Häuser weiterverkaufen, die man (noch) nicht besitzt?

9 Antworten

In Deutschland dann möglich, wenn man nicht gekauft, sondern ohne notariellen Kaufvertrag in der Zwangsversteigerung den Zuschlagsbeschulß erhalten hat.

Mit dem Beschluß kann man dann allerdings nur mit notariellem Kaufvertrag das Objekt weiterverkaufen, obwohl man das Meistgebot noch nicht bezahlt hat; allerdings hat man die Bietgarantie geleistet, falls ein betreibender Gläubiger eine solche verlangt hat.

Theoretisch schon. Praktisch aber nicht, weil der Kaufpreis in der Praxis zu 95% erst fließt, wenn der Käufer im Grundbuch mit einer Vormerkung gesichert ist. Und für den zweiten Käufer kann die erst eingetragen werden, wenn der Verkäufer als Eigentümer eingetragen ist. Und als Eigentümer wird er erst eingetragen wenn er den Kaufpreis aus dem ersten Vertrag gezahlt hat.

In Deutschland ist das ganze Verfahren zwar teurer, dafür aber auch deutlicher sicherer als in den USA und anderen Ländern.

Also theoretisch KANNST du einen Kaufvertrag über etwas abschließen, was du nicht hast. Der Käufer kann das dann allerdings entsprechend, gemäß Kaufvertrag, von dir verlangen

maybe

du musst den verkäufer zufrieden stellen

wenn der auf dein gelaber hört und sich darauf einlässt, geht es

aber der entscheidet halt, ob es geht

du musst den verkäufer belabern, dass der sich auf so etwas einlässt und dann geht das

sonst nicht

Nein, das ist nicht möglich, noch nicht mal theoretisch. Denn vom Gesetz her ist man nur dann in der Position, eine Immobilie verkaufen zu können, wenn man im Grundbuch eingetragen ist.

Aber wenn du einen Gewinn mit dem Objekt machen kannst, ist es ja kein Hindernis, auf den Grundbucheintrag zu warten.

Ich kann auch morgen dein Haus verkaufen. Der Vertrag wäre wirksam. Die andere Frage ist, ob ich den Kaufvertrag erfüllen kann. Die Antwort ist also nicht zutreffend. In der Praxis werden Kaufverträge oft geschlossen, wenn der Verkäufer das Eigentum an der Kaufsache noch nicht erworben hat.

Das Vorhaben würde in Deutschland trotzdem scheitern, siehe meine Antwort.

@Ronox
Ich kann auch morgen dein Haus verkaufen

Nein, das kannst du definitiv nicht. Der Vertrag wäre unwirksam. Denn per Gesetz ist bei Verträgen über Immobilien generell eine notarielle Beurkundung erforderlich. Verträge ohne Notar haben keine Gültigeit bei Immobilien! Und der Notar hat die Aufgabe, sicher zu stellen, dass du als Verkäufer auch berechtigt bist zum Verkauf. Deshalb fordert er erst mal einen Grundbuchauszug an. Stehst du nicht drin, hat sich die Sache erledigt. Das funktioniert in Deutschlad daher nicht so wie du es dir denkst.

@Renick

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber das lernt jeder Jurastudent in ersten Semester. Natürlich wäre der Kaufvertrag nicht unwirksam. Es gilt das Abstraktionsprinzip.

Ob der Kaufvertrag der notariellen Beurkundung bedarf, ist eine völlig andere Frage, um die es hier nicht geht. Wenn du dem Notar sagst, dass du den Grundbesitz durch Vorvertrag erworben hast, die Eigentumsumschreibung aber noch nicht vollzogen ist, dann beurkundet der dir das. Quelle: Mach ich beruflich.

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