Ich habe gekündigt, ist die betriebliche Altersvorsorge kündbar?

4 Antworten

Da mein neuer AG mir ebenfalls automatisch eine betriebliche Altersvorsorge zu einem festen Prozentsatz bietet, bin ich nun unsicher, was ich mit der "alten" Versicherung tun kann.

Du kannst den Wert des Vertrages übertragen lassen. Allerdings wären ein paar Infos zu besagter bAV ganz sinnvoll.

  • Welcher Durchführungsweg?
  • Wie finanziert (Arbeinehmer, Arbeitgeber oder beides)?

Ich habe mir dem Vertrag angesehen, bin jedoch nicht viel schlauer daraus geworden. Kann ich den Vertrag stornieren oder ist es nur möglich, diesen bis zu meiner Rente auf Eis zu legen?

Wenn die Unverfallbarkeit eingetreten ist, hast du bis zum Rentenbeginn keinen Anspruch darauf und kannst nicht kündigen (§§ 1b - 4 BetrAVG).

Hallo,

die bisherige in den neuen Vertrag übertragen, natürlich.

Geht aber nur, wenn es dein Vertrag von Beginn an war (Arbeitgeberrechte) oder der alte Arbeitgeber diese dir überträgt.

Die Direktversicherung ist portable seit 2004. Das ist geltendes Recht.

In der Regel nicht kündbar (der jetzige Vertrag), kann aber unter die Mindestsummen fallen (bei Laufzeit 2 Jahre durchaus möglich) und dann auszahlbar.

Beste Grüße

Dickie59

Zunächst ist zu klären wer die rechte an der bestehenden bAV besitzt. Bei Arbeitgeber finanzierten Verträgen könnte der AG in den ersten fünf Jahren der Versicherung alle Rechte daran haben. Solltest du die rechte haben sollte der neue Arbeitgeber den alten Vertrag fortführen, da der Garantiezins deutlich höher ist als ein neuvertrag. (Achtung ein gruppenvertrag ist trotz schlechterer Garantieverzinsinsung wesentlich besser als ein alter Vertrag ohne gruppemvorteil). Lässt der Arbeitgeber den alten Vertrag nicht zu, sollte er beitragsfrei gestellt werden, das ist dann die beste Lösung. Bei Kündigung ist der ruckkaufwert Steuer- und Sozialabgaben- pflichtig.

Du musst in deinen Arbeitsvertrag schauen, ob da eine Anwartsfrist gibt, die du in der Firma sein musst, um die Altersvorsorge in Anspruch nehmen zu können. In der Regel sind das oft 10 Jahre. Hast du weniger, hast du Pech gehabt. Ich weiss, wovon ich rede.

Du weißt sicher nicht wovon du redest..... Die gesetzliche Frist beträgt 5 Jahre und nicht 10 Jahre und das auch nur für arbeitgeberfinanzierte Verträge oder dessen beitragsvorteile. Ich weiß wovon ich rede da das mein tagesgeschäft ist.

@TerhorstAgentur

Ich weiss sehr wohl, wovon ich rede, so stand es damals in meinem Vertrag und ich hatte nach 8 Jahren Pech gehabt. Von gesetzlich war damals noch keine Rede, das kam erst viel später. Die Firma ist aber auch bald nach meinem Weggang pleite gegangen und Recht geschah ihnen.

sorry, beitragsanteile waren gemeint und nicht beitragsvorteile

Der Vertrag besteht seit 2 Jahren 2013 abgeschlossen, 2008 wurde die gesetzliche unverfallbarkeit von 10 auf 5 Jahre herabgesetzt

In der Regel sind das oft 10 Jahre.

Arbeitnehmerfinanzierte Beiträge sind immer sofort unverfallbar, da es sich um umgewandelten Barlohn handelt auf den der Arbeitnehmer ohnehin Anspruch hätte (Entgeltumwandlung nach § 3, Nr. 63 EStG).

Zusätzliche Arbeitgeberleistungen können für maximal 60 Monate von der Unfallverfallbarkeit freigestellt werden und vom Arbeitgeber zurückgefordert werden, wenn dies vertraglich so vereinbart ist. Eine längere Frist ist unwirksam.

@kevin1905

Wie sich das damals verhielt, weiss ich nicht mehr, aber auch der Betriebsrat konnte nichts daran ändern, und die haben sich ausgekannt.

@teutonix1

Dem Betriebsrat das nötige Fachwissen zu unterstellen halte ich für höchst gefährlich. Ich glaube nicht, dass der Betriebsrat das wissen muss und auch nicht das er bei Falschaussage dafür haftbar wäre.

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