Gültigkeit des thailändischen Führerschein in Deutschland für Deutsche

5 Antworten

Hallo Herr Cieslar, unter den gegebenen Umständen gibt es mit dem Thai-FS in D immer Probleme. Der Deutsche ist grundsätzlich kein Tourist in Deutschland! Jeder Deutsche kann natürlich auch bei einem längerfristigen Aufenthalt einen FS im Ausland machen und dieses Dokument dann in Deutschland zur Umschreibung vorlegen. Das Ordnungsamt entscheidet dann, ob und unter welchen Auflagen die Umschreibung ggf. erfolgt. Nach den mir bekannten Bestimmungen wird der Thai-FS bei Ihnen nicht anerkannt - ganz gleichgültig wieviel PS das Moped hat. Bei den Motorrädern hat es in den vergangenen Jahrzehnten ein ganze Reihe von Änderungen gegeben. Ich möcht empfehlen, Sie bleiben in der Klasse, die mit dem alten 3er erlaubt war, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Bei einem längeren Aufenthalt in D. wäre es ggf sinnvoll eine Umschreibung zu beantragen. mfg Hajobello

Auch dir empfehle ich die Lektuere der Paragrafen 29 und 7 der Fahrerlaubnisverordnung.

Hier geht es dem Fragesteller auch nicht um das Umschreiben eines thailaendischen Fuehrerscheins in einen deutschen sondern um die Nutzung der thailaendischen Fahrerlaubnis waehrend eines voruebergehenden Aufenthalts in Deutschland. Ob als Tourist, Besucher oder geschaeftlich spielt doch hier gar keine Rolle und natuerlich kann auch ein im Ausland lebender Deutscher eine touristische Reise nach Deutschland unternehmen (ist hier aber wirklich voellig unbedeutend).

Was nun die Typenklassen in Deutschland betrifft, so sind auch dies in diesem Zusammenhang voellig unerheblich. FeV § 29 Abs. 1 Satz 1: "Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis dürfen im Umfang ihrer Berechtigung im Inland Kraftfahrzeuge führen, wenn sie hier keinen ordentlichen Wohnsitz nach § 7 haben." (Hervorhebungen durch mich). Einschraenkungen und Voraussetzungen folgen im weiteren Verlauf des gleichen Paragrafen.

"Im Umfamng ihrer Berechtigung" heisst, sie duerfen genau das fahren, was sie mit der jeweiligen Fahrerlaubnis auch im Ausstellungsland fahren duerfen (ausser in den in Abs. 3 des gleichen Paragrafen genau beschriebenen Ausnahmefaellen).

"Keinen ordentlichen Wohnsitz nach § 7" heisst genau das, was da steht. Was ein "ordentlicher Wohnsitz nach FeV § 7" ist und was nicht, kann man dort nachschlagen. Mit einer Meldeadresse in Deutschland hat das allerdings herzlich wenig zu tun und von einer solchen ist im betreffenden Paragrafen auch nirgends die Rede.

Fazit: Wenn bjc51 die im FeV § 29 genannten Voraussetzungen erfuellt, darf er bei voruebergehenden Aufenthalten in Deutschland mit seinem thailaendischen Zweiradfuehrerschein alle Motorraeder fahren, die er damit auch in Thailand fahren darf.

Hallo, ich bitte um Entschuldigung für meine vorschnelle "Ablehnung" der Sache. Herr Cieslar muß mindestens 6 Monate in Deutschland abgemeldet gewesen sein und während dieser Zeit den Führerschein erworben haben. Der Nachweis eines Aufenthalts in Thailand ist nicht erforderlich, wohl aber die Abmeldung in Deutschland. Ein Führerschein, der in Thailand gemacht wurde während eines bestehenden Wohnsitzes in Deutschland, wird in D nicht anerkannt. Nach der Rückkehr aus dem Ausland wird der FS ½ Jahr anerkannt und kann in diesem Zeitraum mit ggf. entsprechenden Auflagen auch "umgeschrieben" werden. mfg Hajobello

Das von der An- und Abmeldung in Deutschalnd abhängig zu machen zweifel ich sehr stark an. Mein Sohn hat seinerzeit als Austauschschüler einen US-FS gemacht und da war nur von mehr als 185 Tagen Auslandsaufenthalt die Rede und nichts von An- und Abmeldung. Er blieb immer in D gemeldet und hat trotzdem problemlos seinen US-FS umgeschrieben bekommen, damals sogar noch mit 17 möglich!

