Technik und Computer – Fluch oder Segen?

5 Antworten

Wunderschönen Guten Tag lieber tavkomann und alle Gugumonauten!

Schon am Anfang dieses Beitrags hatte ich mit der Technik zu kämpfen: die KI von gutefrage.net hat mich wissen lassen, dass dieses Bild zu klein ist. Jetzt musste ich dieses extra komprimieren. Es zeigt das wunderschöne Salzburg, genauer gesagt die Karolinenbrücke, den Kapuziner- und den Gaisberg. Und natürlich die Salzach mit den Villen auf der gegenüberliegenden Seite. Es ist ausnahmsweise nicht das Salzburger Hauptmotiv mit der Festung.

Wie steht ihr zu Technik und Computern und welche Erfahrungen habt ihr bisher damit gesammelt?

Im großen und ganzen eigentlich ganz gute. Manchmal gibt es Probleme, aber meist halten sich diese in Grenzen. Ich habe bis jetzt 9 Jahre lang einen Sony VAIO Laptop benutzt, und habe dessen Grenzen vor allem in den letzten Jahren recht ausgenutzt, bis das Motherboard Ende letzten Jahres den Geist aufgab. Nun benutze ich einen hp Pavilion.

Am meisten stört es mich an Computern, wenn der Lüfter aufdrehen muss, und dadurch laut wird. Wenn ein Computer laut ist, dann ist das irgendwie so beunruhigend. In solchen Momenten schalte ich den PC für 10 Minuten aus, bis er sich wieder beruhigt hat.

Soziale Netzwerke etablieren sich und 2007 stoßen die Smartphones hinzu.

Das mit den Sozialen Netzwerken ist natürlich so eine Sache. Man kann in relativ kurzer Zeit etwas ganz schnell und weit verbreiten. Nur leider nicht nur gutes, es gibt leider auch Cybermobbing. Und nicht in allen Fällen trauen sich Opfer, zur Polizei zu gehen.

Und die Smartphones sind zwar praktisch und gut, aber viele "missbrauchen" den eigentlichen Zweck des Smartphones, und sind dadurch ständig daran gebunden, weil sie beispielsweise unbedingt JETZT diese Nachricht lesen müssen, JETZT dieses Video anschauen müssen, und JETZT das neue Level in einem Spiel erreichen müssen. Das macht man zum Teil sogar während dem Fahren von Kraftfahrzeugen; wobei man eigentlich ganz genau wissen müsste, dass man dadurch abgelenkt, eine verzögerte bis unendlich lange Reaktionszeit hat, und so sehr schnell ein Stauende, Personen, andere Verkehrsteilnehmer, oder eine rote Ampel übersieht.

Es gibt ja inzwischen sogar "Smartphone-Wege":

Smartphone-Weg in Chongquing, China (Quelle)

ODER:

LED-Streifen an einer niederländischen Ampel für Smartphone-Nutzer... (Quelle)

Meiner Meinung nach setzt die Politik hier auf völlig falsche Sachen. Es wäre besser, den Bürgern den verringerten Smartphone-Konsum näher zu bringen. Es ist ja derzeit so, dass beispielsweise auf Klassenfahrten, wo aus dem Bus eine wunderbare Landschaft zu sehen ist, um den Highscore gerungen wird.

Ich finde das Datenschutzgesetz bzw. die DSGVO sehr gut, damit ist man rechtlich abgesichert, und kann vorgehen, wenn das eigene Gesicht irgendwo zu sehen ist. Manchmal finde ich jedoch, dass das mit dem Gesetz etwas zu sehr übertrieben wird.

Ein Beispiel:

  • Ein Taxifahrer einer Taxifahrtgesellschaft, welche auch online ist, bemerkt, dass ein Fahrgast seinen Handschuh auf der Rückbank vergessen hat. Dadurch, dass der Fahrgast das Taxi online gerufen hat, ist auch noch die Telefonnummer vorhanden. Der Taxifahrer ruft den Fahrgast an, und bringt ihm den Handschuh. Als Folge wird der Taxifahrer vom Unternehmen gerügt, weil er laut DSGVO nicht hätte anrufen dürfen.
Und das ist noch lange nicht das Ende! Schlagworten wie IoT, künstliche Intelligenz, Big Data, Virtual Reality, Augmented Reality, Smart Home und Kryptowährungen gehört die Zukunft.

Dazu fällt mir noch das Zahlen mit Kreditkarten etc. ein. Es ist sicher eine gute Sache, nicht 40000 Euro für einen Autokauf in bar haben zu müssen, allerdings finde ich nicht, dass das Zahlen mit Bargeld abgeschafft werden sollte. Gerade jüngere, aber auch ältere Personen würden durch das bargeldlose System benachteiligt werden. Jüngere dadurch, dass sie den richtigen Umgang mit Geld nicht erlernen können, und Ältere dadurch, dass sie sich im System nicht auskennen. Und bar gibt man Geld viel bewusster aus, man denkt viel mehr darüber nach, was man sich mit dem Geld, welches noch in der Geldbörse ist, machen soll. Mit der Karte denkt man da nicht so sehr nach, man merkt nicht wirklich, ob man jetzt 10 oder 100 Euro ausgibt.

Außerdem: Was macht man bei einem Stromausfall? Oder bei einem Absturz des Kartenzahlungssystem? Das hatten wir bei uns letzten Hochsommer an einem Sonntag, da hat NICHTS mehr funktioniert, man konnte nur noch bar zahlen.

Wie weit geht das noch?

Das kann man zwar schwer voraussagen, aber nachdem man damals gedacht hat, es würde Zukunft, High-Tech, modern und Science Fiction sein, wenn es endlich einen Computer gibt, der in einen Raum passt, heutzutage passt ein Computer ja fast in eine Mandel. Und ich kann mir noch immer schwer vorstellen, wie man es damals geschafft hat, zum Mond zu fliegen, da der Bordcomputer ja um einiges weniger Leistung hatte, als ein schlechtes Handy heutzutage. Es ist einfach unglaublich, dass man fast mit einem Haufen Schrott (nicht böse gemeint) zum Mond geflogen ist. Ich finde es schade, dass dieses Unterfangen aufgegeben wurde, wobei ja jetzt wieder eine chinesische Sonde "Chang´e 4" auf die Rückseite des Mondes geflogen ist, die einiges kälter als erwartet war.

Was glaubt ihr, wie wird die Zukunft aussehen?

Also in Zukunft kann es da alles geben, ich finde es allerdings schade, dass in diesem Jahrhundert kaum noch Teleportation möglich sein wird. Es gibt sehr viele Zukunftsvorstellungen, es soll ja in Zähne implantierbare Handys geben, die die Stimme bei Telefonaten durch Schwingungen am Kiefer aufzeichnen. Ob das mit der Strahlung gesund für den menschlichen Körper ist, das sei infrage gestellt. Auch gibt es Vorstellungen, auf dem Mond zu leben, einen Aufzug zum Mond zu bauen, im Ozean Städte zu bauen, Menschen zu klonen (hat sogar jemand unerlaubter Weise gemacht)...

