Gibt es auch bei Pausenzeiten im Betrieb ein Gleichbehandlungsgesetz?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn es einen Betriebsrat gibt, fragt doch dort mal nach. Wir haben das Problem mit einer Betriebsvereinbarung geregelt.

Bei uns war auch vorgesehen, dass Teilzeitkräfte mit einer Arbeitszeit von bis zu sechs Stunden/Tag keine Pause haben. Der Betriebsrat hat sich allerdings dahingehend durchgesetzt, dass jetzt in der BV steht, dass auch Teilzeitkräfte Pause machen können, diese dann aber abgestempelt werden muss.

Manche Kolleginnen machen jetzt Pause, andere gehen lieber etwas eher heim und alle sind zufrieden.

Danke fürs Sternchen.

Das Problem ist jetzt scher zu lösen, wenn man den gesamten Zusammenhang nicht kennt. Zum einen steht hier nichts, ob die 6h Kräfte nach 5h eine Pause von 30 minuten machen, aber dafür erst nach 6h30min Feierabend machen dürfen. Die Pause ist über Dienstplan geregelt. also zeitlich fest in einen Betriebsablauf eingeplant. 

Wenn Pausen einschließlich vom Chef überzogen werden, muss sie dann ganz allein das Unternehmen retten? Was würde geschehen, wenn sie sich die 30 minuten dabei setzt und halt die 30 minuten länger bleibt? 

Ich persönlich würde meine Pause dann lieber zu Hause verbringen, anstatt nach 4h30 meine 30 Minuten Pause in der Firma zu verbringen. 

Wenn sie hierfür einen  ausreichenden Grund für eine Kündigung sieht, dann gibt es vermutlich noch mehr Probleme. 

Hier kann nur ein Betriebsrat helfen, falls einer vorhanden ist. 

Dabei spielt es keine Rolle ob nun 5 Std AZ oder 6 Std AZ, keiner hat laut Gesetzt Anspruch auf 30 min Pause.

 

Das Gesetz gibt auch nur vor, ab wann eine Pause zu nehmen ist.

Selbstverständlich kann man individualvertraglich oder durch Betriebsvereinbarungen regeln, dass auch schon bei weniger als 6 Stunden Arbeitszeit eine Pause genommen werden kann.

Mir ist nun zu Ohren gekommen, das die Kollegin mit den 5 Std Arbeitszeit sich ungerecht behandelt fühlt,was ich gut verstehen kann, und eine Kündigung in Betracht zieht

 

Warum? Nur weil man bei 5 Stunden Arbeitszeit keine Pause bekommt, die einem gar nicht zusteht?

Dann fängt sie bei einem anderen Betrieb an, arbeitet dort auch nur 5 Stunden und hat auch keine Pause.

Ich habe eine Kollegin, die genau das gleiche macht, wie ich. Sie bekommt dafür deutlich mehr Gehalt und hat täglich 15 Minuten länger Pause, als ich.

Deswegen kündige ich doch nicht gleich meinen Arbeitsvertrag.

Zeig mir ein Unternehmen, in welchem alle Angestellten gleich behandelt werden, egal, ob Arbeitszeit, Arbeitsumfang oder Gehalt.

gibt es ein Gesetz gegen Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz?

 

Nein.

"gibt es ein Gesetz gegen Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz?" Nein.

Selbstverständlich gibt es ein solches Gesetz: das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz AGG.

Uund außerdem gibt es den allgemeinen arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz, der generell die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern ohne sachlichen Grund verbietet (auch wenn dieser Grundsatz nicht schriftlich kodifiziert ist).

Aber nicht jede "Ungleichbehandlung" ist eine solche nach diesem Gesetz oder diesem Grundsatz; insofern ist Deine rhetorische Aufforderung "Zeig mir ein Unternehmen, in welchem alle Angestellten gleich behandelt werden, egal, ob Arbeitszeit, Arbeitsumfang oder Gehalt." zutreffend.

@Familiengerd

Schon klar, aber deswegen kann ich doch Arbeits- und Pausenzeitenregelungen individuell regeln.

Das Recht des einen muss nicht gleichzeitig das Recht des anderen sein.

@ChristianLE

Mein Kommentar bezieht sich ausdrücklich nur auf Dein "Nein" zur Frage, ob es ein Gesetz gegen Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz gebe.

Außerdem habe ich im letzten Absatz ebenfalls ausdrücklich erklärt, dass nicht jede "Ungleichbehandlung" rechtlich relevant ist im Sinne diese Gesetzes oder Grundsatzes.

Also die mit 6h AZ bekommen 30m Pause, die mit 5h AZ keine, obwohl keinem eine Pause zusteht?

Dann hat die mit ihren 5h nix zu beanstanden. Ich nehme an die Pause wird sowieso nicht bezahlt also ist das doch sowas von egal oder?

Darum, dass Pausen überzogen werden muss sich der AG kümmern, oder er duldet es einfach.

Ich verstehe das Problem der Firma nicht???

Lass die Frau doch 15 oder 30 Minuten Pause machen... Immerhin muss sie ja dann auch diese Zeit "länger" arbeiten.

Am Ende hat sie trotzdem ihre 5 Stunden geleistet und ist froh über eine kleine Pause.

Nur ein glücklicher Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter!

PS: Das Problem der Ungleichbehandlung tritt wohl in jedem Betrieb auf. Es fühlt sich immer jemand benachteiligt, bzw andere nehmen die ganze Hand, auch wenn man ihnen nur den Finger entgegen streckt... 

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