Grunderwerbsteuer Hausbau

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Da ist eine sehr strenge Trennung von Grundstückskauf uns Hauskauf erforderlich! Achten Sie höllisch darauf, dass der Vertrag über den Hauskauf deutlich zeitlich nach dem Grundstückserwerb erfolgt. Kann das Finanzamt auf einen Umgehungstatbestand schließen, dann zahlen Sie zunächst einmal für die Gesamtsumme Grunderwerbsteuer und müssen sich aus der Geschichte wieder klageweise herauswinden.

Ja Danke, doof ist nur, daß die Bank keine Grundstücke finanzieren will, wenn sie nicht wohnwirtschaftlich genutzt werden. Sprich, man muß gleichzeitig Grundstück und zu bauendes Haus in eine Finanzierung geben.

DH

Grundsätzlich geht das FA hier von einem sog. "einheitlichen Vertragswerk" aus, womit die Grunderwerbssteuer auch auf den Preis des Hauses fällig wird (mitunter auch erst Jahre später); so hat es der BFH in mehreren Urteilen bestätigt. Somit ist hier unbedingt vor dem Erwerb der Rat eines FA für Steuerrecht und/oder eines StB einzuholen, will man dies rechtssicher umgehen (sofern überhaupt möglich). Siehe dazu u.a.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article125856973/Wenn-das-Traumhaus-zur-Steuerfalle-wird.html

Na hier geht es doch um ein bebautes Grundstück, unser Grundstück ist unbebaut.

@BenniXYZ

Vielleicht solltest Du den Artikel mal ganz lesen (Zitat):

"Auch wenn zivilrechtlich zwei getrennte Verträge bestehen, liegt steuerlich ein einheitlicher Erwerbsgegenstand vor, wenn sich aus weiteren Vereinbarungen ergibt, dass der Erwerber das unbebaute Grundstück letztlich in bebautem Zustand erhält und diese Vereinbarungen in einem rechtlichen oder zumindest objektiv sachlichen Zusammenhang stehen."

(Zitat Ende).

GRUND - erwerbsteuer bezieht sich auf den Erwerb von Grund, also den Boden oder die Fläche. Je höher der Kaufpreis (Kauf von Grund und Haus zusammen ist dieser natürlich höher) umso höher natürlich auch die Steuer. Aber so wie ihr es vorhabt, macht ihr alles richtig, da fällt nur die Steuer auf den Betrag für das Grundstück an.

Nein, das ist nicht so, der Hausbau darf in keinem Zusammenhang mit dem Grundstückskauf liegen und muss daher nach Rechtssprechung deutlich zeitlich nach dem Grundstückserwerb erfolgen

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