Und welche Zukunft wünscht ihr euch?

In Zukunft würde ich mich sicher über Teleportation, oder zumindest über den Hyperloop, eine moderne Idee des Visionärs Elon Musk freuen. Die geplante Swissmetro in der Schweiz wurde leider aufgegeben, vielleicht kann man das Projekt ja wieder ins Leben rufen.

Welche Technik nutzt ihr in eurem Alltag und wie gut kommt ihr damit zurecht? Habt ihr beispielsweise Probleme mit Druckern?

Ich nutze:

  • Wecker (komme sehr gut zurecht)
  • Lichttaster mit Lampe (komme sehr gut zurecht)
  • Backofen (komme sehr gut zurecht)
  • Toaster (komme sehr gut zurecht)
  • Wasserkocher (komme sehr gut zurecht)
  • Handy (komme gut zurecht)
  • Fahrradcomputer (der nur schlecht funktioniert 😏; komme ansonsten gut zurecht)
  • Verkehrsampeltechnik und dessen Algorithmen (komme sehr gut zurecht)
  • elektronischer Live-Haltestellenanzeigen (komme gut zurecht, manchmal Funkstörung)
  • Bankomat (komme sehr gut zurecht; manchmal gibt es Störungen)
  • Fahrscheinentwerter (komme gut zurecht, manchmal falsches Datum)
  • Haltewunschtaste (komme sehr gut zurecht, abgesehen davon, dass der Fahrer den Haltewunsch hin und wieder übersieht...)
  • BUS (Datenverarbeitungstechnik)
  • Snack- und Getränkeautomat (komme gut zurecht, Getränk oder Snack bleibt gerne im Automaten stecken, sehr nervig. Dann muss ich mich immer gegen den Automaten werfen xD.)
  • Personal Computer (komme sehr gut zurecht, manchmal Störung...)
  • Beamer mit Leinwand und Fernbedienung (komme mittelmäßig zurecht, hängt gerne)
  • Laserdrucker (komme gut zurecht, macht manchmal zicken... Ich fühle mich übrigens etwas veräppelt von den Firmen, weil mir schon seit einem Jahr angezeigt wird, dass der Toner leer ist, und ausgetauscht werden muss. Dies ist NICHT der Fall, der Toner funktioniert sehr gut!)
  • Programme auf dem PC:
  • MS Word (komme sehr gut zurecht, man muss nur manchmal das Programm etwas "austricksen" da ich das Programm zum Layouten verwende. Ich kann mich in kein anderes Layoutprogramm so eingewöhnen, wie ich will, das habe ich schon ausprobiert)
  • MS Excel (komme sehr gut zurecht)
  • MS PowerPoint (komme sehr gut zurecht)
  • MS OneNote (komme gut zurecht)
  • MS Publisher (komme gut zurecht)
  • MS Access (komme mittelmäßig zurecht)
  • MS Outlook (komme sehr gut zurecht)
  • Google Chrome (meine Favorit-Suchmaschine, listet mir Suchergebnisse am besten; komme sehr gut zurecht)
  • MS Edge (Zweite Suchmaschine, mag ich persönlich nicht so gerne, da andere Listung etc.; verwende ich aber manchmal, um zu vergleichen)
  • Adobe Illustrator (komme mittelmäßig bis gut zurecht)
  • Fusion360 Autodesk (komme mittelmäßig bis gut zurecht)
  • AutoCAD Autodesk (komme mittelmäßig bis sehr gut zurecht)
  • Windows Wetter (komme sehr gut zurecht)
  • und gutefrage.net (komme sehr gut zurecht=))
  • etc. Diese Liste lässt sich unendlich erweitern. Es ist eigentlich kaum möglich, einen Tag nicht mit irgendwelcher Technik zu verbringen, man hat so oder so eine Klingelanlage mit Freisprecheinrichtung, welche täglich genutzt wird, und man wird so oder so durch das Algorithmus-System einer Ampel geschleust.
Und wie leicht könnt ihr euch an neue Technologien anpassen – den Umgang mit ihnen lernen?

Nun ja, eigentlich kann ich mich mehr oder weniger gut an neue Technologien anpassen. Ich habe mich nur damals mit Händen und Füßen gegen den Markteinzug von Windows 10 gewehrt, weil ich so sehr an das Windows 7 Design gewöhnt war. Dadurch, dass aber so oder so Windows 10 auf allen Computern in der Schule, aber auch in der Uni, und letztendlich zuhause installiert wurde, habe ich mich in das Programm sehr gut eingewöhnt, sodass ich nun niemals zurück nach Windows 7 wechseln würde.

Was ich verrückt lustig finde, dass bei unseren Verkehrsbetrieben auf den Fahrerbildschirmen mit integriertem Fahrscheindrucker noch Windows XP (natürlich in der Firmenversion) benutzt wird.

Sollte besser alles so bleiben, wie es ist, oder seid ihr offen für weitere Veränderungen?

Ich bin offen für alles weitere, solange es nicht schlechter als jetzt ist.

Seht ihr Computer und Technik eher als Bereicherung an oder befürchtet ihr eine Art „digitale Demenz“, wie vom Hirnforscher Manfred Spitzer prognostiziert?

Für mich sehe ich das eher als Bereicherung an, es ist aber bei sehr vielen anderen Leuten, die Internet- und Spielesüchtig sind, und deswegen Nächte nicht schlafen, eher gefährlich.

Wie sieht es mit den Kindern aus?

Ich finde es erschreckend, wenn 9-jährige Kinder mit einem iPhone X herumlaufen. Grundsätzlich sollte man bei Kindern vor allem wegen der Entwicklungszeit sehr vorsichtig sein, besonders gesund ist die Strahlung nämlich nicht.

Ab wann sollte der erste Kontakt mit Technik erfolgen und wie viel ist vertretbar?

Mit Smartphones, Tablets und Co? Jedenfalls viel später, als es derzeit meist der Fall ist. Ich sehe oft zweijährige Kinder, die z. B. im Zug am Tablet Trickfilme schauen, während die Eltern am Handy oder am Computer arbeiten. Ein Tastenhandy würde ich ab 9 hergeben, ein Smartphone ab 12. Dabei muss aber auch geschaut werden, dass der Besitzer dieses Geräts nicht süchtig wird. Auf jeden Fall muss das Handy während der Nacht eingesammelt werden, da gerade im jüngeren Alter Schlafmangel nicht sehr gesund ist.

Sollte in Schulen im Unterricht mit Technik gearbeitet werden oder nicht? Sind Computer hilfreich oder eher hinderlich beim Lernen?

Also eigentlich wird meiner Meinung nach eh schon viel mit Technik gearbeitet, im Fach "Geometrisches Zeichnen" wird mit CAD-Programmen und Laptops gearbeitet, in Biologie und Geschichte wird sehr oft ein Film bzw. eine Doku angeschaut etc.

