Geht sich jemand aus? Fahhrad, Defekt, Schaden

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Schwer einzuschätzen. Erst mal allgemein moralisch gesehen: Hat dir der Händler nicht gesagt, dass du nach einer Woche noch mal vorfahren sollst, damit er die ganzen Verbindungen nochmal checken und nachziehen kann? Machen die eigentlich. Hat er es gesagt und du warst nicht da, bist du verantwortlich. (Moralisch, rechtlich weiß ich nicht.)

Dann müsste man wissen, was eigentlich passiert ist. Züge, Schaltwerk und Umwerfer sind jeweils mit einer Schraube befestigt. Bei einem gelösten Zug würde die Kette nur auf den jeweils kleinsten Zahnkranz wandern. Auch ein loser Umwerfer würden die Schaltfunktion stark beeinträchtigen, es würde ratschen und die Gänge gingen nicht mehr alle, aber die Kette würde nicht frei herumspringen. Und eine abspringende Kette kann das Hinterrad auch nicht blockieren.

Bliebe das Schaltwerk hinten. Wenn das komplett abfällt, würde das passieren, was du beschrieben hast. Ist das nach zwei Wochen passiert, ist der Händler dafür (moralisch) zur Verantwortung zu ziehen und du hast Anspruch auf eine Reparatur und Schmerzensgeld. Er hat schlampig montiert oder ein fehlerhaftes Teil angebaut.

Das Recht würde sich, soweit ich das überblicke, nach der Moral richten. Allerdings muss dafür die Sachlage eindeutig sein. Die Befestigung des Schaltwerks, das sogenannte Schaltauge, könnte innerhalb der zwei Wochen auch schon einen Schlag abbekommen und sich verbogen haben. Das wäre dann dein Problem. Das Ergebnis einer solchen Verbiegung ist, dass wenn du drückst, also rechts einen kleinerern Gang einlegen willst, du das Schaltwerk in die Speichen schiebst.

Lässt sich nun einfach frestellen. Ist dieser kleine Steg, der das Schaltwerk mit dem Rahmen verbindet, verbogen oder nicht? Das wird den Händler jetzt interessieren.

Hallo,

auch danke für Deine Antwort.

Er ist verborgen, und die gesamte Verbindung nach innen (Richtung Kette, rechts) gedreht. Habe es mit dem Rad meiner Freundin verglichen, welches baugleich (als Damenversion) ist.

Zu Abschnitt 4) mit dem Schlag. Ich bin 3 mal damit gefahren, weil mein Hintern sich noch an den Sattel gewöhnen muss, dementsprechend habe ich Unebenheiten so weit es ging vermieden. (es ist übrigens ein ATB Bike, 27,5")

Zu Abschnitt 1): die Kette liegt in vorne in keinem Zahnrad mehr :S

Viele Grüße

@Agacy

Hallo, auch schöne Grüße :-)

Der Schlag muss nicht von dir gekommen sein. So etwas kann beim Fahren auch nicht passieren, und wenn du noch so wild gefahren wärst. Trotzdem ist das ein sehr häufig auftretender Schaden, den man sich z. B. in Fahrradständern holen kann (oder ein übler Zeitgenosse hat dagegen getreten.)

Natürlich liegt die Kette auf keinem Blatt mehr, wenn es so gewesen ist. Eigentlich müssten auch die Speichen etwas abbekommen haben.

Gute Besserung! Mit den Knien ist nicht zu spaßen.

Danke fürs Sternchen!

Als erstes zum Arzt ein Attest geben lassen, damit zum Fahrradhändler.Du hättest Dir den Hals brechen können. Laß Dich auf keine Disskusion ein oder irgendwas.

