Gründe für kein Gemeinsamessorgerecht?

5 Antworten

Der Vater müßte das Kind mißhandeln oder mißbrauchen um die gemeinsame Sorge nicht zu erhalten.

Er muß auch mit gemeinsamen Sorgerecht nicht für alles befragt werden.

Er darf jetzt schon alleine in seinem Umgang den Alltag bestimmen, mit gemeinsamer Sorge ist es nur wenig mehr.

Da brauchst Du seine Unterschrift für Kontoeröffnungen, Schulwechsel, Religionszugehörigkeit, Psychotherapien und und OPs außer Not-OPs.

§ 1687 Bürgerliches Gesetzbuch.
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur
vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten,
deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr
gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen
Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich
aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten
des täglichen Lebens.

in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann
die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4 einschränken oder
ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

§ 1687a
Entscheidungsbefugnisse des nicht sorgeberechtigten Elternteils

Für jeden Elternteil, der nicht Inhaber der elterlichen Sorge ist und bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder eines sonstigen Inhabers der Sorge oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung aufhält, gilt § 1687 Abs. 1 Satz 4 und 5 und Abs. 2 entsprechend

Wenn das Kind das absolute Mamakind ist, dann wird es Zeit, dass da ein Papa  ins Leben des Kindes tritt.

der Vater hat von der Mutter aus freies Umgangsrecht,

So wie der SAtz formuliert ist, klingt das so, als ob die Mutter  dem Vater  ihres  Mamakindes - also ihrem Besitz - den Umgang gnädig erlaubt.

Dem ist nicht so! Die Mutter hat das weder zu erlauben noch zu verbieten. Das Kind ist nicht ihr Eigentum.

so war das gar nicht gemeint ;p Es war damit gemeint, dass der Vater immer zu ihm kann, egal wann er will und das Kind ihn auch sehen will, wann er will ;p

@DeathMuffin

es klang halt anders. Und oft schleicht sich der verborgene Wunsch dann doch in die Formulierung mit rein.
Aber egal: der Vater wird das gem. Sorgerrecht bekommen. Da kannst du dich auf den Kopf stellen...

Seit 2013 haben es Väter zum Glück sehr leicht, das gemeinsame Sorgerecht für ihre unehelichen Kinder durch Klage beim Familiengericht zu erhalten. Hier ist § 1626a Abs. 2 zu beachten:

Elterliche Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern; Sorgeerklärungen

(1) Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu,

1. wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen),

2.. wenn sie einander heiraten oder

3. soweit ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt.

(2) Das Familiengericht überträgt gemäß Absatz 1 Nummer 3 auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge beiden Eltern gemeinsam, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht. Trägt der andere Elternteil keine Gründe vor, die der Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge entgegenstehen können, und sind solche Gründe auch sonst nicht ersichtlich, wird vermutet, dass die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht.

(3) Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge.

es gibt keine gründe gegen gemeinsames sorgerecht. der vater hat einfach ein recht darauf und das hat auch überhaupt nichts mit seinen erziehungsmethoden zu tun. es ist selbstverständlich das er das hat, egal wo er lebt. sorgt einfach dafür das die eltern auf augenhöhe stehen zusammen.

etnweder wird es mit der mutter gemeinsam im jugendamt erklärt oder er holt es sich gerichtlich ein.

ob das kind ein mama-kind ist spielt dabei keine rolle und kann sich in nächster zeit noch immer ändern. unter umständen will das kind in zwei jahren oder später komplett zum vater ziehen und auch das wäre völlig normal.

grund gegen gemeinsames sorgerecht sind schwerste misshandlung und schwerster sexueller missbrauch. andere gründe ergeben sich nicht.

zudem sind es nur drei unterschriften im leben des kindes die gsr involvieren:

- bankgeschäfte: kontoeröffnung oder sparbucheröffnung z.b.

- nicht-lebensnotwendige op

- anmeldung weiterführende schule oder ausbildungsvertrag

für alles andere bedarf es keiner unterschrift des vaters, da hier der betreuende elternteil alles im rahmen der alleinigen alltagssorge entscheidet. selbst für personalausweis oder reisepass bedarf es keiner unterschrift des anderen elternteils.

Da das Sorgerecht die komplette Lebensführung und Zukunftsgestaltung des Kindes umfasst, kann man ohne die Zustimmung beider Erziehungsberechtigter noch nicht einmal ein Sparbuch für das Kind eröffnen. Bei ständigen widerstreitenden Interessen ist es deshalb sinnvoll, dass nur ein Elternteil das alleinige Sorgerecht ausübt, da sonst das Beibehalten des gemeinsamen Sorgerechts nicht dem Kindeswohl entsprechen würde. 

Du könntest gar nichts ohne den Vater entscheiden. Selbst wenn eine Operation notwendig werden würde, brauchst du auch die Unterschrift des Vaters. 

Was nützt es den Vater überall mit reden zu können, wir z.b. In welche Kita das kind kommt , wenn er wahrscheinlich niemals die Kita von innen sehen wird. 

Wenn der Vater zu weit weg wohnt, wird es das ganze Leben rund um die Erziehung für dich eindeutig unnötig schwer gemacht  

Du könntest gar nichts ohne den Vater entscheiden.

So ein Quatsch. Dinge, die das alltägliche Leben betreffen, kann die- oder derjenige entscheiden, bei dem das Kind lebt.

Bei ständig  widerstreitenden Interessen wäre es für das Kindeswohl gut, wenn die Eltern aufhören würden, das Kind als Waffe gegen den jeweils anderen zu benutzen!

@Dahika

Ja, sie kann alleine entscheiden, was das Kind zu essen bekommt. 

Aber nicht, ob das Kind geimpft wird usw.

@Temitayo

Impfungen gehören ebenfalls zu den alltäglichen Angelegenheiten, die die Mutter alleine bestimmt.

Der Vater muß nur bei Dingen mit langfristigen Auswirkungen gefragt werden.

@Temitayo

der betreuende elternteil entscheidet 99% der dinge des kindes allein.

vater entscheidet mit bei taufe, bankgeschäften, weiterführende schule oder ausbildung.

alles andere wie impfungen, pass oder perso, ummeldungen etc entscheidet die km - das sind dinge des tgl. lebens. selbst bankgeschäfte kann die km vor dem gsr noch in die eigene hand nehmen, indem sie einfach die finanzen über ihren namen laufen lässt. soviele vorteile haben kinderkonten heute nicht mehr, dass man es nicht mit anderen dingen ausgleichen könnte.

Seit 2013 zählen solche Gründe nicht mehr.

Nein, die gemeisame Sorge ist nicht dazu geeignet, den Partner zu terrorisieren.

Für Alltagsentscheidungen ist immer der Elternteil zuständig, bei dem sich das Kind aktuell aufhält.

Sie kann so gut wie alles ohne den Vater entscheiden.

Wenn man die rechtliche Situation in D so wenig kennt, wie Du, sollte man sich echt geschlossen halten.

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