Auf jeden Fall würde ich es nicht begrüßen, wenn Tablets das Mathebuch ersetzen würden. Das ist dann schon zu viel Technik, so meine Meinung. Der Computer ist beim Lernen von Sachen eher nicht hilfreich, da man dadurch schnell auf die Idee kommt, noch schnell die Nachrichten zu checken, und so das Lernen aufschiebt. Wenn man allerdings noch schnell Vokabeln wiederholen muss, nehme zumindest ich gerne ein Online-Vokabel-Trainingsprogramm in Anspruch, da durch die KI automatisch sortiert wird, was man kann, und was nicht.

Führt das Internet zur Vereinsamung und sozialer Isolation oder sogar zur mehr Selbstbewusstsein und mehr Extrovertiertheit – zu einer Art neuen „Greatest Generation“ wie es Joel Stein vom „Time Magazine“ nennt?

Es ist beides, würde ich sagen. Es ist wie beim Lotto: Die einen werden reich, die anderen werden arm.

Welche Gefahren seht ihr in der stetigen Ausbreitung der Technik und welche langfristigen Konsequenzen befürchtet ihr?

Ich finde es auf jeden Fall doof, dass Unternehmen wie Google und wer auch immer mich rund um die Uhr beobachtet. Man weiß, was ich gerade mache, und was nicht, man hat immer weniger Privatsphäre. Das finde ich nicht gerade erfreulich. Langfristige Konsequenzen? Die Leute verbringen weniger Zeit draußen, in der Natur, gehen weniger Schifahren, gehen weniger Wandern, etc.

Durch den Online-Handel (Stichwort amazon und ebay) werden viele lokale Geschäfte benachteiligt, da es im Internet meist billiger ist. Dadurch müssen leider viele Traditionsgeschäfte zusperren. Ein gutes Beispiel hierfür sind Buchhandlungen. Gerade wurde bei uns eine Buchhandlung dauerhaft zugesperrt, weil diese mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen hatte.

Es gibt aber auch verrückte Sachen, wie die Sache mi Navigationsgeräten. Da wird man mitten in die Pampa geführt, obwohl man eigentlich nur zur nächsten Bäckerei wollte.

Ist sogar mit einer „Verblödung“ der Gesellschaft, wie es Manfred Spitzer nennt, zu rechnen? Oder werden letzten Endes doch die Vorteile überwiegen?

Eine Verblödung der Gesellschaft, zumindest eines Teils davon, ist meiner Meinung nach schon da. Ich habe oft mit Smartphone-Zombies zu kämpfen, die der Meinung sind, der baulich abgetrennte Radweg sei ein Fuß- (Smartphone)weg. Meist hören diese noch nicht mal Hupen, Klingeln, oder Sonstiges, weil sie gerade Kopfhörer mit lauter Musik anhaben.

Offene Frage
Lasst alles raus, was euch zu dem Thema einfällt! Ich habe die Frage bewusst sehr offen gehalten, um eine belebte Diskussion zu ermöglichen. Ich freue mich auf verschiedenste Standpunkte, Meinungen, Erfahrungsberichte und Prognosen. Eure Antworten können sich gerne auf diverse Bereiche und Ebenen des alltäglichen Lebens beziehen.

Das habe ich bereits :-D.

Entschuldigt mich bitte für die lange Antwort.

Einen schönen Restnachmittag wünsche ich euch allen und grüße herzlich aus Salzburg!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Jetzt fällt mir gerade auf, dass die Bilder gar nicht abgesendet wurden :-/

Hier der Link zum 1. Bild: https://ibb.co/41nt6vn

Für die anderen Bilder bitte auf "Quelle" klicken, danke!

LG

Auch eine sehr gute Antwort, danke, LG.

Vielen Dank für Deine sehr ausführliche und detaillierte Antwort! :-)

Am meisten stört es mich an Computern, wenn der Lüfter aufdrehen muss, und dadurch laut wird.

Aus diesem Grund setze ich mittlerweile nur noch auf leise be quiet!-Lüfter. Manchmal lasse ich meinen Computer an, weil auf diesem bestimmte Berechnungen durchgeführt werden. Es ist gut, wenn die Lüfter nicht lauter als das Ticken einer Uhr sind. Es ist schade, dass bei Fertig-PCs sehr häufig an Lüftern und Netzteil gespart wird.

Und die Smartphones sind zwar praktisch und gut, aber viele "missbrauchen" den eigentlichen Zweck des Smartphones, und sind dadurch ständig daran gebunden, weil sie beispielsweise unbedingt JETZT diese Nachricht lesen müssen, JETZT dieses Video anschauen müssen, und JETZT das neue Level in einem Spiel erreichen müssen.

Ja, das ist wirklich problematisch. Einige entsperren ihr Handy 100-mal am Tag. Meistens so für 2-3 Minuten und das über den ganzen Tag verteilt. Dadurch ergibt sich im Prinzip eine dauerhafte Nutzung. Ich finde den „Bitte nicht stören“-Modus ganz gut. Damit kann man diesem „Zwang“ entgegensteuern, wenn man es nicht anders hinbekommt.

Es gibt ja inzwischen sogar "Smartphone-Wege":

Ja, das finde ich ziemlich schockierend. Ich meine, früher hat man auch nicht während des Gehens Bücher oder Zeitung gelesen...

LED-Streifen an einer niederländischen Ampel für Smartphone-Nutzer...

Sehr interessant, das kannte ich noch gar nicht! Es ist erstaunlich, wie wenig einige auf ihre Umgebung achten, dass man schon solche Maßnahmen ergreifen muss.

Dazu fällt mir noch das Zahlen mit Kreditkarten etc. ein. Es ist sicher eine gute Sache, nicht 40000 Euro für einen Autokauf in bar haben zu müssen, allerdings finde ich nicht, dass das Zahlen mit Bargeld abgeschafft werden sollte.

In Deutschland sieht es auch noch nicht danach aus. In den USA haben sich Kreditkarten mittlerweile schon ziemlich weit durchgesetzt. Die Unterschiede sind schon ziemlich interessant.

Also in Zukunft kann es da alles geben, ich finde es allerdings schade, dass in diesem Jahrhundert kaum noch Teleportation möglich sein wird.

Von Menschen und größeren Objekten nicht, aber ansonsten ist Teleportation durchaus schon gelungen: https://www4.uni-jena.de/Forschungsmeldungen/FM160304_Teleportation.html

Bestimmt wird sich auch in diesem Bereich noch einiges tun.

[...] oder zumindest über den Hyperloop, eine moderne Idee des Visionärs Elon Musk freuen.

Finde ich auf jeden Fall auch sehr interessant.

Ich nutze:

Sehr interessante Liste!

Auf jeden Fall würde ich es nicht begrüßen, wenn Tablets das Mathebuch ersetzen würden.

Dafür können Tablets den Mathematikunterricht sehr sinnvoll erweitern. Beispielsweise bei dreidimensionaler Geometrie ist es sehr hilfreich, das vor sich zu haben. So kann man es sich viel besser vorstellen und besser nachvollziehen. GeoGebra kann beispielsweise noch mehr als ein herkömmlicher GTR oder CAS.

Ich finde es auf jeden Fall doof, dass Unternehmen wie Google und wer auch immer mich rund um die Uhr beobachtet.

