Gültiger Arbeitsvertrag - trotzdem keine Arbeit - kein Lohn

5 Antworten

wie schon mehrfach gesagt wurde, freistellen ist Entscheidung des AG, aber Lohn muss dennoch in voller Höhe (aber warsch. ohne Zuschläge) gezahlt werden. 

Da deine finanzielle Situation immer "enger" wird, würde ich dir Empfehlen, dich mal an dein Arbeitsamt zu wenden, denen deine Situation schildern und um "Überbrückungshilfe" ähnlich Saisonarbeit / Schlechtwettergeld o. ä. zu bitten. Dies wird dann zwar mit deinen ausstehenden Forderungen verrechnet, aber es hilft erst einmal weiter.

Und wenn man ganz "böse" ist, könnte man noch auf Grund dieses seines Verhaltens, den Verdacht auf Konkursverschleppung des Arbeitgebers äußern. Da reagieren manche Behörden sehr "allergisch" darauf. ;-)

ok,so siehts aus : 1. deine firma will sich definitiv von dir trennen, (wenn das alles genauso abgelaufen ist wie du sagst ). 2. : betriebsarzt irrtümer : deine firma darf dich zu keiner zeit einem betriebsarzt übermitteln wenn du gesund und nicht arbeitsunfähig bist. das aufsuchen eines arztes darf lediglich empfohlen werden wenn der eindruck für unwohlsein entsteht und dies setzt vorraus, dass du das bestätigst. 3. : wenn ein betrieb beschließt,einen mitarbeiter zum betriebsarzt zu schicken muss folgendes vorliegen. 1 .: der mitarbeiter muss zu dieser zeit bereits arbeitsunfähig sein, 2 : der betrieb muss vorher einen antrag bei deiner krankenkasse stellen,einen betriebsarzt hinzuzuziehen. 3 : die krankenkasse muss dann mit deinem behandelnen arzt über diese situation sprechen. 4 : der behandelene arzt,muss dem antrag zustimmen. leider denken immernoch die meisten,das ein betrieb das entscheiden darf, dem ist nicht so ! selbst die betriebe sind oft über diese vorgehensweise nicht richtig informiert. die sogenannte " freie arztwahl " ist bürgerrecht und im grundgesetz verankert,daher kann und darf kein dritter darüber entscheiden,ausgenommen in dem verfahren was ich beschrieben habe. hier noch kurz die info : in der regel ist es so,daß die behandelnen ärzte einer überstellung zum betriebsarzt nicht zustimmen,da sonst die eigene kompetenz in frage gestellt wird.

sorry hab ich vergessen : der arbeitgeber ist vetraglich dazu verpflichtet,immer "ausreichend" arbeit für die zu leistenden stunden pro tag vorrätig zu haben. ( das muss auch nicht in deinem arbeitsvertrag stehen, es ist allgemeines arbeitnehmer vertragsrecht und bedarf keiner gesonderten ausführung ) . in deinem fall ist der arbeitgeber verpflichtet ( ausgenommen insolvenzverfahren oder sozialplan ), den vollen arbeitslohn während der freistellung auszuzahlen. zahlt der arbeitgeber diesen lohn nicht,ist er automatisch vertragsbrüchig und für schäden die dem arbeitnehmer dadurch entstehen ( zb. mietkündigung, kreditrückzahlungen oder unterhaltszahlungen etc, die jetzt nicht mehr bezahlt werden können...) haftbar.

Die Firma scheint dich wirklich loswerden zu wollen. Traurig, besonders wenn man soviele Stunden und Zeit in die Arbeit investiert hat. Wenn du es dir finanziell leisten kannst solltest du einen Anwalt aufsuchen. Du scheinst ja keine andere Arbeit in Aussicht zu haben, so dass es für dich wichtig ist, weiter beschäftigt zu werden. Setz dich ruhig durch, man kann nicht immer so rücksichtslos mit den Arbeitnehmern umgehen.

Was heißt freigestellt? Hat man Dich gekündigt? Hast Du etwas schriftliches bekommen? Wann war das?

Wenn Du Dich gegen eine Kündigung wehren willst, dann mußt Du innerhalb von 3 Wochen beim Arbeitsgericht eine Klage einreichen.

Bist Du Gewerkschaftsmitglied? Hast Du eine Rechtsschutzversicherung?

Geh zum Anwalt.

Eine Arbeitsunfähgkeit kann der Betriebsrat gar nicht feststellen, das macht nur Dein Arzt.

Hast Du einen Termin beim Betriebsarzt? Was steht im Einladungsschreiben?

Mögliherweise bist Du gar nicht verpfichtet zum Betriebsarzt zu gehen.

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