Gibt es eine Verpflichtung an einen eingeschalteten Anwalt zu schreiben?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nur wenn dieser seine Bevollmächtigung mit Originalunterschrift seines Mandanten vorgelegt hat.

Vielen Dank für die Antwort. Auf welcher Rechtsgrundlage beruht diese Verpflichtung?

@Bundenthaler

Das ist allgemeiner Rechtsgrundsatz. Es könnte ansonsten jeder Anwalt behaupten, er sei der Anwalt der betreffenden Person.

@albatros

Das verstehe ich nicht. Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich möchte eigentlich wissen, auf welcher Rechtsgrundlage die Verpflichtung besteht, dass ein Nichtanwalt einem Anwalt schreiben muss(?) und nicht direkt der anderen Person schreiben darf. Ich habe bisher nirgends eine solche Verordnung, Vorschrift oder Gesetzt gefunden. Soweit ich bis jetzt informiert bin, darf ich in jedem Fall den Anwalt ignorieren. Ob das nun klug ist oder nicht, darum geht es mir im Moment nicht.

@Bundenthaler

Eine gesetzliche Verpflichtung , dass der "Beklagte" seinen Schriftverkehr zur Sache an den Anwalt (Rechtsvertreter) des"Klägers" richten muss, gibt es mit Sicherheit nicht. Dir steht das frei auch an den Streitgegner persönlich zu schreiben und den Anwalt zu ignorieren. Etwas anders sieht es für den Mandanten des RA, deinen Vermieter, aus. Er hat den RA mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt. Demzufolge wickelt der RA allen Schriftverkehr für ihn ab. Rechtskraft haben zunächst für dich die Schreiben des RA nicht. Erst wenn du vom Gericht Post bekämst, müsstest du diesem antworten (gegebenfalls dein Anwalt). Zunächst gibt es noch keine Klage, also steht dir frei, wem und was und ob überhaupt du auf den Schriftsatz des RA anwortest. RÄte drohen oft gerne und sind in der Wortwahl unsachlich, das dürfen die (leider) und dürfen sogar lügen (im Interesse ihres Mandanten). Vor Gericht wärst du dann gehalten, den Beweis anzutreten, dass die Tatsachen bzw.die Wahrheit den Behauptungen entgegen stehen.

@albatros

Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Hat mir sehr geholfen!!!

Wenn der Vermieter einen Anwalt eingeschaltet hat, läuft die Kommunikation tatsächlich über diesen Anwalt. Und allein die Tatsache, DASS der Vermieter einen Anwalt beauftragt hat, deutet doch darauf hin, dass er auf Eure Forderungen nicht eingehen und auch nicht direkt mit Euch reden/schreiben will.

Daher solltet Ihr zusehen, dass Ihr Euch rechtliche Hilfe holt, ggf. einen Anwalt oder den Mieterverein, um da keine formalen Fehler zu machen. Wünsche Euch viel Erfolg!

Da der Fragesteller offenkundig keinerlei Erfahrung mit Juristen hat, wäre es durchaus vernünftig, wenn er sich professionelle Hilfe holte (formale Fehler könnte er übrigens allenfalls in einem Verfahren machen, aber nicht in Antwortschreiben an Anwälte).

Und das mit dem "Erfolg"? Nun ja, Mieter machen immer wieder Mietminderung geltend und müssen vor Gericht dann erfahren, dass dies substanzlos war. Ob ein Mangel an der Mietsache vorliegt, der zu einer Mietminderung berechtigt, entscheidet letztendlich ein Amtsrichter.

Alles läuft über seinen Anwalt,der Vermieter hat nichts mehr auf Eure eventuellen Briefe an Ihn,zu antworten,dafür hat Er ja den Anwalt beauftragt . Wenn Ihr wie Du schreibst,alle Regeln eingehalten habt und die Miete angemessen gekürzt habt,würde ich alles auf mich zukommen lassen . Da hilft dem Vermieter auch sein Anwalt nichts . Solltet Ihr allerdings die Miete unangemessen gekürzt haben,würde ich mir auch einen Anwalt nehmen,alleine werdet Ihr das dann nicht bewältigen können .

Herzlichen Dank für die vielen Antworten. Die verschiedenen Ratschläge sind sicher gut gemeint und haben auch durchaus Ihre Berechtigung. Mir geht es aber hier nicht darum, ob die Miete denn nun gerechtfertigt gekürzt wurde oder um sonstige Fragen des Mietrechtes. Mir geht es einfach nur darum, ob jemand definitiv weiß, ob es eine Rechtsvorschrift gibt, die den von einem Anwalt angeschriebenen verpflichtet auch diesem Anwalt zu schreiben und ob es diese Rechtsvorschrift, sofern es sie gibt, verbietet, dem Vermieter direkt zu schreiben. Nur darauf zielt meine Frage.

Der Vermieter hat nun einen Anwalt eingeschaltet, der allerdings sehr unsachliche Schreiben verfasst, die teilweise nahe an der Grenze zur Beleidigung sind. Wir sehen nun nicht ein, dass wir diesem Anwalt weiter Antwort auf seine unmöglichen Schreiben geben.

teile deinem vermieter das mit.

... das wird dem Vermieter doch so was am A.rsch vorbeigehen, wenn er einen bezahlten Anwalt für diese Sache hat, oder nicht ???

@frugi

du bist nicht verpflichtet,schreiben,von wem auch immer,zu beantworten,NUR um schreiben vom gericht oder von behörden sollten man sich besser kümmern.

Und dann?

Was meinst du, was den Vermieter das interessiert?

@Saarland60

... das hab ich gerade geschrieben. Wer lesen kann ist klar im Vorteil !

@frugi

Größere Vorteile hätte man, wenn man auch noch ein Mindestmaß an Sachkunde hätte bei dem, was man gerade schreibt.

Ich habe derzeit auch einen Anwalt in einer Angelegenheit, der die Schreiben für mich verfasst. Wenn ich es selber machen soll, dann bräuchte ich ja keinen Anwalt. Ich bespreche die dinge mit ihm und er setzt dann die Schreiben auf und kommuniziert für mich. Es ist besser, wenn Schriftverkehr über Anwalt läuft. ich hätte keine Lust auf falsche Beschuldigungen von anderen ohne Anwalt zu reagieren! Gerade dann, wenn es sich um absolut gemeingefährliche menschen handelt!

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