Häuschliche Gewalt - Schmerzensgeld?

3 Antworten

Für die Höhe des Schmerzensgeldes ist die Höhe des Einkommens unerheblich - die spielt nur für die Bemessung der Tagessätze für eine eventuelle Geldstrafe in der Strafsache eine Rolle. Für's Schmerzensgeld ist die Schwere und Folgenhaftigkeit Deiner Verletzungen ausschlaggebend. Knochenbrüche, Verletzungen im Gesicht mit dauerhaften Narben oder andere bleibende Gesundheitsschäden dürften ein höheres Schmerzensgeld zur Folge haben, auch erlittene psychische Traumata können berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass alles von den Ärzten gut dokumentiert wird, idealerweise mit Foto's. Ich wünsche Dir gute Besserung!

Bisher liegt ein Bericht vom Krankenhaus und vom Hausarzt vor. Eine Woche krank geschrieben. Schwere Gehirnerschütterung, Halswirbelzerrung etc. Außerdem wurden auf der Polizeiwache Bildaufnahmen der geschwollenen Lümpgdrüsen gemacht und der Wunde an der Hüfte. Vielen Dank!

Am besten suchst du eine Beratungsstelle in deiner Nähe auf! z.b. eine erziehungsberatung, bzw. eheberatungsstelle auf. dort wirst du (auch wenn du nicht verheiratet bist) unter schweigepflicht von profis beraten. Diese kennen die Situation genau und können dich im gesamten Prozess begleiten. Außerdem findest du dort immer ein offenes Ohr!

Ist die Caritas für so etwas auch geeignet?

...bei einer widerrechtlichen + zumindest fahrlässigen Körperverletzung geben die §§ 823 I, 253 BGB den gesetzlichen Anspruch auf Schmerzensgeld. Die Höhe hängt immer vom individuellen Einzelfall ab. Es gibt aber diverse Schmerzensgeldtabellen (die bekannteste ist die vom ADAC) in denen vergleichbare Fälle gesammelt + festgehalten ist welches Schmerzensgeld Gerichte dafür ausgeurteilt haben. Dort kann man sich für seinen Fall schlau machen.

Wie bei jeder Forderung, die man gegen eine andere Person hat, wendet man sich zunächst schriftlich an die andere Seite + fordert unter Frisztsetzung zur Zahlung auf. Wird im Rahmen der Frist nicht geleistet, befindet sich die Gegenseite in Verzug, mit der Folge, daß sie nun alle Kosten, die mit dem Inkasso der Forderung verbunden sind, erstatten muß. Einem selbst bleibt dann nur der Weg zum Gericht, sei es über einen Mahnbescheid (bei Geldforderungen), sei es direkt über eine Zivilklage. Liegt der geforderte Betrag über € 5.000,- benötigt man dafür einen Rechtsanwalt. Sonst kann man sich auch selbst versuchen...

Krankenhaus auf Schmerzensgeld verklagen?

Meine Freundin hatte vor einigen Wochen einen Sturz, bei dem Sie auf ihren Arm gefallen ist. Sie hatte starke Schmerzen, der Unterarm war angeschwollen und als Leihe meinen wir einen Knick im Unterarm zu erkennen worauf wir am nächsten (oder übernächsten) Tag ins Krankenhaus gefahren sind. Dort hat man uns gleich am Eingang gesagt dass es wohl nur geschwollen sei und man fertigte in der Notaufnahme ein Röntgenbild worauf hin der Arzt sagte das es nur gestaucht ist und deswegen geschwollen sei. So schickte man und ohne Verband und ohne Salbe etc. wieder nachhause... Nachdem sie keine Besserung verspürte kaufte sie sich selber eine Armbandage um den Arm zu stützen und ging nochmal zu einem Hausarzt der ihr eine Salbe verschrieb. Auch nach Wochen hatte sie noch starke Schmerzen worauf sie noch einmal zu diesem Arzt ging, der dann selber nochmal ein Röntgenbild anfertigte und darauf dann erkannte dass der Arm doch gebrochen war. Nun kann sie nur hoffen dass, nachdem man in einem Krankenhaus (Notaufnahme) nicht erkannt hatte dass ihr Arm gebrochen war, er wieder gesund wird. Der Hausarzt meinte es sei noch nicht abzusehen ob "Folgeschäden" bleiben werden- dazu müsse man noch einige Wochen warten.

