Gibt es eine Begrenzung der Höhe der Kosten für die Gartenpflege in der Nebenkostenabrechnung?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch bei umlagefähiger Gartenpflege hat der Vermieter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit zu folgen. Das bedeutet, er kann keine superteure Firma beauftragen, weil deren Chef möglicherweise befreundet ist oder ihn für den Vertrag ein kleines Geschenk zukommen lässt. Es gibt mittlerweile Betriebskostenspiegel. Der für Sachsen besagt einen Durchschnittspreis von 0,06 EURO / m² Wohnfläche für Gartenpflege. Der Durchschnittswert für Betriebskosten insgesamt beträgt in Sachsen 2,22 EURO/m² Wohnfläche.

Hallo! Wo findet man denn diese Durchschnittswerte für Sachsen??? Meine Tochter hat ein 3-Familienhaus und die Mieter wollen die Nebenkosten für den Hausmeisterdienst nicht akzeptieren. Der kostet 200 €/Monat. Darin enthalten sind: Winterdienst bzw. Rasenpflege, Straßenreinigung, Mülltonnen und evtl. anfallende Kleinreparaturen. Leider gibt es in unserer kleinen Stadt auch kaum Anbieter.

Das hängt, denke ich vom Einzelfall ab. Wenn Du natürlich in einem Schloss einer Parkanlage wohnst, wird es teuer. Gibt es bei euch am Haus nur einen Blumenkasten, wird alles was über 20 Euro im Jahr geht zu viel sein. Frag doch mal beim Mieterschutz...

Die für die Gartenpflege berechneten Kosten müssen der Art und Höhe nach angebracht sein. Es ist zu prüfen, ob die durchgeführten Arbeiten, die Anzahl der gesetzten Stunden und das aufgewendete Material angemessen und übliche Preise angesetzt worden sind (AG Münster WM 2000, 197).

korrekt DH

@Obelhicks

Hallo Obelhicks, lang nichts von dir gehört. Ich grüße dich. Alles Gute für's neue Jahr 2017

der vermieter muss immer der gülnstigsten Handwerker (hier Gärtner) aussuchen (Billigheitsprinzip heisst das glaube ich). Der Vermieter darf die Kosten nicht durch überteuerten Gärtner in die höhe treiben, macht stunk beim hausverwalter und fragt nach entsprechenden angeboten.

wo steht das denn??? Man muss doch nicht immer - egal wo - das billigste nehmen.

@Tabaluga1961

bei manchen sachen doch. so sollte der vermieter z.b. wenn er oil einkauft mehere angebote einholen und bei dem preiswertesten anbieter ordern.darüber sind schon einige urteile in dem sinne gefällt worden.

@Tabaluga1961

das billigste und qualitativ das beste, wenn der vermieter sagt das die gartenarbeiten 2009 zb. 1000 euro kosten aber dafür in den folgenjahren z.b. 100,- euro dann ist es dagegen nichts zu sagen, so wars es auch bei uns (12000 euro 2007 jetzt nur noch 7500 euro). unsere aussenanlagen waren jahrelang nciht gepflägt

(Billigheitsprinzip >>>> Wirtschaftlichkeitsgebot (s. BGB)

Eine "Begrenzung" in Euro gibt es so nicht, da es immer auf die Grundstücksgröße, Gartengröße etc. ankommt. Und auch ob ein Garten hochwertig und professionell gepflegt wird oder nicht. So pauschal kann man die Frage eben nicht beantworten. Als Außenstehender jedenfalls nicht. Man kann hier nur allgemein antworten und wie bereits geschehen, dass der VM hier wirtschaftlich denken muss. Also kein Geld zum Fenster rausschmeißen. Es gibt aber auch Anwesen mit teuren Gartenanlagen und entsprechende Mieter die das so möchten. Dann wird es eben teurer.

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