Haftet die private Haftpflichtversicherung wenn ich vom Pferd falle (Haftungsausschluss)?

13 Antworten

 Haftet die private Haftpflichtversicherung wenn ich vom Pferd falle (Haftungsausschluss)?

Wenn du vom Pferd fällst, bedeutet dies doch nicht, dass einem anderen ein Schaden zugefügt wird.

Für deine eigenen Schäden zahlt die Haftpflichtversicherung nichts.

Also solltest du sinnvollerweise eine Unfallversicherung abschließen, bzw. eine Berufsunfähigkeitsabsicherung.

Eine Haftpflicht ist eine Haftpflicht, die kommt nur für Schäden auf, die dritten zugefügt wurden.

Der Haftungsauschluss den die Pferdebesitzerin unterschrieben haben will, ist damit sie keine Kosten hat wenn du vom Pferd fällst.

Für das vom Pferd fallen bzw. einem Unfall mit Pferd legt man sich eine private Sport (reiten) Unfallversicherung zu. Damit bist du selbst abgedeckt und weder die Halterin vom Pferd noch jemand anderes hat damit etwas zu tun.

Die Tierhalterhaftpflicht die für dieses Tier abgeschlossen ist beinhaltet auch Schäden, die entstehen wenn das Pferd unter deiner Aufsicht ist. z.B. das Pferd geht durch und rennt durch einen Acker und macht Flurschäden, oder es knallt gegen ein Auto und beschädigt dieses. Dann ist die THH für diesen Fall zuständig.

Also um aus dem Schneider zu sein, schließ eine private Unfallversicherung ab.

Hallo,

leider wird hier von einigen wieder eine Menge durcheinander geworfen. I.d.T. ist das Thema aber auch nicht ganz einfach.

Es bietet sich also an, sich der Sache Schritt für Schritt zu nähern, da es unterschiedliche Haftungskonstellationen zu beachten gilt:

A. Das Pferd richtet gegenüber Dritten (Fremden) einen Schaden an.
Für einen solchen Fall sollte jeder Pferdehalter unbedingt eine sog. "Tierhalter-Haftpflichtversicherung" haben, weil man bei einem Schaden durch Pferd sogar OHNE Verschulden haftet.

Da in der Praxis häufig Fälle vorkommen, in denen das Tier auch einmal von anderen Reitern geritten wird, sollte der Tierhalter unbedingt darauf achten, dass das "Fremdreiterrisiko" (genauer gesagt: hier das "aktive Fremdreiterrisiko") mitversichert ist.
Wichtig ist wie im vorliegenden Fall, dass unter diesen Begriff auch die Reitbeteiligung als ausdrücklich mitversichert genannt sein sollte.
Damit wären nämlich dann auch schon einmal die Schäden abgedeckt, die das Tier unter Deiner Obhut eventuell anrichtet.

B. Das Tier richtet einen Schaden gegenüber der Reitbeteiligung an.
Vermutlich versucht die Pferdehalterin im vorliegenden Fall die aus einem solchen Schaden folgende Haftung über den genannten Haftungsausschluss auszuschließen.

Sofern Deiner Vater dies unterschreibt, verzichtet Ihr aus Schadenersatz-ansprüche, wenn das Pferd einen Schaden bei Dir verursacht.

Alternativ könnte die Besitzerin sich nach einer Tierhalterhaftpflicht umschauen, die auch das sog. "passive Fremdreiterrisiko" mit-einschließt. Damit wären derlei Schäden abgedeckt (wieder unter der Voraussetzung, dass die Versicherung "Reitbeteiligungen" den "Fremdreitern" gleichstellt.)

All dies hat noch nichts mit Eurer Privat-Haftpflicht zu tun. Das kommt jetzt:

C. Du verursachst einen Schaden gegenüber der Pferdebesitzerin oder sonst jemandem OHNE Beteiligung des Pferdes.
Hier kommt zum ersten Mal,die Privat-Haftpflichtversicherung ins Spiel, über die Du versichert bist.

Diese prüft im Schadenfall die Haftungsfrage und reguliert berechtigte Ersatzansprüche (außerdem wehrt sie unberechtigte ab).

Eine kleine Besonderheit gibt es noch bei Minderjährigen: Viele Versicherer haben heutzutage eine Deckungserweiterung in Ihren Verträgen, wonach auch Schäden von Minderjährigen reguliert werden (Hintergrund: Häufig haftet man in jungen Jahren mangels Schuldfähigkeit nicht. Wenn dann der erwähnte Zusatz NICHT im Vertrag enthalten ist, wehrt die Versicherung nur ab, zahlt aber keinen Schadenersatz - wozu man sich aber häufig moralisch verpflichtet fühlt. Daher ist die erwähnte Ergänzung durchaus sinnvoll.)

D. Du verursachst einen Schaden AM fremden Pferd.
Hier gilt es noch einmal besonders aufzupassen: Viele Versicherer haben in ihren Bedingungen zur Privathaftpflicht das "Hüten fremder Pferde" bereits mitversichert. Man sollte aber unbedingt prüfen, ob auch Schäden beim Reiten mitversichert werden können (Wohlgemerkt: Schäden AM Pferd, die DURCH das Pferd haben wir schon unter A. abgehandelt.)

Viele Grüße

Loroth

Die private Haftpflicht zahlt nie für Eigenschäden. Das ist völlig normal.

Und genau was sollte die Haftpflicht denn da bezahlen?

Wenn das Pferd den Absturz verusacht, muß ggf. die Tierhalterhaftpflicht die Krankenhauskosten zahlen. Das kann die Besitzerin auch nicht vertraglich ausschließen.

Wenn du vom Pferd fällst brauchst du eine Unfallversicherung, die die Schäden deckt welche du erleidest. Im Normalfall hat jeder eine Unfallversicherung.

Eine Reiterversicherung brauchst du für alle Schäden die du am und mit dem Pferd anrichtest, inkl. Sattel und Zaumzeug etc. Die Versicherungssumme richtet sich nach dem Wert des Pferdes, wie oft du reitest und ob du an Turnieren teilnimmst oder nicht.

Auch hier, in der Regel kann man das als Zusatzversicherung bei der normalen Privathaftpflichtversicherung mit versichern. Kostet einen Aufpreis.

Wenn dein Vater das nicht unterschreibt und die Versicherungen nicht abschliesst, wird es nichts mit der Reitbeteiligung.

Der Pferdehalter wäre schön blöd, wenn er diese Versicherungen nicht verlangen würde.

Anbei bemerkt, ist deine Frage schwer verständlich  und verwirrend geschrieben.

Was möchtest Du wissen?