Bei sowas sollte man als erstes gucken on du beim Kauf eine Hersteller Garantie erhalten hast. Wenn ja kannst du mit einem Kassenbon bei im auftauchen und zeigen was mit dem Fahrrad passiert ist :). Wenn nicht hast du wohl Pech gehabt ;). Ich wundere mich aber gerade so über ein paar Sachen: Ein Teil was (angeblich) ganz neu war soll kaputt gegangen sein? Kann passieren aber unwarscheinlich... Dazu wundere ich mich wie sich der Hinterreifen durch die Kette so verkelien kann das er sich nicht mehr dreht, er hat schließlich einen Freilauf, welcher, falls die Kette auf irgendeine weise rauspringt u.A. Verhindert das sich das Rad aufhört zu drehen...naja... Also der Reifen hat sich aufgehört zu drehen und du bist bei einer Geschwindigkeit von 10km/h vom Fahrrad geflogen? Der Reifenstillstand ist etwa so wie eine Vollbremsung bei der sich der Reifen blockiert. Und selbst bei 30km/h den Berg hinunter und dann Vollbremsung haut mich nicht vom Fahrrad und auch sonst niemanden, du rutschst dann mit dem Reifen zur Seite und kippst schlimmstenfalls zur Seite und jeder normale Mensch würde versuchen sich mit dem Bein abzufangen also würde er auf dem kompletten Bein landen und nicht nur auf dem Knie :).

Entschuldige bitte mein Misstrauen falls dir wirklich dieser Unfall passiert ist, aber das ganze hört sich doch sehr unglaubwürdig an ;)

LG Asder

So wie Du Dich geäußert hast kann ich nicht nachvollziehen. Punkt

Hallo,

danke für deine Rückmeldung.

Es ist wirklich schwer es auf "Papier" zu bringen. Wenn Du auf einem Rad sitzt, runter schaust, siehst 3 Zahnräder, wo die Kette hin und her wechselt für den Sprung von 1-8, 9-16 und 17-24, richtig? Wenn man sich das Rad von der Seite anschaut, verläuft ein Teil der Kette oben, ein Teil unten, logisch. So, der obere Teil verläuft, bevor er an den 3 Zanrädern angekommen ist, an einer Führung durch, damit die bei Unebenheiten nach links bzw. rechts springt. Und diese Führung ist verkantet mit der Kette, und die Befestigung der Führung hat sich vom Rahmen aus (ist mit einem Spanner und 2 Schrauben wenn ich es richtig sehe) ist ebenfalls, in Richtung der 3 Zahnräder verkantet. Wenn ich versuche das Rad zu schieben, blockiert der komplette Hinterreifen als würde ich die Breme angezogen haben.

Bevor es zu dem Zwischenfall gekommen ist, ist mir noch folgendes aufgefallen: geht es Berg ab, nutze ich gerne den Leerlauf mit nach hinten treten. Habe ich dies gemacht, hing der obere Teil der Kette runter, bis fast zum unteren Teil und schwenkte nach rechts Richtung Schuh/Bein. Sollte auch nicht sein oder!?

Ich habe 6 Monate Herstellergarantie, sowie 2 Jahre Gewährleistung.

Grüße

@Agacy

Dann hat sich der Umwerfer verkantet (so heißt die Führung), kann man leicht reparieren, einfach wieder in die richtige Position drehen (sodass der Käfig von oben betrachtet parallel zur Kettenlinie liegt) und an der Schelle wieder festschrauben (Achtung, nach fest kommt lose!).

Wenn du kurz vor dem Hang geschaltet hast und dann nicht mehr weitergetreten hast, ist das durchaus normal, weil das Schaltwerk umgeschwenkt hat, die Kette aber noch auf dem anderen Ritzel ist, folglich klemmt es, wenn du zurücktrittst. Außerdem muss man bergab nicht nach hinten treten, das bringt überhaupt nichts (außer instabilerer Fahrweise, was auch das Schwenken erklärt). Wichtig ist bloß, dass beide Pedale auf gleicher Höhe liegen, so hast du das Gewicht zentral auf dem Bike und kannst so optimal agieren.

@Agacy
Habe ich dies gemacht, hing der obere Teil der Kette runter, bis fast zum unteren Teil und schwenkte nach rechts Richtung Schuh/Bein.

Doch, wenn du gleichzeitig die Kette über Kreuz stehen hast, d. h. kleines Blatt vorn, kleines Ritzel hinten, sieht das so aus. Du wendest Kraft rückwärts auf das Schaltwerk an, das spannt sich, der Rest Kette muss oben irgendwo hin.

So sollten die Gänge nie stehen, u. a., weil dann leicht mal die Kette abspringt. Außerdem, weil die Kette so schneller verschleißt ohne dass du zusätzliche Übersetzungen gefahren wärst.

