Grundstück überschreiben

1 Antwort

Pauschal kann das so nicht gesagt werden, da es auch immer auf die Vertragsausgestaltung und den jeweiligen Fall ankommt, aber ich versuche es mal:

Notar:

Für die Notargebühren ist der Wert des Grundstücks anzusetzen. Bei 700 m² und einem Wert von ca. 80 € pro m² sind dies 56.000 €, jedoch muss der Notar einen Abschlag von 25 % vornehmen, es bleiben also 42.000 €.

Wenn du die Vermessung beim Vermessungsamt selbst beantragen willst, dann kostet der Notar ca. 320 €. Wenn der Notar den Vermessungsantrag stellt, dann sind dies ca. 400 €. Hinzu kommt evlt. die Gebühr für eine Löschung oder Freigabe einer Bank oder eines anderen Berechtigten, dessen Recht von deinem Grundstück gelöscht werden soll. Das kommt dann immer auf das zu löschende oder freizugebende Recht an.

Die 80 € pro m² habe ich übrigens von dieser Seite entnommen: https://geoportal.bayern.de/IZB_Vboris_Auskunft/faces/pages/welcome.jsp Klick auf Auskunft Bodenrichtwerte und geb die genaue Adresse des Grundstücks (oder die Flurnummer, wenn du diese hast) an. Die 80 € von mir sind vielleich ein wenig hochgegriffen, aber besser man gibt eine höhere Gebührenauskunft, als eine niedrigere. ;)

Grundbuchamt:

Das Grundbuchamt muss den selben Wert ansetzen wie der Notar, also 42.000 €. Hier fällt dann eine Gebühr von 120 € an. Je nachdem was dazu kommen soll (Grundschuld, Löschung/Freigabe etc.), erhöht sich die Gebühr entsprechend.

Vermessungsamt:

Hier ist es ein wenig schwieriger. Je nachdem wie viele Grenzpunkte gelegt werden müssen, ist für den ersten Grenzpunkt 260 € und für jeden weiteren 85 € zu veranschlagen. Ich verstehe es so, dass aus einem quadratischen Grundstück eine L-Form herausgemessen werden soll. Je nachdem wie die Grenzen verlaufen, könnten wohl drei Grenzpunkte genügen. Ferner muss die Anzahl der Flurnummern und der Wertfaktor des Grundstücks berechnet werden. Ich schätze die Vermessungskosten daher mal auf ca. 800-1000 €. Genauer kann dir da das Vermessungsamt Auskunft geben.

Um die ganze Sache ins Rollen zu bringen, solltest du dir daher als erstes einen Notar suchen und dort mit einem Sachbearbeiter die ganze Angelegenheit besprechen.

Grundstücksteilung in Erbengemeinschaft?

Moin. Moin!

Meine Schwester und ich haben gerade von unserer verstorbenen Mutter eine Doppelhaushälfte mit Grundstück und Geldbestände z.B. eine ausgezahlte Lebensversicherung und Bankguthaben) geerbt. Vor dem Tod unserer Mutter haben wir uns mit ihr schon die Zeit nach Ihrem Ableben unterhalten. Grundsätzlich hat sie sich gewünscht, dass meine Schwester das Haus bekommt und ich das Geld. Zusätzlich sollte ich ein Baurecht auf dem Grundstück erhalten.

Leider konnte dies vor dem Tod unserer Mutter nicht mehr durch ein Testament festgehalten werden. Allerdings sind meine Schwester und ich uns an sich einig: Mit dem geerbten Geld soll die Hypothek (ca. 60.000 Euro) vom Haus abgelöst werden. Danach soll meine Schwester in der Doppelhaushälfte wohnen bleiben bzw. diese überschrieben bekommen. Ich hingegen möchte 50% des Grundstücks behalten. Die anderen 50% soll meine Schwester bekommen genauso wie die darauf befindliche Doppelhaushälfte, welche ich ihr gerne überlasse, denn ich soll den "Rest des Geldes" (ca. 50.000 €) erhalten.

Meine Schwester soll aber meine Grundstückshälfte bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mein Baurecht in Anspruch nehme, das gesamte Grundstück frei nutzen können und wir möchten es vorher nicht teilen lassen.

Nun komme ich auch zu meiner Frage: Wie können wir das am besten angehen und dabei die Kosten einer Grundstücksteilung umgehen? Wie kommt man das ganze ins Grundbuch und wie wird das ganze fair und ohne großartige Kosten gelöst?

Hat meine Schwester Nachteile, wenn sie beispielsweise das Haus als Sicherheit angeben möchte (z.b. bei Krediten), es gehört ihr ja schließlich alleine.. nur mir soll das Grundstück halt zur Hälfte mitgehören. Ich bin langsam überfragt..!

Wert des gesamten Grundbesitzes (ca. 100.000 Euro).

Ich freue mich auf zahlreiche Antworten!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?