Gibt es einen Weg wie man KFZ Kosten ohne Fahrtenbuch trotzdem von der Steuer absetzen kann?

4 Antworten

Dazu gibt es die 1%-Regelung. Hier werden 1% des PKW-Neuwerts pro Monat als indirekte Einnahme auf das zu versteuernde Einkommen dazugezählt. Im Gegenzug kann man dann alle anfallenden Kosten für den PKW von der Steuer absetzen.

Eine weitere Alternative wäre, das Auto nichts zum Betriebsvermögen zu zählen. Dann kann man 30 Cent je Kilometer für betriebliche Fahrten abrechnen. Das lohnt sich vor allem, bei älteren, voll abgeschriebenen Autos.

Ich hatte das auto als Privatauto, bevor ich mein Gewerbe hatte, benutze es jetzt aber sowohl privat als auch geschäftlich. 

@takeontheworld

Auf die 30 Cent pro Kilometer hat mich mein Steuerberater hingewiesen. Das Auto muss dann ein privates Fahrzeug sein. Die laufenden Kosten könnten dann natürlich nicht von der Steuer abgesetzt werden. Aber ich komme damit besser weg als mit Fahrtenbuch oder 1%-Regelung.

Vielleicht meinte derjenige die 1%-Regelung. Dabei wird 1% des Bruttolistenneupreises des Fahrzeuges pro Monat versteuert. Damit werden pauschal alle privaten Kosten, die das Fahrzeug verursacht, abgegolten.

Voraussetzung für die Anwendung ist, dass das Fahrzeug mindestens zu 50% für betriebliche Fahrten genutzt wird.
Günstiger kommt man aber in der Regel mit einem Fahrtenbuch, da bei 1% vom Bruttolistenpreis (+ Umsatzsteuer auf 80% des Wertes) häufig schon ein ordentlicher Betrag zustande kommt.

Elektronische Fahrtenbücher/ Apps gibt es - die guten sind aber zur Zeit (noch) recht kostenintensiv. Das lohnt nur, wenn du mindestens die Kosten durch das Fahrtenbuch im Vergleich zur 1%-Regelung einsparst.

Muss man im Fahrtenbuch auch alle privaten Fahrten angeben oder nur geschäftliche? 

@takeontheworld

Du musst angeben, dass eine Fahrt privat war, aber nicht wohin du da genau gefahren bist.

Wenn das Fahrzeug  ausschließlich gewerblich genutzt wird ist das durch einreichen der Belege  ausreichend..

So ein Tipp von mir dazu  ist es aber Sinnvoll aus Glaubwürdigkeitsgründen ein zweites Fahrzeug für privatnutzung  mit anzugeben.. Das kann zB ein Smart sein oder irgendwas kleines..  oder den Zweitwagen der Ehefrau .

Wird das Fahrzeug  jedoch Teilweise auch privat genutzt dann solltest du deinen Steuerberater fragen  wie der das an besten haben will  ( denn der kennt Das Finanzamt  bzw deren Vorstellungen  sowie deine  gewerblichen und deine privaten Umstände )  um deine kosten plausiebel  zu aufzuschlüsseln. 

Das heist nicht das es da rechtliche Unterschiede gibt aber das eine  Finanzamt unterscheidet erfahrungsbedingt  in Grenzfällen eben möglicherweise anderst wie das andere.. was wie anerkannt wird..  

Joachim

1% Methode.

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