@downhillmaster

Hallo :),

Berg ab bin ich nicht gefahren. Es war geradeaus ohne Steigung/Gefälle.

Das dass nach hinten treten nichts bringt leuchtet mir ein, hatte ich mir nur mal angewöhnt :O.

Hm, wegen dem Schwenken. Vlt. habe ich das falsch erklärt. Wenn ich mit dem Rad meiner Freundin fahre, ob gerade oder Steigung/Gefälle, und nach hinten treten, schlackert die Kette nicht nach rechts/links und hängt locker runter.

Habe ich dies bei meinem gemacht, ist die Kette so weit nach rechts "geschlackert", ohne zurückzukommen, dass sie meine Schuhe/Bein berührt hat. Und das habe ich bisher noch nicht erlebt bzw. bei dem baugleichen Rad meiner Freundin ist es nicht so(Damenrad)?

Ich persönlich würde nicht auf einen Materialfehler o.ä. tippen, sondern frei behaupten dass es schlecht "zusammengeklempert" wurde. Reparieren werde ich es aus Garantie/Gewährleistungsgründen nicht. Ich habe den Fahrradhändler bereits kontaktiert, und er möchte es sich mal "anschauen".

Ist es wie von "FelixLingelbach (s.o.)" moralisch bzw. rechtlich sinnvoll/empfehlenswert etwas zu unternehmen?

Viele Grüße

@FelixLingelbach

Mir ist es aufgefallen als ich:

Links auf 2, rechts auf 8 hatte. Und egal welches Fahrrad ich hatte bzw. wie schon erwähnt das meiner Freundin, die Kette ist immer relativ auf Spannung und springt nicht hin und her?

Bin kein Fahrrad/Technik Profi, aber ich habe das bisher noch nie gehabt/gesehen, dass man im Leerlauf, egal welche Gänge drinnen sind, die Kette so locker flattert.

Danke für Eure Antworten :O

@Agacy

Hmmm, hört sich nicht gut an. Umwerfer kaputt? Feder drin gebrochen? Kann ja sein, dass da ein Teil mit einem Materialfehler verbaut wurde.

@Agacy

Also, das die Kette steckenbleibt, wenn man nach dem Umschalten zurücktritt, ist normal,das wäre sogar bei meiner XT-Schaltung so, das hat man bei jeder Kettenschaltung, das ist kein Materialfehler und hat auch nicht mit schlechter Montage zu tun. Was allerdings sein kann, ist, dass das Schaltwerk schlecht eingestellt wurde und die Kettenlinie mies ist. Das kann auch zum Durchhängen der Kette beim Rückwärtspedalieren führen und würde auch erklären, warum es beim Fahrrad deiner Freundin anders ist.

Das du bei dem Unfall nicht bergab gefahren bist ist mir schon klar, bei 10km/h.

Rechtlich (und auch moralisch) ist das wie von Felix beschrieben natürlich sinnvoll, wenn das Bike nach so kurzer Zeit schon einen Defekt hat, dann hat der Händler nicht ordentlich gearbeitet bei der Montage und muss dafür auch grade stehen.

@FelixLingelbach

Oder das der Umwerfer einfach mies eingestellt ist, von der Kettenlinie / Zuglänge her, scheint mir wahrscheinlicher...

Och, wenn die Kette rausfliegt und sich zwischen Mantel und Kettenstreben verklemmt, dann kann das den Reifen schon ganz gut verkeilen. Außerdem darfst du nicht vergessen, dass er diese Vollbremsung nicht erwartet hat, da ist die Reaktionszeit um einiges länger. Ist mir auch schonmal passiert, bei zugegeben etwas mehr Tempo ist das Schaltwerk abgegangen und die Kette zwischen Kettenstrebe und Mantel, da lag ich auch, einfach weil ich es nicht erwartet hatte und dann nicht schnell genug reagieren konnte. Das ich "driften" kann, muss ich wohl kaum erwähnen ^^

Hallo nochmal :)

Danke für die Antworten.

Nur um nochmal festzuhalten, ich habe nicht den Leerlauf genutzt unmittelbar nachdem ich geschaltet habe. :) macht ja auch Sinn :O

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