Geschätzte Bearbeitungszeit einer Invaliditätszahlung?

2 Antworten

Hallo mori327, den ersten Teil Deiner Aussage habe ich verstanden. Was ich jetzt nicht verstehe ist, dass Du schreibst: Der Arzt hat das Gutachten geschrieben und an meine Krankenkasse weitergeleitet. Was hat deine Krankenkasse damit zu tun??

Sprichst Du evtl. von einer gesetzlichen Unfallversicherung? Bei einer privaten Unfallversicherung hat die Krankenkasse damit überhaupt nichts zu tun? So kann ich Dir keine vernünftige Antwort geben. Bitte etwas näher erläutern. Danke.

Ups! :D Du hast Recht! Es wurde an die private Unfallversicherung geschickt, nicht an die Krankenkasse ;-)

@mori327

Hallo, es gilt folgende Regel: Der Dauerschaden muss nach 12 Monaten vom Unfalltag an gerechnet eingetreten sein und innerhalb von weiteren 3 Monaten ärztlich nachgewiesen werden.

Dies bedeutet zweierlei: Nach den ersten 12 Monaten kann man, sofern man der Überzeugung ist, dass eine dauernde IV vorhanden sein wird, seinen Anspruch "dem Grunde nach" anmelden. Ich mach also nur geltend, dass überhaupt eine dauernde IV vorliegt. Nun kommen die nächsten 3 Monate. Hier muss ein Arzt bestätigen welche Form der IV vorliegt. Dies nennt man "der Höhe nach" anmelden. Es kann aber sehr gut sein, dass der Arzt, den ich beauftrage, garnicht in der Lage ist (fachlich und/oder zeitlich) die dauernde IV festzustellen. Wenn es mein Hausartzt ist, wird er ggf. schreiben, dass ein Facharzt der Richtung XXXX dafür zuständig ist, wobei er aber auch gleichzeitig sagen kann, dass diese dauernde IV erst in weiteren 3-6-9-12 Monaten überhaupt erst endgültig festgestellt werden kann. Dies alles hängt aber nur von seinem "Gutachten" ab, also seiner Stellungnahme.

Dabei ist äußerste Vorsicht geboten: Zur Anmeldung seiner dauernden IV erhält man zumeist einen Vordruck, den der Arzt ausfüllen muss, und in welchem folgende Frage steht: Wird ein dauernder Schaden bzw. eine dauernde Invalidität zurückbleiben? Es folgen zwei oder drei Antwortmöglichkeiten: JA - NEIN und manchmal auch EVTL. Viele Ärzte neigen dazu, besonders wenn der Heilungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, hier das Feld EVTL. anzukreuzen. Dabei gehen dann Versicherer, die dieses Kästchen/Feld verwenden davon aus, dieses "evtl." als NEIN auzulegen und lehnen damit die weitere Regulierung ab. Hier hat sich besonders die DEVK hervorgetan. Ich kann vor einem solchen Kästchen nur warnen, die Kunden werden über den Tisch gezogen. Dieses Kästchen ist rechtswidrig. Es gibt nur ein JA oder NEIN.

Es hängt also nun von Deinem Arzt ab, wie das Gutachten ausgefallen ist und ob er oder ein anderer Arzt sich zutrauen die dauernde Invalidität der Höhe nach in welcher Zeit zu bestimmen. Eine diesbezügliche Antwort durch den VR solltest Du aber innerhalb von 4 Wochen nach Eingang der Unterlagen erhalten. Alles Gute.

Wenn wir von einer privaten Unfallvorge sprechen kann 1 Jahr & drei Monate zwischen endgültiger Festtellung und Auszahlung liegen, dies ist aber vertragliche so auch vorgesehen (abzüglich Vorrauszahlung bei Sofortleistungen ,wenn versichert )

Bei der gesetzl.(GUV) Träger über die BG wird meist erst ab 20 % "Versehrtheit" und nach Festlegung des letzten Attest des Vertrauensartzes bzw. deines Artzes geleistet !

HG DerMakler

KFZ-Schadensregulierung: Darf ich den Gutachter für ein Gegengutachten ebenfalls selbst wählen?

Hallo. Eine Frage zur Schadenbearbeitung bei einem kfz-unfall: Im Dezember 2015 bin ich Opfer eines Kfz-Unfalls geworden. Die schuldfrage ist eindeutig geklärt und liegt beim gegnerischen fahrer - die polizei wurde nach beiderseitigem einverständnis nicht verständigt. Im januar habe ich einen gutachter eingeschaltet und das gutachten an die gegnerische versicherung weitergeleitet. Auch sonstige notwendige informationen zur bearbeitung lagen der versicherung vor. Da ich mehrere wochen nichts gehört hatte, meldete ich mich regelmäßig zurück, um mich nach dem stand zu erkundigen - "Die regulierung ist in arbeit" bekam ich meistens zur antwort. Ende märz fragte ich wieder nach. Man glich mit mir die bankverbindung ab, bestätigte mir dass alle nötigen infos vorliegen und sagte mir, dass die zahlung nun angewiesen werde...ENDLICH! da ich auch 2 wochen später weder post noch einen eingang auf dem konto erhielt, meldete ich mich erneut. Auf einmal hieß es wieder, dass der vorgang noch geprüft wird und ein gegengutachten notwendig sei - 4 monate nach dem unfall!!! Ist das rechtens? Mit hilfe eines anwaltes lehnte ich das gegengutachten ab und stellte eine erneute frist zur zahlung - auch diese wurde ignoriert. Dem anwalt sagte man: ohne gegengutachten kein geld... und so hat er uns den fall auch zurückgegeben. nun stehe ich wieder am anfang. Mehr als 5 monate sind vergangen - der schaden nicht repariert und auch habe ich kein geld erhalten. Muss ich das gegengutachten zulassen - nach so langer zeit? Ein gutachten liegt der versicherung ja seit januar vor. Darf sie dieses überhaupt ablehnen? Kann ich auch für das gegengutachten selbst wählen, wer sich das auto anschaut? Vielen dank für eure hilfe...

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