Grundstück teilen, Kosten und Ablauf

2 Antworten

Ein Grundstück kann nur geteilt werden, wenn die Belastungen die auf dem Grundstück sind "nicht zur Verwirrung" führen. Ist auf dem Grundstück noch eine Hypothek oder eine Grundschuld, sind Nießbräuche, Wohnrechte oder sonstige Rechte Dritter vorhanden? Es kann nämlich sein, dass du unter bestimmten Voraussetzungen auch die Bewilligung der Gläubiger benötigst, da sich der Gegenstand ihrer Sicherheit mindert. Natürlich muss das Katasteramt neu vermessen. Das Grundbuchverfahren richtet sich dann nach dem Wert der Auflassung (= du musst zum Notar!). Wenn du die 80 qm zB. für 50.000 Euro verkaufst, dann wird eine Gebühr aus diesem Geschäftswert fällig. Ein Grundbucheintrag ist unabkömmlich um die Rechtsänderung herbeizuführen.

Vorab an einen Notar wenden. Der beurkundet ja nicht nur, er berät auch. Der kann die einzelnene Schritte aufzeigen. Es wird so ablaufen, dass zuerst beim Katasteramt aktuelle Flurkarten beantragt werden. Oft geht das heute auch schon digital. Allerdings muss für das Nachbargrundstück ein berechtigtes Interesse nachgewiesn sein. (Auf der eigenen Flurkarte ist aber das Nachbargrundstück so oder so mit drauf) Der Notar hat zwischenzeitlich die Grundbuchauszüge angefordert, und bereitet eine Teilungserklärung vor und einen Kaufvertrag vor. Im Kaufvertrag kann alles bereits geregelt werden. Also entweder wird ein Preis pro m² angegeben, oder ein Preis für dei Gesamtfläche. Beurkundet und eingetragen kann das Ganze aber erst wenn die Vermessung erfogt ist. Wie gesagt. Der Notar -um den man nicht rum kommt - berät auch.

Dem Grundbuchamt ist das Verfahren vom Katastervermessnungsamt egal. Das Vermessungsamt könnte schon 10 verschiedene neue Flurstücke gebildet haben die noch gar nicht im Grundbuch eingetragen sind bzw. noch keine neuen Grundbuchblätter angelegt sind.

@ironjustice

Was soll diese verwirrte Aussage jetzt. Jedes, und zwar ausnahmslos jedes, Grundstücksgeschäft basiert auf den Flurkarten des Katasteramtes. Grundstücke könenn selbstverständlich geteilt werden. Diese Teilung ist immer beurkundungspflichtig. Kommunen können in Bebauungsplänen mögliche größere Flurtstücke in kleinere Flurstücke teilen und verkaufen. Dam Grundbuchamt ist das ganz und gar nicht egal wenn neue Flurstücke gebildet werden.

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