Aussagen informieren...und wer bitte schön solls rausfinden???

Was soll denn diese strunz-naive Aussage?

Davon abgesehen: Es gibt weiterhin ü-ber-haupt keinen Grund für unwahre Angaben zum Thema "Alkohol". Ausgangspunkt dieser höchst fragwürdigen Aufforderung an den TO war die - falsche - Grundaussage, dass grobe Fahrlässigkeit in der PHV nicht versichert sei (s. Post vom 26.09., 10.03 Uhr).

@allesprobiert
leider bleibt man von den Kugsch ** nicht verschont!

Solange Leute wie Du hier mißverständliche oder falsche Dinge in Umlauf bringen und Leute, die es besser wissen als KLugsch..." bezeichnen, müssen diese Leute eben auch klugsch... ! Man könnte konstruktive Kritik auch einfach mal annehmen. Ich hab schließlich auch das eine oder andere Mal Kritik angenommen und unvollständige oder falsch zitierte Infos zugegeben.

und wer bitte schön solls rausfinden???

Da gabs bisher mehr als genug Fälle. Oder schau Dir die nette Sendung auf RTL an. Die Versicherungsmitarbeiter decken regelmäßig falsche Angaben auf und die Folgen gibt's dann gleich dazu.

@Candlejack

Hier wird nach der Meinung und den Erfahrungen der Leute gefragt, und nichts anderes!!

Dann kann der Fragesteller ja gleich vorab die Versicherung anrufen und nachfragen. Und warum hat er das nicht gemacht? Na? : Weil hier nach der persönlichen Erfahrung oder einer Vermutung gefragt wird. Und ich habe meine Erfahrung mit einer kaputten Tür wiedergegeben.

Im übrigen sitzt einer meiner Bekannten in genau so einer Abteilung bei der Versicherung. (zu der Frage, woher ich den "absoluten Wert" habe.)

Kritik wird selbstverständlich angenommen. Aber: Ich finde es grundunmöglich, wenn ein oder zwei Leute wie Ihr sämtliche Beiträge Satz für Satz auseinander nehmen, dekorativ posten und die Verfasser als saudämlich dastehen lassen. Kaum einer hier ist vom Fach. Ihr garantiert auch nicht. Sorry, aber da geht mir die Hutschnur hoch.

@allesprobiert

Wenn Satz für Satz seltsame Aussagen haben, muss man das tun, damits nicht noch einer glaubt. Dekorativ posten ist mir rille, mir geht's um die Aussagen. Es geht auch nicht darum, Verfasser saudämlich dastehen zu lassen, sondern korrekte Infos zu geben und falsche Eindrücke zu verhindern. Manche Leute geben allerdings so saudämliche Antworten, dass Korrekturen sie tatsächlich auch so aussehen lassen. Damit bist Du ausdrücklich nicht gemeint.

Es gibt hier übrigens so einige vom Fach. Und nach zwei IHK-Ausbildungen in dem Bereich, zahlreichen freiwilligen Weiterbildungen und 18 Jahre Branchenerfahrungen würde ich mich arroganterweise auch dazu zählen ;-) Da kann Dir die Hutschnur hochgehen wie sie möchte...

Aber es geht mir hier nicht um gegenseitiges Hochpushen. Mir geht's um Infos und Revidierung. Solange das hier auf persönliche Ebene geht, bringt das nichts.

Grundsätzlich reguliert die PHV auch Schäden die unter Alkohol Einfluss endstanden sind. Doch Sie dürfen davon ausgehen, dass man sich Ihren Fall besonders anschaut. Denn eine Tür bricht nicht einfach mal so aus den Scharnieren. Es muss schon eine größere Kraft einwirken.

im Suff

Das könnte problematisch werden. Der Rausch, welcher ja ursächlich für Dein Fehlverhalten war, stellt einen Vorsatz oder zumindest eine grobe Fahrlässigkeit dar. Schließlich hast Du freiwillig getrunken und die Folgen übermäßigen Alkoholgenusses sind auch Dir bekannt. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit ist die Versicherung von ihrer Leistungspflicht befreit.

