Geschäftsaufgabe, was passiert mit Kundeneigentum

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Dein Vater Eigentum andrer Leute entsorgt/ beschädigt oder sonstwas damit anstellt, Ist er schadensersatzpflichtig und macht sich u.a. strafbar. Die Eigentümer nachweislich zu verständigen, ist seine Pflicht. Das geht nicht per Zeitungsannonce..........

Tjaaaa... mein Vater ist über 70, sin Pachtvertrag läuft in spätestens 1,5 Jahren an, dann müssen die Firmengebäude abgerissen werden. Er mag dem Ende (der Reifenhandel war sein LEBEN) nicht entgegensehen. In letzten Jahren verschuldet er sich ohne Ende, da die betriebskosten die Einnahmen weit übersteigen. Aber die Bank hat als 'Sicherheit' ja das Haus... Alles reden und zureden hilft nicht. Aber wenn nicht zuvor noch eine Insolvenz zu beantragen ist (o.Ä), dann ist ja allerspätestens mit Ende des Pachtvertrages das Thema durch. Men Vater hat sein Geschäft immer echt 'unüblich' geführt. Möglicherweise hat er ein paar Telefonnummern der Reifeneigentümer, aber wahrscheinlich nicht alle. Vielleicht sollten wir sicherheitshalber alle TelNr. abtelefonieren, die wir 'finden'. Aber slbst das wird nicht ausreichen. Mein Vater lässt nicht mit sich reden und dennoch wollen wir versuchen, ihm und damit auch nicht zuletzt meiner Mutter und uns (die ja irgendwann die finanzlellen Schulden erben) zu helfen. Ärger ist sowieso vorprogrammiert. Hilfe!!!

Das hilft aber alles nichts, wenn er nicht einsichtig ist und das Geschäft von sich aus aufgibt. Man könnte ihm nur nochmals die Sachlage erklären und dann um Einsicht hoffen. Alles andere geht in die Hose...auch rechtlich !

@Solo54

...vielleicht noch ein Gedanke dazu, solltet ihr die Sache einfach angehen wollen, ohne an die Konsequenzen zu denken, würde ich das Kundeneigentum (Reifen) auf das eigene Grundstück, wenn vorhanden, auslagern. Es ist ja anzunehmen, dass die Kunden bis April oder Mai ihre Bereifung wieder auf Sommer umstellen wollen, dann ist man zumindest dieses Problem los. Auf dem jetzigen Pachtland kann man ja für diese Kunden eine Information darüber anbringen, wo die Reifen abzuholen wären.

Ohne Adresse? Das ist schon mal schwach. Dann muss an das geschlossene Geschäft ein Infokasten gehängt werden, wo die Reifen nun abzuholen sind (evntl. ein anderer Händler, der den Kundenstamm übernimmt) und außerdem muss an die Telefonnummer ein AB mit ähnlichem Text gehängt werden. Besser wäre es, einfach die Saison abzuwarten, bis alles geholt ist. Man kann die Öffnungszeiten ja stark eingrenzen.

Ich glaube, ihr könnt nicht einfach über Euren Vater hinweg solche Maßnahmen angehen. Es sei denn, Euer Vater ist nicht mehr geistig zurechnungsfähig, dann braucht ihr aber eine gerichtliche Befugnis. Ansonsten macht ihr Euch strafbar und bekommt sicherlich auch größten Ärger mit Eurem Vater.

Der Vater sollte in jedem Fall die Kunden anschreiben und sie von der Geschäftsaufgabe informieren und sie damit in die Lage versetzen, dass sie ihr Eigentum abholen können. Warum kann sich der Vater nicht aufraffen, er macht sich strafbar, wenn er das nicht macht. Eindringlich mit ihm reden und ihm sagen, dass er doch seine Kunden nicht so enttäuschen kann, wenn er sich nicht meldet.

Was möchtest Du wissen?