Grunderwerbsteuer bei Kauf von Grundstück mit Erbpacht?

2 Antworten

Verstehe ich das jetzt richtig, du erwirbst nur das Grundstück und der bestehende Erbbaupachtvertrag läuft weiter? Nach meiner Theorie bezahlst du doch dann für das Grundstück den reinen Bodenwert, da das Haus nicht in dein Eigentum übergeht und beim Erbbauberechtigten bleibt.  Im Moment also Grunderwerbsteuer nach dem in diesem Vertrag vereinbarten Kaufpreis. 

Als Folge davon ist der Erbbaupachtvertrag zu ändern, da sich für den Berechtigten nun ein neuer Eigentümer und Erbpachtempfänger ergibt. Falls du hier überhaupt in der Position bist, diesen Zins zu erhöhen? , hätte dies evtl. eine Steuernachzahlung für den Berechtigten zur Folge. 

Ist dieser Erbpachtvertrag am Ende der Laufzeit und du entschädigst gleichzeitig den Erbbauberechtigten mit dem Restwert des Bauwerks, rechnet sich die Grunderwerbsteuer vermutlich aus Kaufpreis Grundstück plus Restwert Haus.  

Danke für die Antwort. Ich glaube du hast es aber falsch verstanden. Also, ich habe ein Schreiben von der Stadt.welches besagt, unter der Voraussetzung, dass ich die Immobilie erwerbe, kann ich auch das Grundstück kaufen. Somit wäre ich der Eigentümer und die Erbpacht erlischt. Es wären 2 unterschiedliche Verträge und 2 Notartermine. Allerdings sind die Verträge voneinander abhängig, da ich das Grundstück nur erwerben kann, wenn ich die Immobilie schon erworben hab. Jetzt weiß ich nicht ob die grunderwerbssteuer nur auf das Grundstück Oder auf Grundstück und Haus bezahlt werden muss. 

@KlukiKluk

:) Daher meine Nachfrage. Im Prinzip bist du nun an meinem letzten Absatz. Die Erbpacht ist am Ende und für das Bauwerk fällt noch die Restentschädigung für den bisherigen Berechtigten an. Da hier viel von der Formulierung und den Bedingungen des alten Erbpachtvertrages abhängt plus noch teilweise in Länderrecht eingreift,  unter Vorbehalt: Die GrESt. aus diesem Restwert, da der größte Teil ja bereits vom Berechtigten gezahlt wurde. ( hochgerechnet aus dem Pachtzins).

Grundstück wie gehabt. Beide Verträge gehen ja auch unabhängig voneinander ans Finanzamt. Erbaurecht und ein Gebäude auf fremdem Boden steht einem Grundstück gleich. § 2 ABS 2 GrEstG. 

Vielleicht warst du beim Finanzamt nur nicht in der richtigen Abteilung bzw. dem richtigen Sachbearbeiter. 

Wenn du das Haus vom Erbbauberechtigten kaufst, zahlst du die GrESt auf diesen Kaufpreis. Wenn du den Grund- und Boden von der Stadt kaufst zahlst du auch hierfür die GrESt nach dem Kaufpreis.

Was möchtest Du wissen?