Gibt es ein Widerrufsrecht bei Privatverkauf eines PKW?

6 Antworten

Widerrufsrecht schon mal nicht.

Allerdings muss auch ein nichtgewerblicher Verkäufer für Sachmängel an der Sache haften (die Haftung kann man aber vertraglich ausschließen).

Immerhinque ist die Sachmängelhaftung beim ugs. Privatverkauf nicht so brontal wie bei gewerblichem Verkauf.

Wichtig ist, dass es die Beweislastumkehr hier nicht gibt. Das heißt, der Käufer muss nachweisen, dass der Mangel bei Übergabe der Sache bereits vorlag.

Wenn der Motor auch nur eine Minute gelaufen ist, ist das schon mal ausgeschlossen.

Dann hättest du als Verkäufer auf Mängel hinweisen müssen, die man bei einem Auto mit diesem Alter und dieser Laufleistung üblicherweise nicht erwarten muss UND wenn sie dir bekannt waren. Ansonsten sind diese Mängel ebenfalls in der Sachmängelhaftung mit drin.

Ich sehe das also ziemlich entspannt für dich.

Zu diesem Thema sind mittlerweile mehrere Server vollgeschrieben worden. Alle paar Monate weist der ADAC darauf hin, dass "gekauft wie gesehen" kein ausreichender Ausschluss für Gewährleistungen mehr ist.

Also wenn dein Kumpel einen zeitgemäßen  Normvertrag ausgefüllt hat, sollte er mit einem Anwalt zurückdrohen.

Ansonsten ist er vielleicht einem dieser Betrüger aufgesessen, die mit dieser Masche ihr Geld machen.

Widerrufsrecht ist hier nicht das Thema, denn ein solches besteht nicht. Problem dürfte die Gewährleistung sein. Welche Regelungen wurden hierzu im Vertrag getroffen? Gibt es evtl einen Ausschluss?

Ich zitiere mal aus dem Vertrag:
"Das Fahrzeug wird -swoeit nicht nachstehend ausdrücklich Garantien zugesagt sind - wie besichtigt und probegefahren unter Ausschluss jeglicher Haftung für Sachmängel verkauft."

Es wurden keine Garantien o.ä. vereinbart.
Somit sind wir auf der sicheren Seite, oder?

@Lysinia

Ziemlich sicher.

Sieht schon mal nicht schlecht aus

Gibt kein Widerrufsrecht.

Man kann bei allen Käufen, ausgenommen verderbliche Lebensmittel, das Produkt bis zu 2 Wochen nach dem Kauf ohne bestimmten Grund zurückgeben, das gilt auch bei gebrauchtkäufen.

Was für ein ausgemachter Quatsch!!!

Paragraph 355 BGB Absatz​ 1,2: "[...] Der Widerruf erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Unternehmer. Aus der Erklärung muss der Entschluss des Verbrauchers zum Widerruf des Vertrags eindeutig hervorgehen. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. (2) Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage[...]" informiere dich bitte bevor die hier meinst dich mit bestimmten Sachen auszukennen, danke!

@124ulo

...gegenüber dem Unternehmer.
Wie bereits oben geschildert handelt es sich um einen Privatverkauf.

@124ulo

" informiere dich bitte bevor die hier meinst dich mit bestimmten Sachen auszukennen, danke!"

Das ist noch das Beste an deinem Text. Sehr richtig! Beherzige das!

EDIT: Und gleich auch noch doppelt falsch:

"Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt..."


 

Vor allem sollte man erst mal den ersten Satz des Paragraphen lesen, bevor man mit dem zweiten weiter macht

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