Der Vorsatz des Alkoholtrinkens hat nichts mit dem Vorsatz zur Beschädigung einer Tür zu tun.

@qugart

Doch ist so. Alkohol trinken ist Vorsatz. Und eine Straftat oder eine Sachbeschädigung unter Alkohol ist eine vorsätzliche Handlung.

@qugart

Wenn man sich so zu säuft, dass man anschließend Sachbeschädigung begeht, gehört man in eine Klinik.

Wer garantiert denn, dass er beim nächsten Mal nicht auf seine Freundin losgeht?

@DerHans
Wer garantiert denn, dass er beim nächsten Mal nicht auf seine Freundin losgeht?

Was soll diese verunglimpfende Schlußfolgerung ohne jede sachliche Grundlage?

Jeder, der sich betrinkt, ist ein potentieller Schläger.

Ich würde mir auch wünschen, dass es keine Probleme rund um das Thema "Alkohol" gäbe und ich finde auch, dass eben diese Probleme allgemein in unserer Gesellschaft allzu schnell bagatellisiert werden.

Aber jemanden, der hier eine Frage zu einer fahrlässigen Sachbeschädigung stellt, gleich in den Bereich eines Verbrechenstatbestandes zu rücken, ist ein arg starkes Stück und zeugt von einem unausgegorenen, unzulässig vereinfachendem Weltbild!

@Loroth

Um Missverständnissen vorzubeugen: Der zweite Satz: "Jeder, der sich betrinkt, ist ein potentieller Schläger." war als - rhetorische - Frage gemeint. Ich bedauere, dass es das Fragezeichen nicht in den Text geschafft hat.

Das ist ein stinknormaler Fall für die Haftpflichtversicherung.

Das einzige, was evtl. für Vorsatz sprechen könnte, wär die Tatsache, dass es sich um eine sehr stabile Tür gehandelt hat. Denn da muss man schon ziemlich stark und länger drücken, um die Scharniere rauszubrechen.

Grobe Fahrlässigkeit kann ich da aber nirgends sehen.

Gezahlt wird dann natürlich aber nur der Zeitwert, bzw. die Reparaturkosten.

Hast keine Ahnung. Alkohol trinken ist Vorsatz

Das ist ein stinknormaler Fall für die Haftpflichtversicherung.

Ja, ein stinknormaler Fall der Ablehnung bei den meisten, da dort Schadensfälle unter Alkohol und anderen berauschenden Mitteln ausgeschlossen sind.

Grobe Fahrlässigkeit ist allein schon die diverse Menge Alkohol, die zum Suff führt. Erwachsene Menschen wissen, wie Alk wirkt und sollten ihre Grenze kennen. Wer diese eigenwillig überschreitet und damit Schäden in Kauf nimmt, handelt grob fahrlässig.

In den Versicherungsbedingungen steht meist keine Leistungspflicht bei Vorsatz. Alkohol trinken ist Vorsatz.

Im Suff was kaputtzumachen ist aber i.d.R. kein Vorsatz. Möglicherweise grobe Fahrlässigkeit. Aber auch das sehe ich hier nicht.

Glastüren machen auch nüchternen Leuten Schwierigkeiten. ;-))

@ArchEnema

Doch Alkohol trinken ist Vorsatz.

Steht ja oben genauso in der Antwort

@PetitMalin

Ja, der TO mag absichtlich (vorsätzlich) Alkohol getrunken haben.

Nein, die Versicherung ist nicht aus der Leistungspflicht, weil der Schaden NICHT absichtlich (= NICHT vorsätzlich) angerichtet wurde.

@ArchEnema

Im Suff was kaputtzumachen ist aber i.d.R. kein Vorsatz.

