Haftpflichtversicherung von meinem hund zahlt nicht...!

5 Antworten

Nein, sooo einfach geht das nicht. Eine angenagte Tür ist keine Überbeanspruchung sondern ein Schaden. Anders bei der Tapete und bei dem Laminat. Die müßt ihr aber auch dem Vermieter ggü. nicht ersetzen. Die Haustüre schon.

In der Versicherung steht aber sicherlich nicht, das auch die Schäden getragen werden, die der Hund beim Alleinsein anrichtet.

@amigo06

ich kann ja meinen hund nicht überall mitnehmen...!!

Hinzu kommt das man mit gemieteten Dingen sorgsam umzugehen hat. Und wenn das alles Schäden von einem Hund sind ist er entweder schlecht erzogen oder nicht ausgelastet.

Der Versicherer handelt da völlig richtig, auch wenn es Dir nicht gefällt.

Die Haftpflichtversicherung zahlt Schäden, wenn sie ZEITNAH gemeldet werden. Du kannst nicht über einen längeren Zeitraum hinweg die Schäden auflaufen lassen.

Das sind in der Tat lauter Schädigungen, die im Laufe der Zeit allmählich zusammen gekommen sind. Das zahlt KEINE VERSICHERUNG

Wenn du diese einzelnen Schäden gemeldet hättest, wäre der vertrag wahrscheinlich bereits gekündigt. Dass du eine Haftpflichtversicherung hast, entbindet dich nicht von deiner Sorgfaltspflicht und Aufsichtspflicht deinem Hund gegenüber.

sehe ich auch so, das gilt für jede Versicherung, selbst bei Vollkasko beim Auto

Ja, die können das einfach so machen. Und selbst wenn sie es nicht könnten, wirst Du ohne Anwalt nicht weiterkommen.

Du bist ja trotz Versicherung verpflichtet, Deinen Hund zu beaufsichtigen. Wenn Du das (aus welchen Gründen auch immer) nicht machst, dann übernimmst Du auch allein die Schäden, die er anrichtet.

Zuerst einmal: Eine Haftpflichtversicherung ist ein rechtlicher Beistand gem. 823 BGB. Hiernach bist du zum Schadenersatz verpflichtet, wenn du einem anderen einen Schaden zufügst. Voraussetzung ist natürlich immer, dass ein Verschulden deinerseits vorliegt und du für den Schaden auch haftbar gemacht werden kannst. Wenn nun eine Versicherung nicht zahlt, ist das meistens damit zu begründen, dass du zum Schadensersatz nicht verpflichtet bist (oder dein Versicherungsvertrag solche Schäden nicht deckt). Im Falle der Tierhalterhaftung kommt noch der 833 BGB hinzu. Hiernach greift bei Luxustieren (und das ist der Hund als Haustier) die sog. Gefährdungshaftung. Bei dieser Haftung ist ein Verschulden deinerseits nicht notwendig, du haftest also rein aus der Haltung eines Luxustieres in vollem Umfang, auch wenn dir kein Verschulden anzulasten ist. Da du aber für einen Schadenfall eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen hast, übernimmt diese die Forderungen, die der Vermieter dir anlastet. Wenn du aber für diese Schäden nicht haftbar zu machen bist, warum sollte die HAFTPFLICHTversicherung diesen Schaden übernehmen? Du würdest doch auch ohne eine Versicherung keinen Schaden zahlen, den du nicht verursacht hast. Die Frage ist nun also, ob du hier ünerhaupt haftbar gemacht werden kannst. Eine erlaubte Tierhaltung im Mietvertrag KÖNNTE eine Haftung ausschließen, da durch die Haltung von freilaufenden Tieren in der Wohnung naturgemäß auch eine höhere Abnutzung vorliegt. Der Vermieter wäre also das Risiko per Mietvertrag eingegangen. Solltest du aber doch haftbar gemacht werden können, muss im Versicherungsvertrag Versicherungsschutz bestehen. Ein Allmählichkeitsschaden liegt meines Erachtens nach nicht vor, da dabei nicht nicht ausschlaggebend ist, ob der eigentliche Schaden allmählich eingetreten ist (das kann auch plötzlich passiert sein), sondern dass das schadenauslösende Ereignis zu einer länger andauernden schädlichen Einwirkung geführt hat. Was aber als allmählich anzusehen ist, ist oft Einzelfallabhängig. Wenn eine Haftpflichtversicherung einen Schaden ablehnt, sich aber nicht auf fehlenden Versicherungsschutz beruft (wie in deinem Fall: Abnutzung etc.--> keine Haftung), dann bist du nicht haftbar zu machen. Wenn dein Vermieter nun auf die Idee kommt, dich zu verklagen, dann greift der sog. passive Rechtsschutz, das heißt, dass die Haftpflichtversicherung diese Schäden für dich abwehrt - außergerichtlich als auch gerichtlich (Abwehr unberechtigter Ansprüche). In deinem Fall ist die Tür meines Erachtens nach ein versicherungspflichtiger Schaden, da Haftung besteht gem 823 BGB und 833 BGB, kein Allmählichkeitsschaden vorliegt und der Versicherungsschutz eine Deckung vorsieht (Mietsachschäden). Wie oft hier behauptet handelt es sich hier nicht um einen Eigenschaden, weil du/dein Hund die gemietete Tür, die auch Eigentum des Vermieters ist, beschädigt hast/hat (Mietsachschäden). MFG

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