Grunderwerbssteuer sparen/senken bei Immobilienkauf

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einen Kaufpreisteil unter der Hand zahlen - dafür gibt es einen Begriff: Steuerhinterziehung. Gute Idee, das hier gleich mal anzukündigen!!! Also Finger weg. Außerdem, wenn der Vertrag aus welchen Gründen auch immer rückabgewickelt wird, wird es schwer, den schwarz gezahlten Betrag zurück zu bekommen. Wenn das Haus möbliert ist, eine "bewegliche" Sauna enthält oder eine handelsübliche Markise angeschraubt ist, sollten diese Gegenstände aufgelistet und mit einem realistischen Zeitwert angesetzt werden. Der Betrag dafür mindert dann die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Das ist legal. Allerdings funktioniert das nicht wenn 300.000,- für Tisch und Stuhl und 80.000,- für Haus und Grundstück gezahlt werden - auch da kann man sicher sein.

Super danke, war sehr hilfreich, hatte nicht vor Steuerhinterziehung zu begehen, habe mir schon gedacht, dass es nicht legal sein kann,aber man kann ja mal fragen. Dadurch bekommt man hinterher nur noch mehr Schaden :) Hast mir sehr geholfen, das mit den beweglichen Gegenständen war ein super Stichwort, danke!

@user09087

Nicht, dass Sie mit Uli Hoeneß noch eine Zelle teilen müssen ;-). Es gibt tatsächlich legale Möglichkeiten die Grunderwerbssteuer zu verringern, wenn man z. B. eine Küche mitkauft oder eben, wie User BewiBerlin schon erwähnt hat, anderweitiges (hoch)wertiges Mobiliar oder Ausstattung.

Nebenabeden außerhalb des Kaufvertages können zur Nichtigkeit des gesamten Rechtsgeschäfts führen! - tricksen Sie nicht rum!

kann man den offiziellen Kaufpreis niedriger ansetzen, z.b. 300.000€ und die restlichen 80.000€ einfach so unter uns austauschen oder ist das illegal?

Natürlich ist das illegal.

Habe auch gehört, dass man die Grunderwerbssteuer von der Steuer absetzen kann,

Da hast du etwas falsches gehört.

eine Möglichkeit wäre, den gesamten Kaufpreis aufzuteilen: einen Betrag für das Grundstück (man kauft generell ein Grundstück mit allen "festverbundenen" Bestandteilen - also Gebäude, Pflanzen, Anbauten- wie es da steht und liegt) und einen Betrag für das bewegliche Inventar im Haus (Möbel, z.B. Einbauküche) für diesen Teil ist dann keine Grunderwerbssteuer zu zahlen.

Die jeweils zugrunde gelegten Beträge (Aufteilung) müssen realistisch sein. Das Ganze dann in einem notariellen Kaufvertrag so vereinbaren.

Was möchtest Du wissen?