Da hilft es nur, auf Alternativen zu setzen.

Durch den Online-Handel (Stichwort amazon und ebay) werden viele lokale Geschäfte benachteiligt, da es im Internet meist billiger ist.

Amazon ist mittlerweile sogar mehr als nur als ein Online-Händler. Eine sehr interessante Dokumentation dazu: https://kattascha.de/allmacht-amazon-doku-im-wdr/

Es gibt aber auch verrückte Sachen, wie die Sache mi Navigationsgeräten. Da wird man mitten in die Pampa geführt, obwohl man eigentlich nur zur nächsten Bäckerei wollte.

Habe ich in Spanien erlebt. Das Navi wollte mich immer in die Einbahnstraße von der falschen Seite führen... Manchmal muss man den Weg doch selbst finden.

Entschuldigt mich bitte für die lange Antwort.

Du brauchst Dich nicht dafür entschuldigen. Ich finde Deine Antwort wirklich sehr gut. Sie beleuchtet ziemlich viele Aspekte und regt zum Nachdenken an. Vielen Dank dafür!

Dir wünsche ich noch einen schönen Abend! :-)

@tavkomann

Danke für das Lob!

Dafür können Tablets den Mathematikunterricht sehr sinnvoll erweitern. Beispielsweise bei dreidimensionaler Geometrie ist es sehr hilfreich, das vor sich zu haben. So kann man es sich viel besser vorstellen und besser nachvollziehen. GeoGebra kann beispielsweise noch mehr als ein herkömmlicher GTR oder CAS.

So habe ich das nicht gemeint, wir haben ja selber teilweise Matheunterricht mit GeoGebra. Allerdings gehen wir dann dafür zum EDV-Raum. Im Klassenzimmer selber, wenn wir nicht gerade Geometrie machen, finde ich es jedoch besser, wenn man Aufgaben von einem Buch macht, als von einem Tablet oder Ähnlichem. So viel Altmode muss sein, dass man nicht die ganze Zeit elektronische Geräte benutzen muss.

LG und einen schönen Tag wünsche ich dir!

@CHSLB

Ich meine ja nicht, dass man Aufgaben damit lösen soll. Es sollte unterstützend sein. Vor allem bei dreidimensionalen Gebilden finde ich, dass eine Darstellung, die man auch drehen kann, hilfreich ist, um sich das besser vorstellen zu können. Permanent sollte das natürlich nicht genutzt werden, aber ab und zu schon. Die Lösung sollte aber so oder so auf Papier erfolgen.

Eine excellente und sehr ausführliche Antwort! Liebe Grüße

Guten Morgen Tavko, guten Morgen allen anderen!

@Tavko: Wolltest du verhindern, dass jemand diesen kommerzialisierten Tag für eine Frage nutzt die ins romantische hineingeht? Oder warum so punktgenau um 822? :-D.

So Computer und Technik - Assoziationen und Gedanken - da habe ich 100te zu - ich schreib die mal alle erst mal auf - als brainstorming - und versuche es danach zu ordnen: Information, Enten, Bilder, Kommunikation, Spiele, Schreiben, Überforderung, Glaubenskrieg, Polemik, Frust, Zeitverlust, Zeitersparnis, Arbeitserleichterung, KI, Schönheit/Spaß, Verlust von Realität, Jobverluste, Aktualität, Angriffe, Verblödung, Zugriff, Musik, Verbreitung, Unsicherheit, Risiken, Dämlichkeiten, Hardware, Software, Flexibilität, Unflexibilität

So, jetzt Drösel ich die einzelnen Punkte mal ein bisschen auf.

Ich würde sagen, im Wesentlichen fing alles mit der Dampfmaschine an und seitdem geht die Entwicklung so rasant vor sich, dass es leider immer wieder Menschen gibt, die dabei auf der Strecke bleiben. Die der Flut von Entwicklungen nicht stand halten können, die völlig überfordert sind. So wie viele alte Rentner Geldautomaten nicht nutzen "können" - und deswegen in arge Bedrängnis kommen. Geschweigedenn Internetbanking. So kommt es, dass meine Oma mich genervt ansieht, weil jede fünfte Frage, wie ich denn etwas tun würde, beantwortet wird mit: Internet. "Dieses Internet, päh". Oder das es dazu kommt, das meine Mutter mich anruft, weil sie ein Problem mit ihrem Computer hat - oder mein Vater, der nun überhaupt nicht mit seinem klar kommt (wie oft ich ihm schon erklären musste, dass er nicht natürlich nicht in seine Emails kommt, wenn er in der Adressleiste des Browsers seine emailadresse reinschreibt... Oder wie oft ich schon mit dem Kopf auf die Tischplatte hauen wollte, weil er sich ebenso strikt wehrt, einfach den bereits installieren und eingerichteten Thunderbird zu benutzen - um genau dieses Problem zu umgehen - oder wie oft ich mir schon anhören musste, ich hätte es kaputt gemacht, er fände nichts mehr - etwa weil ich ein harmloses Update habe laufen lassen und sich ein Icon deswegen verändert hat), oder auf der einen Seite, fragt er mich nach seinem Passwort, dann fällt ihm auf, dass ich, wenn ich es weiß, ja auch an seine Mails rankäme - natürlich komme ich da ran, ich lösche auch regelmäßig alle 2 Monate seinen kompletten Spam... - das schafft auf beiden Seiten viel Frust - er ist überfordert mit der Technik, ich mit ihm.

So zur Nutzung von Technik. Man kann damit großartige Sachen machen - das hat allerdings Vor- und Nachteile. Vorteile liegen auf der Hand - die Technik kann Arbeiten übernehmen, kann die Arbeit enorm ersparen - so genau, wie die Technik zum Teil arbeitet - könnten es Menschen gar nicht. Es geht deutlich schneller. Heute kann man ein Werkstück einfach mit Hilfe von Technik "drucken" anstatt es mühsam per Hand herzustellen. Gefährliche Aufgaben können Maschinen übernehmen. Ich kann zur Uni gehen und gleichzeitig wird meine Wohnung gesaugt, mein Geschirr gespült und meine Wäsche gewaschen - awesome! Ich könnte theoretisch sogar dafür sorgen, das mein Backofen das Essen fertig hat, sobald ich zu Hause ankomme - wie geil! Damit verbunden sind aber auch Nachteile. Etwa das mein Staubsaugroboter Daten zu meiner Wohnung sammeln und an eine Firma schicken kann - das ich das auch im Zweifel überhaupt nicht unter Kontrolle habe. Nachteil ist auch - das Jobs wegfallen - weil Roboter und Co. sie erledigen und Leute deswegen arbeitslos werden (was ansich sogar gut wäre - weil mehr Zeit für die schönen Dinge und Erfindungen und Wissenschaft - aber nicht in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem.) Es hat auch den Nachteil, dass man sich zunehmend drauf verlässt - es bricht totales Chaos aus, wenn es plötzlich nicht mehr funktioniert. Kühlschrank kaputt - großer Mist - vor 200 Jahren gabs noch Strategien, heute haben die Leute sie ohne nicht mehr... ect.