Der Vorsatz wird auch nicht das Problem, sondern der Suff. Denn viele Versicherungen haben den Passus: Keinen Versicherungsschutz haben Sie in folgenden Fällen: [...] Sie haben den Versicherungsfall durch Alkohol oder andere berauschende Mittel herbeigeführt

Aber auch das sehe ich hier nicht.

Ich sehe hier deutlich grobe Fahrlässigkeit. Jemand betrinkt sich unter dem Bewußtsein, dass er betrunken Dinge anstellen könnte, aber es wird schon gutgehen...

Glastüren machen auch nüchternen Leuten Schwierigkeiten. ;-))

Ich hatte in den letzten fast 38 Jahren eigentlich nicht die geringsten Probleme mit Glastüren. Ich hab Augen, die Türen haben Klinken...

@Candlejack
Denn viele Versicherungen haben den Passus: Keinen Versicherungsschutz haben Sie in folgenden Fällen: [...] Sie haben den Versicherungsfall durch Alkohol oder andere berauschende Mittel herbeigeführt

Diese Textpassage kommt im Bereich der Kaskoversicherungen zur Anwendung.

Ich kenne keinen PHV-Versicherer, der diesen Ausschluss in seinen Bedingungen hat. Ebensowenig ist der Passus in den Musterbedingungen des GDV zu finden...

Auch wenn´s langsam zur Gebetmühle wird: Alkoholgenuss ist in der PHV i.a.R. KEIN Ausschlusskriterium.

Ich sehe hier deutlich grobe Fahrlässigkeit.

"Grobe Fahrlässigkeit" liegt vor, wenn der Schädiger die allgemeine Sorgfaltspflicht in besonders schweren Maße vernachlässigt.

Aber selbst wenn (!!) man zu dem Schluss kommt, dass dies im vorliegenden Fall so ist: So what? Auch grobe Fahrlässigkeit ist in der PHV sehr wohl mitversichert. (Übrigens auch in Alt-Verträgen: Bitte nicht mit Versicherungen aus dem Bereich der Sachverträge (Hausrat, Gebäude, etc.) verwechseln. Hier gab es i.d.T. früher den (Komplett-)Ausschluss wegen grober Fahrlässigkeit...)

@Loroth

Die Alkoholklausel muss ich zurückziehen. Die habe ich bei Bedingungen gefunden, dort standen sie aber im Spezialbereich "Dienstfahrzeug und Regresshaftpflicht". Allerdings würde mich das auch nicht jucken. Jeder weiß, wie Alkohol wirkt und sollte mit den Folgen klarkommen...

Beim zulöten sehe ich persönlich grobe Fahrlässigkeit, auch wenn der Gesetzgeber immer wieder Alkoholisierte als besonders schützenswert darstellt und teilweise für schuldunfähig erklärt. Ich erlebe ab und an beinalte Tarife bei Kunden, wo das Thema gF noch nicht aktuell geregelt ist.

@Candlejack
Jeder weiß, wie Alkohol wirkt und sollte mit den Folgen klarkommen...

Dem stimme ich ohne Einschränkung zu. Leider ist das Thema "Alkohol" aber sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich legitimiert und deshalb wird es auch meist schulterzuckend akzeptiert, wenn die Alten sich zudröhnen und die Jungen komasaufen... (was eine allgemeine Feststellung und damit OT ist und mit dem eigentlichen Fall hier nix zu tun hat!!!)

auch wenn der Gesetzgeber immer wieder Alkoholisierte als besonders schützenswert darstellt und teilweise für schuldunfähig erklärt.

Ja, allerdings vornehmlich im Strafrecht. Hier ist es i.d.T. so, dass der Zustand der Trunkenheit zu einer verminderten Schuldfähigkeit führen kann.

Wer jetzt aber vielleicht denkt: "Prima, dann sauf ich mich ordentlich weg, dann kann ich ja dem ungeliebten Nachbarn ungestraft vor die Haustür pinkeln.", der irrt: Wer die "Benebelung" mit Absicht herbeiführt, der geht eben nicht straffrei aus...

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