Habe 1000,- von einer Oma geschenkt bekommen, wie sieht die Rechtslage aus, Notar?

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Da die alte Dame noch im Anfangsstadium der Demenz steht, wird sie wohl wissen, was sie macht. Sie möchte lieber mit lebenden Händen geben, um zu sehen, dass der Beschenkte sich freut. Nehme das Geld an und mache ihr eine Freude damit. Wenn Du einen Gewissenskonflikt hast, dann lege das Geld auf ein Tagesgeldkonto und lass es verzinsen. Sollte die alte Dame mal nicht mehr sein, und die Erben kommen auf Dich zu, dann kannst Du es zurück zahlen, und hast aber noch die Zinsen. Sollte keiner auf Dich zukommen, dann ist es ok, und Du hast 1000 Euro mehr. Auch wenn es Dein Empfinden ist, dass Du überbezahlt bist, so empfindet die Dame vielleicht Deine Nähe und Deine Hilfe unbezahlbar. Überlege mal, was ein Pflegedienst für die Dienste nehmen würde. Wenn Du das Geld ablehnst, dann beleidigst Du die Dame, denn sie will Dir aus vollem Herzen eine Freude machen. Das ist im vielleicht auch der Grund, dass sie keinen Schenkungsvertrag unterschreiben will, denn dann haben die Erben was schriftliches in der Hand, was sie von Dir zurückfordern können. Ganz so dement scheint die alte Dame noch nicht zu sein;-)

super Idee, das was du geschrieben hast, finde ich sehr emotional und verständlich. Kriegte sogar noch eine Gänsehaut beim Lesen. Das stimmt, sie will mir vielleicht nur eine Freude machen und ich sehe mich schon mit einem Bein im Gefängnis

Nimm das Geld nicht an.Sie ist dement und weiss es möglicherweise morgen gar nicht mehr,die Angehörigen der alten Dame würden dir möglicherweise unterstellen,dass du ihr ihres Zustand wegen,das Geld aus der Tasche ziehst.Unterschreiben könnte die Dame beim Notar nicht mehr,da sie in diesem Falle geschäftsunfähig ist.Die Verwandten würden diesen Vertrag anfechten und auch damit durchkommen.Also,auch aus moralischen Gründen,eben weil die Dame dement ist,würde ich das Geld nicht annehmen,auch wenns verlockend ist.

Die entscheidende Frage ist, ob die Oma geschäftsfähig ist. Das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Dafür wäre auch ein medizinischer Sachverständiger hinzuzuziehen. Der Notar müsste sich ebenfalls Gedanken machen, ob sie geschäftsfähig ist oder nicht. Ist sie es nicht, darf auch er keinen Vertrag beurkunden. Der Notar macht die Beurkundung nur nach der Gebührenordnung. Es wären dann auf jeden Fall auch Gebühren fällig. Wie hoch die sind, weiß ich nicht.

Bei der Höhe des Geschenkes können ja verschiedene Gedanken im Spiel gewesen sein. Vielleicht will die Oma Dich ja nicht nur belohnen für das, was Du in der Vergangenheit getan hast, sondern möchte Dich auch für die Zukunft dafür gewinnen. Wenn die Oma sehr reich ist, ist das auch eher hinzunehmen, als wenn sie sich das Geld mit Entbehrungen abknapsen muss.

Wenn die Oma nicht mehr geschäftsfähig ist, benötigt sie einen gesetzlichen Betreuer, der dann im Sinne der Oma entscheiden müsste. Bei sehr großzügigen Geschenken hätte der Probleme.

So, nun magst Du selbst eine Entscheidung finden.

meinst du der Betreuer hätte bei den 1000,-€ Probleme?

Rechtlich gesehen ist eine vollzogene Schenkung ohne notarielle Form wirksam.

Eine rechtswirksamer Dienstleistungsvertrag wäre bei der Höhe und Gegeneleistung hingegen nicht zu konstruieren.

Kann aber gut sein, das die Erben nach Omas Tod hieraus einen Ergänzungsanspruch stellen oder sogar die Schenkung mit Hinweis auf eine mangelnde Geschäftsfähigkeit zurückfordern. Theoretisch.

Ich würde das Geschenk und die damit ausgedrückte Dankbarkeit dennoch annehmen. Zum einen würde eine Weigerung die Oma vor den Kopf stoßen, zum anderen könntest du das Geld ja ausgeben haben und mit einer Entreicherung (Geldausgabe) können dir die erbosten Erben dann nun garnichts anhaben :-)

G imager761

Vielen Dank für die Hilfreiche Antwort. Ich habe versucht in einem klaren Moment der Oma sie einen Schenkungsvertrag unterschreiben zu lassen, tatsächlich, sie wurde sehr sauer, verärgert und hat gedroht ich bräuchte dann nicht mehr zu kommen, ich sei so dumm. Eigentlich wollte ich mich nur Dritten gegenüber absichern und mein Gewissen beruhigen das ich hiermit nichts falsches getan habe. Man weiß ja nie wie die Krankheit fortschreitet und naher heißt es ich hätte die 1000,-€ geklaut.

Dein Gewissen sagt dir, das es so nicht richtig ist !Die Verwanten können den Betrag zurück verlangen. Ist das der Oma Klar, weiß sie um der großen Betrag des Geldes, oder kann sie das nicht mehr so einschätzen.Nimm nur so viel wie dir zusteht und den rest gibst du asl Wechselgeld zurück.So kann dir auch niemand etwas, das sinnd dann eben die Unkosten, die du bezahlt bekommst ! http://www.juraforum.de/forum/ Sonnst lies mal da !

sie will es gar nicht zurück und schimpft, weil sie meint es ist ihr Geld und sie kann lassen und tun was sie will damit, meiner Meinung nach nicht mehr.

@punkly

Leg es ihr in einem Briefumschlag in eine Schublade, so hast du ein gutes Gewissen. und wenn sie das findet und es dir wiederbringt, so legs du es selber bei seite ! bis keiner mehr einen anspruch stellt.oder du es über die Zeit für deine Dienste aufgebraucht hast. Falls sie mit neuem Geld ankommt, machst du es genau so !Sind Nahe Angehörige in der Nähe mit denen du reden kannst. Damit keine Missverständnisse aufkommen. Oft wissen Angehörige gar nicht wie es um solche Menschen steht. Ist es vom Arzt bescheinigt, ddas sie Demenz hat ?Steht das nirgenswo wäre die Sache anders zu bewerten !

@tinimini

der Arzt hat offiziel nichts bescheinigt, vielleicht weil sie 93 Jahre alt ist, oder die Krankheit befindet sich erst in der Anfangsphase.

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