So wichtigster Schritt der Technik war in den letzten 100 Jahren sicherlich das INTERNET. Was geht heute noch ohne? Was wären wir ohne? Internet ist soooo unglaublich vielseitig und sinnvoll nutzbar. Man kann damit einkaufen, Bankgeschäfte erledigen und als wichtigstes: man ist damit verbunden. Verbunden mit Menschen. Man kann also Informationen tauschen - leider auch Fehlinformationen, man kann miteinander darüber reden und das sofort - obwohl der eine in Japan sitzt, der andere in Deutschland und der dritte in Columbien. Noch nie war es so einfach mit Leuten in Kontakt zu kommen, Informationen zu sammeln ect - und noch nie war es so einfach dabei einsam zu sein. Du kannst in einem Raum sein mit 100 anderen Leute und doch völlig alleine, weil alle auf ihre Geräte schauen und verlernt haben mit Menschen zu reden. Du kannst 100 "Freunde" und dabei keinen einzigen der dich mal in den Arm nehmen kann. Du kannst nur weil du nicht die richtigen Geräte ausgeschlossen werden von Parties ect - weil dir einfach niemand sagt, dass sie stattfinden - weil jeder, außer du, Whatsapp dafür benutzt. ect. Du kannst dich in der Datenflut des Internets völlig verlieren. Du kannst auf Fehlinformationen hereinfallen.

Ich weiß nicht, ob es Studien dazu gibt, aber ich vermute noch nie gab es so viele ausgelebte Sozialphobien, wie heute, weil man die echten Sozialkontakte vermeiden kann - und sich dabei völlig kaputt macht...

Man sieht die Welt vor lauter Internetwelten vielleicht irgendwann nicht mehr.

Wie oft ich schon Leuten ihr Dreckssmartphone in den nächsten Bach werfen wollte - weil sie in einer wunderschönen Welt, mit Blumen, Vögeln und co, NICHTS mitbekommen... Vermutlich weil sie gerade Bilder von Blumen googeln. Und Vogelgeräusche auf youtube suchen. Tatsächlich stand ich schon an einem Denkmal und mir hat jemand vom Smartphone Informationen vorgelesen - und mir erzählt, das ich deswegen eines bräuchte, weil es ja so nützlich wäre (ich verweigere mich absichtlich diesen Dingern), und nicht ein Mal das Denkmal selber angesehen, sonst hätte er nämlich bemerkt, das einen Meter vor mir eine Hinweistafel gestanden hat - mit exakt den selben Informationen. Sowas ist doch krank. Man schaut sich lieber das Denkmal auf Photos im Netz an, obwohl man doch direkt davor steht? Man schreibt lieber auf Facebook "cool Schnee! virtuelle Schneemann bauen!!!" anstatt auch wirklich draußen im Schnee einen echten zu bauen... Sowas macht mich traurig. Aber wenn man das sagt, wird man auch noch beschimpft, als altmodisch, technikfeindlich und dumm. Ich saß auch schon in einem Raum, in denen sich fünf Leute unterhalten haben - im Chat - anstatt einfach mal den Mund aufzumachen - und ihnen ist die Absurdität dessen nicht mal aufgefallen.

Es hat also immer beide Seite - auf der einen Seite, das man alles bekommen kann, auf der anderen Seite, dass dadurch in der analogen Realität Möglichkeiten verloren gehen. Etwa der Laden für Gemischwaren - weil es Amazon gibt.

So Computer ansich haben ja aber nicht nur den Nutzen Internet - man kann auch anderes mit ihnen machen. Ich hätte zum Beispiel keine Lust, meine Geschichten auf einer Schreibmaschine zu tippen und per Hand - sieht man nicht durch! - am PC kann ich es löschen, verändern, Worte einfügen, Sätze komplett umschreiben, mir die groben Rechtschreibfehler anzeigen lassen, mal eben ein Synonym suchen und und und - und ich kann es hübsch machen, sodass es sich lohnt es zu drucken... Oder eine Hausarbeit in Sekunden zu meinem Prof schicken, oder an eine Freundin zum Korrekturlesen.

So, bevor es wieder von einer Novelle zu einem Roman wird, will ich noch ein letztes Thema aufgreifen - nämlich die Glaubenskriege. Die nämlich zwischen Linuxusern und Windoofsuser und Angekauten-Apfel-Menschen - wie man an den Bezeichnungen sieht - ich bin da voll drin und habe eine klare Position. Manchmal ist es sehr erheiternd diesen Konflikt zu führen - meistens nicht.

So, bevor aus dieser Novelle ein Roman wird,

wünsche ich allen noch einen schönen Tag - und vergesst über das Internet nicht die Welt ;-) - damit ihr das hinbekommt: "sudo shutdown -P now"

LG guitschee.

Lies mal unser Gequatsche unter meiner Antwort. Der Valentinstag hat gesiegt...

@Chumacera

Furchtbar. Aber ehrlich gesagt, nicht unerwartet. War klar.

Guten Morgen und vielen Dank für die sehr ausführliche, fundierte und interessante Antwort!

Wolltest du verhindern, dass jemand diesen kommerzialisierten Tag für eine Frage nutzt die ins romantische hineingeht?

Habe zufälligerweise heute Zeit :-) Ehrlich gesagt, habe ich aus den Augen verloren, dass heute Valentinstag ist... :D

Sehr interessante Herangehensweise mit dem Brainstorming für eine Antwort bei gutefrage!

Internet. "Dieses Internet, päh".

Haha, das ist bei meiner Oma genauso :)

[...] das schafft auf beiden Seiten viel Frust - er ist überfordert mit der Technik, ich mit ihm.

Sehr interessant – kommt mir bekannt vor.

Ich kann zur Uni gehen und gleichzeitig wird meine Wohnung gesaugt, mein Geschirr gespült und meine Wäsche gewaschen - awesome! Ich könnte theoretisch sogar dafür sorgen, das mein Backofen das Essen fertig hat, sobald ich zu Hause ankomme - wie geil! 

Wirklich wunderbar :D

Wie oft ich schon Leuten ihr Dreckssmartphone in den nächsten Bach werfen wollte - weil sie in einer wunderschönen Welt, mit Blumen, Vögeln und co, NICHTS mitbekommen...

Es ist schon traurig, dass es mittlerweile sogar wohl separate Smartphone-Gehwege gibt... Bald wird man überall nur noch „Smombies“ auf den Straßen sehen.

Aber wenn man das sagt, wird man auch noch beschimpft, als altmodisch, technikfeindlich und dumm.

Ja, das ist wirklich traurig.

Die nämlich zwischen Linuxusern und Windoofsuser und Angekauten-Apfel-Menschen - wie man an den Bezeichnungen sieht - ich bin da voll drin und habe eine klare Position.

