Gewohnheitsrecht? Gibt es das?

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Zunächst solltet Ihr bei der Straßenverkehrsbehörde der Gemeinde nachfragen, wem das Grundstück gehört und ob es nicht sogar dem Öffentlichen Verkehr gewidmet ist. Wenn nicht könnt ihr gar nichts machen. Die Stadt/Gemeinde könnte aber zugunsten der Verkehrssicherheit handeln, wenn sie will.

Ja, daran haben wir auch schon gedacht, Wir wissen zwar genau, wem das Grundstück gehört, aber wir werden uns bei der Behörde mal erkundigen und das Problem schildern. Es geht ja wirklich auch um die Sicherheit, denn in dieser Straße wohnen viele Kinder. Selbst ein Krankenwagen hätte keine Möglichkeit zu wenden.

Wenn es sein Grundstück ist darf er das. Gewohnheitsrecht ist eine Legende.

Also natürlich gibt es Gewohnheitsrecht. Hier wiederum kommen möglicherweise noch andere Aspekte hinzu, die das einfache "Schließen" dieser "Wendeplatte" unterbinden. Was soll denn der sachliche Grund für den Sinneswandel des Besitzers sein?

Benenne doch bitte den entsprechenden Paragrafen wo das geregelt ist.

@Artus01

Grundsätzlich zeichnet sich ja gerade Gewohnheitsrecht dadurch aus, dass es nicht in einem Paragrphen geregelt wird, sondern Recht gesetzt wird durch eine lang andauernde, regelmäßige und sich ständig wiederholende Praxis, die von allen Beteiligten eigentlich umstandslos akzeptiert und befolgt wird. :-)

Schau mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gewohnheitsrecht

Der Besitzer hat sich entschlossen in eine kleinere Wohnung zu ziehen und das Haus zu vermieten. Die Mieter haben diesen Wunsch ausgesprochen. Hierbei ist aber zu bedenken, dass dieser Garagenplatz unterhalb des Gartens liegt, also zu nichts Anderem genutzt werden kann, als zum Parken oder Wenden. Das Problem betrifft natürlich auch viele Andere wie z. B. Post, Lieferanten, Handwerker usw.

@Anke1607

Aus solchen Gründen heraus könnte ich mir gut vorstellen, dass hier a. Gewohnheitsrecht vor den Interessen des Mieters zu gelten hat und b. privatrechtliche Eigentümerinteressen hinter allgemeinen öffentlichen zurückstehen müssen. Notfalls könnte die Kommune vermutlich auch die Enteignung des entsprechenden Grundstückteils betreiben.

Gewohnheitsreicht - Nachbar über unser Grundstück

Hallo! WIr haben ein Haus gekauft über dessen Grundstück ein Weg verläuft. Über diesen Weg fährt der Nachbar zu seiner Garage. Wir möchten den Gartenteil jetzt aber als Garten nutzen und somit die Durchfahrt dichtmachen. Der Nachbar käme damit nicht mehr zu seiner Garage. Gibts da ein Gewohnheitsrecht?

Fakten: - im Grundbuch ist nix eingetragen - Der Nachbar hat auf der Südseite (Hanggrundstück!) über 30 Meter Breite Anschluß an eine öffentliche und mit Autos befahrbare Straße. - Hauseingang und Garage sind aber Nordseitig, dh oben am Hang - Parkplätze sind in 30 Meter Umkreis genügend vorhanden (öffentliche Straße) - es gibt noch weitere Alternativwege, allerdings derzeit nicht mit Auto befahrbar. - Es geht eigentlich nur um Bequemlichkeit und Kosten: unser Grundstück hat den Zugang zur Straße im Süden: die Garage steht im Hang und es führt eine Treppe mit 66 Stufen hoch zu Haus. Es ist also nicht unmöglich, aber teuer und unbequem für den Nachbarn, es ebenso zu machen, er MUSS nicht über unser Grundstück.

Ich frage deshalb, weil der Nachbar ziemlich unverschämt droht, wenn unser Besuch auf seinem Grundstück wenden will (es ist nunmal eine Sackgasse dieser Privatweg), aber er fährt munter drüber ohne zu bedenken daß er über fremdes Land fährt. Er darf zwar gern noch durch solang der Garten nicht umgestaltet wird, aber ich würd dann Tore aufstellen und ein Schild ("Privatgrundstück - Durchfahrt verboten") um den regen Verkehr etwas einzudämmen - momentan fährt ja jeder der zu seinem Haus will über unser Grundstück (3 Autos der Bewohner, Besucher, Lieferanten, Handwerker, Post, einfach alle).

Also Frage: kann ich dort Tore aufstellen oder gibts da sowas wie ein Gewohnheitsrecht? Sind seit 1 Monat eingetragene Eigentümer.

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