Habe einen Mahnbescheid bekommen.

5 Antworten

Du solltest Dir fachliche Hilfe holen und klären ob rein rechtlich der Anspruch Deiner Vermieterin tatsächlich nicht besteht. Dein persönliches Rechtsempfinden muss nicht mit der Gesetzeslage einher gehen. Solltest Du kein Recht bekommen, hast Du neben der Nachzahlung noch Deinen Anwalt, den Anwalt Deiner Vermiererung sowie den gesamten Prozess zusätzlich zu zahlen.

Der Antragsteller hat in dem Formular angekreuzt. dass bei Widerspruch ein streitiges Verfahren (Gerichtsprozess) erfolgen soll. Dafür ist ein anderes Gericht zuständig als für das Mahnverfahren. An dieses andere Gericht ist das Verfahren jetzt abgegeben worden und dahin musst Du Dich auch wenden, wenn Du Eingaben machen möchtest.

da du nicht einverstanden bist, kommt es nun zum rechtstreit. mit dem mahnbescheid folgt soweit ich weiss, wenn du nichts getan hättest, ein vollstreckungsbescheid, wo du noch hättest einspruch legen können und dann der titel, mit dem sie beispielsweise pfänden lassen könnte. jetzt muss das gericht alles prüfen.

Es ist doch schon ein Rechststreit.

@anders7777

Nein, noch ist es kein Rechtsstreit, es fehlt die Klageschrift. Noch wurde das nun zuständige Gericht nicht aktiv, allerdings ist schon davon auszugehen, das eine Klageschrift auf dem Fuß folgen wird und im Januar dann unangenehme Post zu erwarten sein wird.

@Quasimo

aso, ich dachte, wenn ein Mahnverfahren angestossen wird, aber widersprochen wird, artet das immer so aus, weil früher oder später man den Fall klären muss.

Der Widerspruch führt durch die frist- und formgerechte Annahme direkt zum Gericht. Wenn du noch etwas vortragen möchtest, dann ist das Gericht anzuschreiben.

Hallo Kevin43321,

der Widerspruch gegen den Mahnbescheid führt dazu, dass nun ein Richter in einem Zivilprozess prüft, ob der Mahnbescheid gerechtfertigt ist.

In dem Gerichtverfahren muss nun Deine alte Vermieterin beweisen, dass die Forderung zurecht besteht.

Dazu wirst Du, sowohl wie auch Deine Vermieterin angehört und beide Parteien können Beweise vorlegen.

Am Ende des Verfahren bekommst Du entweder

  • vollständig recht und musst weder die geforderte Summe des Mahnbescheides zahlen, noch die Gerichtskosten tragen. In dem Fall, dass Deine Vermieterin verloren hat muss sie auch noch die Gerichtskosten, einschließlich der Kosten Deiner Verteidigung zahlen
  • teilweise recht. Wenn beispielsweise festgestellt wird, nur 30 % der Forderung sind gerichtfertigt, musst Du nicht nur nur noch die 30 % an Deine Vermieterin zahlen, sondern Du brauchst auch nur 30 % der Gerichtskosten (einschließlich der Kosten der Verteidigung Deiner Vermieterin) zahlen
  • kein Recht, dann musst Du den geforderten Betrag des Mahnschreibens, zuzüglich der inzwischen angefallen Zinsen und noch zusätzlich die vollen Gerichtskosten tragen.

Aus dem Grund wäre es jetzt von Vorteil, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, die die Verfahrenskosten übernimmt.

Schöne Grüße
TheGrow

Schöne, ausführliche Antwort. dH

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