Wo steht denn das genau mit An- und Abmeldung? ... aber bitte nicht auch flappig "in meiner Antwort"!

Hallo Herr Cieslar, vielen Dank für die vertiefende Frage. Die Auskunft in der beschriebenen Einschränkung wurde von einer Mitarbeiterin des Ordnungsamtes / Führerscheinstelle einer deutschen Großstadt gemacht. Nach deren Auskunft kann man auch im Internet unter "Umschreibung ausländischer Fahrerlaubnisse" entsprechende Hinweise finden. Der "Trick" mit der Abmeldung ist noch nicht so arg alt - Hintergrund ist hier der FS-Tourismus in die deutschen Nachbarländer nach dem Entzug des FS wegen !!!! und der oft sehr geringen Chance die MPU zu überwinden. Bei der befristeten Nutzung des thailändischen "Mopedführerscheins" entspricht das Papier der Klasse 1, weil die Thais hier nicht differenzieren. Bei der Umschreibung könnte es aber sein, daß das deutsche Papier nicht für alle Klassen ausgestellt wird. Anerkannt von der Polizei wird ein Internationaler Thai-FS - mit einer Übersetzung darf man im Zweifelsfall nicht fahren! mfg Hajobello

mit einer Übersetzung darf man im Zweifelsfall nicht fahren!

FeV § 29 Abs. 2 beagt nun aber das genaue Gegenteil (ab Satz 2).

Hallo BJC.

DerCam mag ja viele Gesetzestexte aus der Ecke kramen. Ich kann dir von meinem "Live-Erlebnis" in Deutschland berichten. Ich besitze einen deutschen und einen thailaendischen Fuehrerschein. Bei einer Verkehrskontrolle in Deutschland erlaubte ich mir den Spass nicht den deutschen, sondern den thailaendischen Fuehrerschein vorzuzeigen. Daraufhin verlangte der Polizist meinen deutschen Personalausweis, den ich auch dabei hatte.

Darin war eindeutig meine deutsche Wohnortadresse angegeben. Der Polizist akzeptierte damit den thailaendischen Fuehrerschein nicht. Ich kramte dann etwas in meinen Unterlagen herum - um den Schein zu waren - und legte dann meinen deutschen Fuehrerschein vor. Ich durfte ohne Probleme passieren.

Wer hat in Thailand schon mal geheiratet?

Hallo !!

Welche Unterlagen benötigt man hier in Thailand als Deutscher ? Wenn ich in Deutschland ein Ehefähigkeitszeugis beantragen will, verlangen sie in Deutschland folgendes:

Auszug aus der Antwort-Mail des zuständigen Beamten im Rathaus:

So ohne weiteres kann Ihnen das Ehefähigkeitszeugnis nicht ausgestellt werden.

Dazu müssen zunächst einige Unterlagen bezüglich Ihrer Person eingereicht werden:

  • beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (aktuell ausgestellt vom Geburtsstandesamt)
  • beglaubige Abschrift aus dem Familienbuch der Vorehe mit Scheidungsvermerk (aktuell ausgestellt vom Heiratsstandesamt). Sollten mehrer Vorehen vorliegen, müssen alle entsprechend nachgewiesen werden.
  • Aufenthaltsbescheinigung vom Einwohnermeldeamt (aktuell ausgestellt)
  • Vorlage des gültigen Personalausweises, bzw. Reisepasses.

Für Ihre Verlobte werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Geburtsbescheinigung oder Geburtsortsbescheinigung im Original
  • aktuelle Ledigkeits- oder Familienstandsbescheinigung des Bezirksamts im Original
  • aktueller Auszug aus dem thailändischen Zentralregister im Original, ausgestellt vom Zentralregisteramt in Bangkok
  • Hausregisterauszug
  • Reisepasskopie

Alle Unterlagen sind von der deutschen Botschaft in Bangkok mit Übersetzung zu legalisieren. Außerdem wird das EFZ nur für die Eheschließung zwischen Ihnen und Ihrer thailändischen Verlobten ausgestellt. Es ist kein generelles EFZ.


Alles soweit klar, aber werden diese Unterlagen wirklich alle benötigt wenn ich hier in Thailand heiraten will?

Wer kenn Übersetzungsbüros die nicht gleich 1000TBH verlangen pro DIN4 Seite, wie von der Botschaft in einer Liste vorgeschlagen, oder kann ich die Übersetzungen (Thai-Deutsch), auch in Deutschland bei der Thaibotschaft vornehmen lassen ?

Wer hat brauchbare Erfahrungen? Danke!!!

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