Wir haben die selbe Position, wie du an meinem Profilbild erkennen kannst :-)
Letztendlich ist eine sachliche Diskussion mit Argumenten durchaus sinnvoll, aber oftmals werden, z. B. über Linux-Systeme, nur Vorurteile verbreitet, die heute gar nicht mehr gültig sind. An einer solchen Diskussion ohne jegliche Grundlage bin ich nicht interessiert. Letztendlich muss jeder selbst sehen, was er oder sie nutzt. Vielleicht ist es sogar besser, wenn GNU/Linux nicht zum Massenprodukt wird.

Einen schönen Donnerstag noch :-)

@tavkomann
Habe zufälligerweise heute Zeit :-) Ehrlich gesagt, habe ich aus den Augen verloren, dass heute Valentinstag ist... :D

Wie du bemerkst - es sind dir mindestens zwei Leute dankbar dafür :-D.

Ohne Brainstorming hätte ich mich sicherlich in diesem Thema völlig verloren und keinerlei Faden gehabt - selbst so, ist es ja eigentlich schon so. Ich hätte auch noch 1000 Sachen mehr reinbringen können - das Thema ist einfach mega umfrangreich.

So, ich wünsche dir auch einen wunderschönen Donnerstag.

Ein Computer kann Menschen komplett verändern!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Donnerstag und grüßt dich herzlich aus Wien.

@Fredlowsky

Stimmt lieber Fred und anstatt dann wenn die KI kommt, mehr Zeit zu haben, werden die Anforderungen noch höher, weil man kann ja in noch kürzerer Zeit noch mehr machen und die Menschen werden mehr und mehr dem Computer angepasst, LG.

Eine wahnsinns und sehr gute Antwort, Hut ab und genau richtig erkannt. Das habe ich nur ansatzweise so hinbekommen. Wenn zukünftig Generationen Krieg miteinander führen, brauchen sie nur gegenseitig die Energievesorgung zu kappen und Nichts geht mehr.

Vielleicht werden Kriege ja auch unblutiger ausfallen, weil es reine Materialschlachten werden und irgendwann werden sie Kriege um sauberes Wasser führen.

An vielen Stellen (Denkmal) gibt es auch schon diese Stelen mit den Codes die um an Infos zu kommen, mit dem Smartphone einzuscannen sind. Und wenn es ausschließlich das gibt bzw. man irgendwann nur noch mit diesen Dingern bezahlen kann, wirst auch du gezwungen werden, dir eines anzuschaffen - und ich, denn ich habe auch noch keines.

Und great brother.... ist heute ja bereits sowas von überholt. Hab aber dennoch heute einen schönen Abend, LG.

Prolog

Mit 8 bekam ich meine erste Konsole (PS2), mit der ich bis heute noch spiele. Der erste PC kam so gegen 9. Ich beschäftigte mich einen Tag lang damit, 6 Monate später war er weg. Von 10-14 hatte ich ein Tastentelefon (Sony Ericsson), ab 12 einen PC (Windows XP) und mit 14 gab es das erste Smartphone (iPhone 4), zu der Zeit stieg auch mein Interesse an Technik an - heute bin ich selbständiger Entwickler.

Gedanken

Technik ist wundervoll. Sie dient als Unterhaltungsmedium und als Hilfsmittel im Alltag. Doch habe ich das Gefühl, dass die Menschheit noch lange nicht bereit dafür zu sein scheint. Technik scheint für manche mehr und mehr das reale Leben zu ersetzen, das Hier und Jetzt existiert nicht mehr, einzig und allein der digital-soziale Status zählt. Tagtäglich sehe ich Menschen, die vertieft in ihre Smartphones blicken, während der Nachwuchs angeleint um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern jault.

Ich sehe das Problem an folgenden Stellen: Politik, Bildung und Mensch.

Die Politik befindet sich auf einem Aktualitätsniveau früherer Jahrhunderte. Statt die Gesetze anzupassen, den Fortschritt zu fördern und einen Schritt in Richtung Realität zu wagen um auf die Zukunft zu schauen, werden Zeit und Geld mit vollkommen banalen und überflüssigen Angelegenheiten verschwendet. Pornofilter, Vorratsdatenspeicherung, Steuererleicherungen, Mauerbau, Tempolimiterhörung (aktuelles Thema in Österreich)... das wird von Tag zu Tag absurder.

Die Bildung soll unsere Nachfahren auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten. Geräte wie Beamer, Computer, Tablets usw. wären dem dienlich, doch auch hier versagt die Politik durch fehlende Finanzierung, denn nicht jede Schule kann sich dies leisten.

Der Mensch, ein jeder von uns, könnte diesen Umstand mit Leichtigkeit aufheben, doch zu gern verfällt er seiner Lust und Begierde zur digitalen Welt. Kommt ein Problem auf, so flüchtet er direkt ins Internet und überlässt das Lösen den anderen, die sich ihren Aufmerksamkeitsmangel vortäuschend befriedigen. Stattdessen könnte er zumindest den Versuch wagen, diese Herausforderung zu meistern. Dies könnte nicht nur Freude bereiten, sondern auch zukünftige Herausforderungen erleichtern - schließlich wird so das Gehirn trainiert und verkümmert weniger.

Früher war es der Fernseher, heutzutage ist es das Smartphone/Tablet, damit die Kleinsten abgelenkt sind und die Eltern ihre Ruhe haben. Da liegt es einerseits an den Eltern, andererseits aber auch an der Schule, den Kindern beizubringen, wie man mit Technologie umzugehen hat.

Die Konsequenzen gehen von kaputten Geräten, über selbstaufgenommene Nacktbilder zu hohen Rechnungen dank Freemium-Spielen uvm. Woran denkt die Politik? Keinesfalls an Aufklärung - Verbote, Verbote, Verbote - das können unsere Politiker.

Sobald die üblichen Grundlagen (Lesen, Schreiben u.ä.) sitzen, sollte eine anfängliche Konfrontation mit Technik begonnen werden, wobei der Fokus viel eher auf dem Verständnis beruhen sollte, falls das in diesem Alter überhaupt möglich ist. Eine tiefere Integration wäre ab der 5ten Schulstufe denkbar. Wie man Programme bedient kann jeder durch Übung selbst herausfinden, doch das richtige Verwenden einer Suchmaschine kann öfter mal Schwierigkeiten bereiten - eine logische Herangehensweise würde dahingehend auch das Gehirn schulen.

All diese negativen Aspekte nutzen die Medien natürlich aus, um den gerade erst im Internet gestrandeten Menschen festzunageln oder sogar noch weiter ins Ungewisse zu ziehen.

Technik

Was mich hauptsächlich an Technik stört, sind die ganzen proprietären Systeme und deren Hersteller, die sich wehement weigern, Schnittstellen zur Verfügung zu stellen.

Ein paar Beispiele: Kommunikation zwischen Desktop- und mobilen Betriebssystemen. Crossplay zwischen unterschiedlichen Spielsystemen. Möglichkeit der Migration von einem System auf das andere - sei es ein OS, Webdienst oder sonstige Art von Software - von Windows auf Linux, Facebook zu Google+, oder sogar die Übertragung des Spielstandes vom Vorgänger auf den nächsten Spiele-Titel.

