Grundgesetz vor 1945 in der Weimarer Republik

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Dieses Grundrechtgleiche Recht auf Widerstand ist sehr neu. Es wurde erst 1968 im Zuge der Einfügung der Notstandsgesetzgebung in das GG aufgenommen. Etwas vergleichbares gab es in der Weimarer Reichsverfassung nicht.

Art. 20 IV hat aber eher appelarische Funktion. Denn wenn jemand die freiheitlich-demokratische Grundordnung beseitigen will gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder derjenige schafft es nicht; nun gibt es keinen Bedarf, sich auf diesen Art. zu berufen, weil man eh nicht für den Widerstand verfolgt wird. Oder aber, derjenige schafft es, nun ja, dann schützt einen kein Grundrecht der Welt mehr von Inqusition.

Welchen Widerstand meinst du denn? In Art. 20;4 steht das drin: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Das heißt, der Widerstand gegen Personen, die die gegenwärtige Ordnung verändern wollen. Der ist zulässig. Anderer Widerstand gegen das Grundgesetz ist nicht zulässig. Durch gesellschaftliche Entwicklungen kann aber ein Staat verändert werden, da hilft kein Verbot: Die französische Revolution, Widerstand in der DDR bis zu deren Untergang, arabische Staaten gegenwärtig.

In der Weimarer Republik gab es meines Wissens noch kein Wuderstandsrecht ;) 100 % sicher bin ich mir allerdings nicht, aber ich glaube erst 1949 mit dem neuen Grundgesetz unter Adenauer wurde dieses Gesetz beschlossen ;)

Es gab weder vor, noch 1945 das Grundgesetz -- weder für die "Weimarer Republik", noch für das "Dritte Reich"(nicht verwechseln mit "Deutsches Reich")

Das "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG)" in seiner Ur-Fassung trat mit seiner Veröffentlichung im "Bundesgesetzblatt Nr. 1" am 23.05.1949 in Kraft.

Diese Version enthielt noch keinen "Artikel 20(4)"

Siehe:

tiny.cc/bgblnr1 (1000dokumente.de, ein Angebot der Bayerischen Staatsbibliothek)

Er kam erst später, allerdings aufgrund der schlechten Erfahrungen zur Zeit der "Weimarer Republik" mit Hitler`s Machtergreifung (und somit dem Ende der "Weimarer Republik"), hinzu.

Näheres:

  • de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Notstandsgesetze#Entstehung

  • de.wikipedia.org/wiki/Artikel_48_Weimarer_Verfassung#Artikel_48_Weimarer_Reichsverfassung

  • tiny.cc/fdgo > (wikipedia - Das politische System der Bundesrepublik Deutschland wird vom Bundesverfassungsgericht als streitbare, wehrhafte Demokratie bezeichnet. In ihr wird die freiheitliche demokratische Grundordnung (FDGO) geschützt und kann nicht auf legalem Weg oder Mehrheitsbeschlüsse aufgehoben werden. Gegen verfassungsfeindliche Einzelpersonen und Personenzusammenschlüsse (Parteien, Vereine und Organisationen) kann präventiv vorgegangen werden, bevor sie gegen die FDGO gerichtete Taten begehen.)

weder für die "Weimarer Republik", noch für das "Dritte Reich"(nicht verwechseln mit "Deutsches Reich")

Offiziell gab es nie ein Drittes Reich.

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