Grundstück schenken lassen oder besser kaufen

4 Antworten

Sofern die Eigentümerin Ihnen das Grundstück schenkungsweise überträgt oder gegen einen vereinbarten Preis verkauft, stehen Sie anschliueßend als Eigentümer im Grundbuch.

Bei einer Schenkung wie auch bei einem Verkauf zu einem Preis, der unter dem eigentlichen Wert des Grundstückes liegt, stehen den Erben innerhalb der nächsten 10 auf die Übertagung folgenden Jahre Erbergänzungs- bzw. leiblichen Abkömmlingen Pflcihtteilsergänzungsanprüche zu., die sich gegen Sie als Erwerber richten können. Es wäre Ihen daher zu raten, das Objekt von einem öffentlich bestellten Gutachter schätzen zu lassen und zu diesem Preis zu erwerben. dies bewahrt Sie auch vor Nachstellungen des Finanzamtes hinsichtlich einer vermuteten Schenkungssteuerpflicht.

Wenn sie es verschenkt ist es danach euer Eigentum. Schenkungen von höherem Wert müssen jedoch irgendwie versteuert werden, wenn euch das nicht passt wäre kaufen sinnvoller. Wichtig ist jedoch, das ihr das mit einer Urkunde macht, idealerweise bei einem Notar.

Grundstücksangelegenheiten gehen in D nicht nur idealerweise sondern immer nur unter Mitwirkung eines Notars weil nur der Grundbucheintragungen veranlassen kann.

@Wolfi0410

Frage klang für mich so nach "Sollen wir es offiziell kaufen oder einfach dort bauen, ist ja Familie und die erlaubt es".

sie kann ein Grundstück für 1€ verkaufen, damit gehört es euch egal ob erbe hin und her, bei einer schenkung habt ihr das gleiche recht, aber mit einem kaufvertrag selbst für 1 euro habt ihr es schriftlich.

Falsch, da spielt das Finanzamt nicht mit.

Rechnet aus was billiger wird, angemessener Kaufpreis mit Grunderwerbssteuer oder Schenkung mit Schenkungssteuer. die anderen Kosten sind gleich und fallen bei beiden Vorgängen an, also Notar, Gericht etc. Angemessener Kaufpreis wäre knapp unter dem Bodenrichtwert. Bodenrichtwert erfährt man beim Gutachterausschuß des Katasteramtes.

Fragt beim Finanzamt nach ob die Grunderwerbssteuer bei Verkauf Oma - Enkel noch wegfällt (Verkauf unter Verwandten ist steuerfrei) und wie hoch der Freibetrag bei einer Schenkung unter gleicher Konstellation ist.

Auf jeden Fall gehört Euch das Grundstück anschließend und die Erben können da nicht mehr drann fummeln wenn Oma noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ist.

Wenn ihr einen Anbau machen wollt sprecht erst mit dem Bauamt, da sind Grenzabstände einzuhalten. Kann sinnvoller sein Oma baut erst das Haus und überträgt anschließend das Grundstück mit Anbau.

Schenkung eines Grundstückes durch Opa an mein minderjähriges Kind, anschließende Grundschuld eintragen für ein Bank-Darlehen?

Hallo,

mein Opa will mir ein Grundstück schenken. Um im Zuge der Schenkung auch den Steuer-Freibetrag unseres Sohnes - also den Ur-Enkel meines Opas - ausnutzen zu können, überlegen wir als Familie gemeinsam, ob mein Opa auch meinem Sohn einen Teil des Grundstückes schenken soll. Vorteil: Der Steuer-Freibetrag für einen Schenkung beträgt für seinen Ur-Enkel immerhin 100.000 Euro. Wir als gesamte Familie könnten somit Schenkungssteuer sparen.

Ich weiß bereits, dass meine Frau und ich als Erziehungsberechtigte unseres gemeinsamen, minderjährigen Sohnes bei derartigen Geschäften ggf. einen Ergänzungspfleger vom Familiengericht für meinen Sohn einsetzen lassen müssen. Ich bin der Meinung, bei der Schenkung durch den Opa selbst ist das nicht erforderlich. da diese Schenkung rein von Vorteil für meinen Sohn ist.

Nach der Schenkung beabsichtigen meine Frau und ich ein Haus zur Eigennutzung für die Familie auf dem geschenkten Grund zu bauen - also für meine Frau, meinen Sohn und mich. Ein Teil des Grundstückes gehört in diesem Fall auch meinem Sohn (anteilig im Wert von 100.000 Euro). Für den Hausbau müssen meine Frau und ich ein Darlehen aufnehmen. Für solch ein Darlehen verlangt die Bank sicherlich eine Sicherheit, zum Beispiel in Form einer Grundschuld.

Und damit zu meiner Frage: Kann ich auch den Grundstücksteil meines Sohnes als Sicherheit für die Bank verwenden? Ich "befürchte", dass dies nur mit Zustimmung eines eingesetzten Ergänzungspfleger funktionieren wird, da eine Grundschuld einen Nachteil für meinen Sohn darstellt. Und dem wird der Ergänzungspfleger ggf. nicht zustimmen. Ist dem so?

Weitere Frage: Hat das Eigentum meines Sohnes in Höhe von 100.000 Euro Einfluss auf andere staatliche Leistungen wie Kindergeld, Bafög usw.? Können diese Leistungen aufgrund des Eigentums meines Sohnes gekürzt oder gar gestrichen werden?

Vielen Dank für Eure Einschätzungen.

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