Die Installation von Programmen auf Windows ist ein Graus. Bei Linux/MacOS läuft dies schön über diverse Package Manager, bei Windows gibt's leider nur Chocolatey. Ich möchte nicht, dass Programme überall ihre Daten verstreuen und durch einen Fehler in der Registry plötzlich nicht mehr funktionieren. Stattdessen sollen sie ihren zugewiesenen Platz haben und sich damit begnügen.

Spiele werden heutzutage mehr und mehr rein digital vermarktet und sind an gewisse Plattformen gebunden - warum? Warum gibt es keine Lösung, die mich nicht daran bindet, sodass ich das Spiel über jede Plattform, trotz einmaligem Kauf, nutzen kann? Denn, wenn die Plattform schließt, ist auch mein Spiel weg. Ich möchte nicht 5 verschiedene Dienste nutzen, weil sich ein Entwickler dazu entschlossen hat, aufgrund besserer Konditionen nur auf einer Plattform vertreten zu sein.

Warum muss ich bei jeder neuen Plattform immer und immer wieder meine Daten angeben? Ich möchte sie einmalig eintragen und gewissen Plattformen Rechte erteilen, auf bestimmte Daten Zugriff zu erhalten, vollkommen unabhängig vom verwendeten System oder Gerät. Auf meinen PCs sind nur mehr die Programme installiert, die keine Alternative bieten, alles andere läuft über das Web.

Wo kann ich meine privaten Daten lagern, ohne dass Dritte Einsicht haben, sie jedoch überall durch mich erreichbar sind? Ein USB-Stick, den ich durchgehend bei mir trage, scheint die einzige Alternative zu sein, wobei ich befürchte, dass er aufgrund der Hitzeentwicklung demnächst in Flammen aufgeht.

Ich habe seit 8 Jahren den selben Drucker, dabei bin ich mir nicht sicher, ob es an seinem Alter, Windows oder an mir liegt, jedenfalls scheint es mir nicht so, als wäre das Drucken - aus Software-Sicht - eine bequeme Angelegenheit.

Schlusswort

Technischer Fortschritt ist eine feine Sache, doch bin ich der Meinung, dass alles ruhig etwas offenner untereinander agieren könnte und sollte. Bei gewissen Neuigkeiten verspüre ich tatsächlich noch eine Euphorie, doch auch sie scheint mehr und mehr zu vergehen. Mit meiner Arbeit versuche ich zumindest - für mich - Hoffnung zu schüren, doch bin ich ungewiss, ob die Zukunft eine Kehrtwende für die Menschheit bereithält.

PS: Lang ist's her, dass ich einen längeren Text geschrieben habe, es wirrten viele verschiedene Gedanken umher, manch einer könnte dabei untergegangen sein. Hoffentlich war's keine Themenverfehlung, wie damals in der Schule beim Schreiben des Zeitungsberichtes.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort!

Woran denkt die Politik? Keinesfalls an Aufklärung - Verbote, Verbote, Verbote - das können unsere Politiker.

Sobald die üblichen Grundlagen (Lesen, Schreiben u.ä.) sitzen, sollte eine anfängliche Konfrontation mit Technik begonnen werden, wobei der Fokus viel eher auf dem Verständnis beruhen sollte, falls das in diesem Alter überhaupt möglich ist.

Du bringst es auf den Punkt!

Was mich hauptsächlich an Technik stört, sind die ganzen proprietären Systeme und deren Hersteller, die sich wehement weigern, Schnittstellen zur Verfügung zu stellen.

Das sehe ich auch so.

Warum muss ich bei jeder neuen Plattform immer und immer wieder meine Daten angeben? Ich möchte sie einmalig eintragen und gewissen Plattformen Rechte erteilen, auf bestimmte Daten Zugriff zu erhalten, vollkommen unabhängig vom verwendeten System oder Gerät. 

Das ist eine interessante Überlegung.

Hoffentlich war's keine Themenverfehlung, wie damals in der Schule beim Schreiben des Zeitungsberichtes.

Auf keinen Fall, Deine Antwort trifft das Thema perfekt! Vielen Dank dafür :-)

Guten Morgen Tavko und allen anderen auch :-)

Für mich ist klar, dass die IT Technik ein Segen ist !

Es gibt auch abseits von Heimcomputer und Smartphones viele Bereiche der Gesellschaft wo Computertechnik unerlässlich ist und viele Vorteile und Verbesserungen bietet.

In der Medizin rettet ihr Einsatz Leben, in Wissenschaft ermöglicht sie manche Dinge erheblich schneller zu berechnen, in der Gesellschaft schafft sie viele Arbeitsplätze und ganze Berufszweige die ohne Computertechnik nicht möglich wären.

Was nun das häusliche Umfeld betrifft so erleichtern Computer und Smartphones das tägliche Leben doch erheblich indem sie unter anderem z.b.

  • eine einfache Möglichkeit bieten Dinge korrigierbar zu schreiben
  • einem Zugang zu vielen Informationen bieten
  • einem die Kommunikation mit anderen Menschen erleichtern, sei es durch Email, Chat oder Videotelefonie
  • einem ermöglichen Angelegenheiten des täglichen Lebens bequem von zuhause auszuführen z.b. Anmeldungen, Geldgeschäfte, Behördengänge, Kommunikation mit Firmen
  • Einem viele Formen von Unterhaltung bieten angefangen bei Medien abseits von Radio oder Fernsehsendern über die Möglichkeiten des Internets bis hin zu zahlreichen Formen des Gamings

Zudem sind Computer auch ein beeindruckendes Stück Technik und es kann manch einem viel Spaß machen damit umzugehen bzw daran zu basteln.

Wie die Zukunft aussehen wird ?

Das ist in so einer recht wandelbaren Industrie schwer vorauszusagen. Es gibt viele Dinge die möglich und auch sinnvoll wären jedoch hängt es auch viel an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren was sich letztendlich durchsetzt.

Ich denke aber, dass sich im Bereich KI und autonome Computersysteme einiges tun wird vor allem bei Fahrzeugen aber auch bei Smartsystem wie z.b. Steuerungssystem für die Wohnung.

Leider sehe ich auch den Trend Datenspeicherung privater Daten auf cloudbasierte Speichersysteme auszulagern und Gefahren für das bekannte Internet wie z.b. den geplanten und viel umstrittenen Artikel 13 der EU Urheberrechtsrichtlinie.

Was ich mir für die Zukunft wünschen würde ?

Vor allem wünsche ich mir, dass die Entmündigung von Anwendern auf deren eigenen Geräten zulasten erfahrener Anwender aufhört. Meine lokale Hardware ist mein Eigentum entsprechend möchte ich auch bestimmen können was ich dort ausführe.

Zudem wünsche ich mir, dass die Gängelung ehrlicher, zahlender Gamer zur Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen aufhört. Wenn ich schon Dinge wie Onlinezwang für Singleplayer Modi, Abschaffung lokaler Mehrspielermodi oder Regiolock höre, denke ich mir nur, dass die Herausgeber es scheinbar darauf anlegen ihre Kunde in die Arme der Raubkopierszene zu treiben.