Meine Frage ist nun: Kann Sie das Krankenhaus auf Schmerzensgeld oder Ähnliches verklagen? Welche Chancen hat sie bzw. besteht da überhaupt eine Chance auf Erfolg? Also würde es sich lohnen? Und was wäre das für ein finanzieller Aufwand? Denn soweit ich informiert bin hat sie keine Rechtschutzversicherung.

Vielen Dank schonmal im vorraus- sehr dringend!

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Kann man Schmerzensgeld bei psychischen Problemen verlangen?

So... dass ganze könnte ein wenig dauern zu erklären aber es würde mir sehr viel helfen, wenn sich jemand das durchliest und mir antworten könnte.

Ich habe schon seit der 4 Klasse circa Probleme. Diese haben sich im Laufe der Zeit zu Depresionen entwickelt und auch zur Körperverletzung und (leichte) versuche mir das Leben zu nehmen. Ich war früher in Psychischer Behandlung und bin jetzt (mit 16/17) wieder bei einer Therapeutin.Ich habe (leider) extrem viele ,,kleine Traumata‘‘ erlitten, mit denen es schwer war/ ist heute zu leben.Die Konsequenzen aus den Traumata sind die Körperverletzung, ein stark geschwächtes Selbstwertgefühl tägliche heftige Panikatacken starke Einschränkung im normalen Alltag und und und.

Um zurück zu meiner Frage zu kommen:Bei den Traumata gibt es keinen Menschen der mir etwas angetan hat. Ich habe im Internet nur Schmerzensgeldtabellem gesehen für Menschen, die eine Person verklagen konnten. In meinem Fall ist es bei keinem der Traumata so gewesen, dass ich jemanden verklagen könnte.(Jedenfalls vermute ich das bei fast allen) und frage mich deswegen ob mir auch Schmerzensgeld zusteht. Ich leide Tag für Tag unter dem was mir passiert ist und auch wenn es nur kleinere Sachen waren summieren sich diese und werden zu einem immensen Ballast.

Wenn jemand weis, ob mir irgendeine Entschädigung zusteht oder mir sonst irgentwie helfen kann wär das wirklich mal ne gute Nachricht.Vielen Dank.

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Kindheit nachholen? Wenn ja, wie?

Ich bin unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen (bildungsferne Familie, Geldnöte, häusliche Gewalt). Alles musste ich mir immer erkämpfen. Schon als Teenager habe ich neben der Schule angefangen zu arbeiten. Ich musste durchsetzen, dass ich Abitur machen darf. Danach habe ich darum gekämpft, studieren zu können, und neben dem Studium natürlich(!) viel gearbeitet, um mich zu finanzieren (Wollte meinen Vater nicht auf Unterhalt verklagen.). Jetzt arbeite ich seit ein paar Jahren in Vollzeit. Bis vor kurzem hatte ich zusätzlich noch einen Nebenjob, der es mir ermöglicht hat, mir eine Eigentumswohnung zu kaufen.

Eigentlich müsste es mir jetzt total gut gehen. Durch die Eigentumswohnung sinken meine monatlichen Kosten und ich konnte den Nebenjob aufgeben, der mich häufig an meine Grenzen gebracht hat. Ich arbeite in meinem Traumberuf und die Arbeit macht mir großen Spaß. Im Privatleben ist auch alles in Ordnung.

Trotzdem fühle ich mich nicht gut. Ich bin sooo kampfesmüde. Oft wünsche ich mir, dass es im Leben EINMAL einfach wäre. Obwohl ich meine Arbeit liebe, wäre ich manchmal gern für nichts verantwortlich. Ich sehne mich so sehr nach der Unbeschwertheit und Geborgenheit, die ich nie erleben durfte. Manchmal wäre ich gern wieder Kind, aber in einer intakten, liebevollen Familie.

Logischerweise kann ich mir keine andere Familie aussuchen und auch nicht wieder Kind sein. Eine längere Auszeit vom Beruf kann und will ich auch nicht nehmen.

Habt Ihr Ideen, wie ich im Alltag ein wenig Kindheit nachholen und etwas Unbeschwertheit erleben kann?

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