Gewerbeschein: Steuernummer nicht bekommen, trotzdem Rechnung geschrieben (2014). Nachträgliche Konsequenzen, auch für meine Steuererklärung?

2 Antworten

Wenn du selbst Rechnungen schreibst, MUSS eine Steuernummer drauf sein. Auch der Vermerk der Kleinunternehmerschaft, falls du keine Steuer in der Rechnung ausweist. Das kann man nur bis zu einem bestimmten Umsatz pro Jahr. Eigentlich musst du eine Steuernummer beim FA beantragen und in diesem Antrag kreuzt du ggf. Kleinunternehmerschaft an. In deiner Steuererklärung musst du natürlich ALLE Einkünfte angeben, Lohn/Gehalt und eben auch Freiberufler-Einkommen. Wenn das FA eine Prüfung in der Firma macht und deine Rechnung ohne notwendige Angaben findet, kann sie den evtl. Vorsteuerabzug für nichtig erklären.  Und das hat Folgen für BEIDE.

sie auch:

 https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Wenn Du als Arbeitnehmerin gearbeitet hast, brauchst Du nicht zwingend eine Steuernummer. Der Arbeitgeber führt für Dich zwingend Lohnsteuer ab. Damit ist alles geregelt. Die Steuernummer bekommst Du mit der Steuererklärung.

Wenn Du Rechnungen geschrieben hast (ohne Umsatzsteuer-Mehrwertsteuer) reicht es aus, die Einnahmen in der Steuererklärung anzugeben. Wenn Du mit USt/MwSt geschrieben hast, wende Dich ans Finanzamt.

Also im Vertrag stand, dass ich selbst verantwortlich bin für meine Steuer- und Sozialabgaben. Das heißt doch, dass keine Lohnsteuer o.ä. abgeführt wurde, wie du oben beschrieben hast, richtig?

Was möchtest Du wissen?