Für mich ist die Gängelung ehrlicher Kunden genauso grob fahrlässig wie ein Auto offen stehen zu lassen und sich dann über Diebe zu beschweren.

Was Kinder betrifft !

Hier wünsche ich mir vor allem mehr und frühere Aufklärung in Hinblick auf die Technik aber vor allem in Hinblick auf die Chancen und Risiken, die die Nutzung vor allem für Kinder und Jugendliche bietet.

Unverantwortungsvoller Konsum kommt vor allem daher dass man es nicht anders kennt und nie richtig oder zu spät beigebracht bekommen hat.

Es ist leider momentan Realität,

  • dass viele Anwender sich unzureichend auskennen weil sie es nie vernünftig gelehrt bekamen und sich alles selbst beibringen mussten,
  • dass diese Kenntnisse aber oftmals verhindern könnten sich Schadsoftware einzufangen, Ransomware, Diebstahl von Bankdaten, Phishing etc,
  • dass das Internet fast unerlässlich ist um einige Angelegenheiten des täglichen Lebens auszuführen zu können,
  • dass einem viele gut bezahlte Jobs nicht offen stehen wenn man sich hier nicht gut genug auskennt,
  • dass Deutschland im IT Bereich den Anschluss verlieren könnte, wenn hier nicht mehr auf Bildung gesetzt wird,
  • dass viele Kinder und Jugendliche exzessiv Private Details für jeden sichtbar posten,
  • dass manche sich im Internet wie die Axt im Wald benehmen,
  • dass Rattenfänger unterwegs sind die Kinder im Internet für Salafismus oder Rechtsextremismus anwerben,
  • dass auch Sexualstraftäter unterwegs sind die versuchen Kinder zu treffen zu manipulieren,

und nicht zuletzt,

  • dass manche Kinder und Jugendliche sich dieser Punkte nicht einmal bewusst sind.

Insbesondere sehe eine Gefahr in Erwachsenen die Kinder und Jugendliche nicht aufklären wollen und sie stattdessen so lange wie möglich von Computertechnologie fernhalten wollen.

Man muss keine Kindergartenkinder an den Computer setzen aber wenn Eltern noch Schülern der Klassen 4-6 die Aufklärung verweigern grenzt das für mich an Kindeswohlgefährdung.

Deswegen sollte die Aufklärung meiner Meinung nach verpflichtend in den Schulen erfolgen und auch der Einsatz solcher Geräte sollte im Unterricht geübt werden notfalls mit Geräten, die von der Schule gestellt werden.

Dafür wird es selbstverständlich auch nötig sein den Schulen entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

LG

Darkmalvet

Vielen Dank für Deine Antwort!

Leider sehe ich auch den Trend Datenspeicherung privater Daten auf cloudbasierte Speichersysteme auszulagern [...]

Ja, das sehe ich auch sehr problematisch. Deshalb benutze ich einen eigenen Server für meine Cloud. Der Vorteil ist, dass ich automatisch eine Datensicherung habe und gleichzeitig jederzeit von überall auf meine Daten zugreifen kann. Leider sind Fertiggeräte immer so teuer und wenn man sich nicht auskennt, muss man für eine Cloud sehr viel Geld ausgeben.

Deswegen sollte die Aufklärung meiner Meinung nach verpflichtend in den Schulen erfolgen und auch der Einsatz solcher Geräte sollte im Unterricht geübt werden notfalls mit Geräten, die von der Schule gestellt werden. Dafür wird es selbstverständlich auch nötig sein den Schulen entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

Es gibt Schulen, an denen das bereits der Fall ist. Oftmals werden die finanziellen Mittel jedoch nicht von der Stadt gestellt, sondern die Schule muss sich Partner wie Samsung suchen. Dazu ist natürlich nicht jede Schule in der Lage. Ich denke, hier sollte mehr Förderung erfolgen.

@tavkomann

Ein weiteres Problem ist für eine schule auch das entsprechend geschulte personal zu bekommen und dann noch die Antwort auf die Frage zu finden: "Wo anfangen?"

Wie steht ihr zu Technik und Computern und welche Erfahrungen habt ihr bisher damit gesammelt?

Bisher gute Erfahrungen, ich hätte mir gewünscht, dass es bei Windows 7 geblieben wäre. Damit kam ich am besten zurecht.

Was glaubt ihr, wie wird die Zukunft aussehen?

Die PC's und Notebooks werden wahrscheinlich immer schneller, moderner, komfortabler und hoffentlich nicht teurer.

Und welche Zukunft wünscht ihr euch?

Ich wünsche mir schnelles und stabiles Internet und dass sich die Arbeitswelt mehr mit Home Office vereint udn es in Zukunft viel mehr Arbeitsangebote gibt, die man von zu Hause aus ausführen kann.

Welche Technik nutzt ihr in eurem Alltag und wie gut kommt ihr damit zurecht?

Notebook und Smartphone (nur zum telefonieren).

Komme damit sehr gut zurecht.

Habt ihr beispielsweise Probleme mit Druckern?

Mein Drucker ist 8 Jahre alt und macht keine Mucken bisher.

Und wie leicht könnt ihr euch an neue Technologien anpassen – den Umgang mit ihnen lernen?

Damit hatte ich bisher keine Probleme, ich brauche nur eine vernünftige Gebrauchsanleitung.

Sollte besser alles so bleiben, wie es ist, oder seid ihr offen für weitere Veränderungen?

Bin offen für viele neue Veränderungen, z. B. für noch moderne Smartphones mit schnellem und stabilem Internet, langlebige Notebooks, moderne und kleine Headsets, DVD-Player, etc.

Seht ihr Computer und Technik eher als Bereicherung an oder befürchtet ihr eine Art „digitale Demenz“ [2], wie vom Hirnforscher Manfred Spitzer prognostiziert?

Kommt darauf, wie man damit umgeht, wenn man für 3x6 schon einen Taschenrechner benötigt ist fast alles verloren. Sonst sehe ich es als eine sehr große Bereicherung, man kann mit anderen Menschen kommunizieren, sich Rat holen, sich weiterbilden, lernen etc.

Wie sieht es mit den Kindern aus? Ab wann sollte der erste Kontakt mit Technik erfolgen und wie viel ist vertretbar?

Sobald es in der Schule verlangt wird, privat 2-3 Std. am Tag.

Sollte in Schulen im Unterricht mit Technik gearbeitet werden oder nicht?

Ja, auch Word und Excel.

Sind Computer hilfreich oder eher hinderlich beim Lernen?

Für mich sehr hilfreich, da ich viel recherchieren kann.

Führt das Internet zur Vereinsamung und sozialer Isolation oder sogar zur mehr Selbstbewusstsein und mehr Extrovertiertheit – zu einer Art neuen „Greatest Generation“ [2] wie es Joel Stein vom „Time Magazine“ nennt (vgl. [2])?

Zu Vereinsamung kann es führen, wenn es zur Sucht wird oder man sein reales Leben vernachlässigt bzw. sich von der Familie und seinen Freunden zurückzieht.

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