Gewässerschutz-Haftpflicht für Besitzer einer Ölheizung?

4 Antworten

unbedingt versichern! Beispiel: bei einer Bekannten in einem Kurort hatte sich über jahre ein winziges Loch in eine leitung gefressen weil`s so klein war blieb der ölverlust unbemerkt und die heizung lief ganz normal. bei schachtarbeiten auf einem nachbargrundstück wurden ölspuren entdeckt. daraufhin mußte im umkreis von 50 metern gebaggert werden. ohne versicherung für den harmlosen heizungseigentümer kaum zu bezahlen! Die Kosten zur entsorgung ölverseuchten bodens sind gewaltig.

wenn es tatsächlich mal zu einem Leck kommen sollte und ein Bodenaustausch notwendig ist, kann es sehr sehr teuer werden, vorallem wenn man einen betonierten Kellerboden hat (der muß ja aufgebrochen werden). Gerät das Öl sogar ins Grundwasser wird noch viel teurer. Da reichen 100.000 Euro nicht mehr aus

Von Häusern, die mit Öl beheizt werden, gehen Risiken für Umwelt und Gesundheit aus. Die wenigsten Hausbesitzer sind sich jedoch im Klaren darüber, wie groß die Gefahren für das Grundwasser sind. Bereits ein Liter ausgelaufenes Öl kann bis zu einer Million Liter Wasser unbrauchbar machen, sagen die Experten der Volksfürsorge Versicherungen.

Besagte Schäden belasten nicht nur die Umwelt, sondern sind auch ausgesprochen kostspielig. Im Schadenfall wird der Besitzer des Öltanks zur Kasse gebeten, egal, ob er, der Hersteller oder ein Installateur verantwortlich für den Schaden waren. Bestenfalls kann der Hausbesitzer später versuchen, sich sein Geld beim eigentlichen Schadenverursacher zurückzuholen. Hausbesitzer können sich aber gegen Schäden durch ausgelaufenes Öl versichern: Eine Öltank- bzw. Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 2 Millionen Euro kosten in der Größenordnung von 75 Euro pro Jahr für einen Öltank in einem Ein- oder Zweifamilienhaus.

Einige Versicherungen wie die Volksfürsorge kommen nicht nur für Grundwasserschäden durch auslaufendes Heizöl auf, sondern auch für sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen, um einen Gewässerschaden zu verhindern. Diese Rettungskosten können sich schnell auf 50.000 Euro und mehr summieren. Auch Schäden, die an den eigenen Kellerfundamenten oder Gartenanlagen entstehen, jedoch nicht Schäden an der Tank-Anlage selbst, sind versicherbar.

(Quelle: baulinks)

Dem kann ich mich nur anschließen und noch ein Beispiel hinzufügen: Einer unserer Nachbarn ein paar Häuser weiter heizt auch mit Öl. Vor gut nem Jahr wurde das Haus neben seinem abgerissen und es sollte ein Neues gebaut werden. Bei den Kellerarbeiten wurde dann das Erdreich überprüft und es wurden Spuren von Heizöl gefunden. Da außer besagtem Nachbarn alle im Umkreis mit Holz heizen, war schnell klar, woher das Öl kam und das kleine Leck war auch schnell ausgemacht. Wäre unser Nachbar nicht versichert gewesen, hätte ihn das ruiniert. Vorsorge ist in diesem Fall unerlässlich.

Es macht neuerdings sogar doppelt Sinn. So gibt es seit Juli08 erstmals im Privatrecht eine richtig definierte Umwelthaftpflicht. Ich würde hier also auf eine wirklich aktuelle Police achten die dies bereits mit einschliesst.

Was möchtest Du wissen?