Gehören Bodenmarkierungen und/oder Fahrbahnmarkierungen laut StVO zu der Verkehrszeichen?

6 Antworten

Ja, die sind auch ohne zusätzliche Beschilderung Gültig. Das kann im Winter ein Problem sein.

StVO §39(5): "Auch Markierungen und Radverkehrsführungsmarkierungen sind Verkehrszeichen. Sie sind grundsätzlich weiß. Nur als vorübergehend gültige Markierungen sind sie gelb; dann heben sie die weißen Markierungen auf. Gelbe Markierungen können auch in Form von Markierungsknopfreihen, Markierungsleuchtknopfreihen oder als Leitschwellen oder Leitborde ausgeführt sein. Leuchtknopfreihen gelten nur, wenn sie eingeschaltet sind. Alle Linien können durch gleichmäßig dichte Markierungsknopfreihen ersetzt werden. In verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen (§ 45 Absatz 1d) können Fahrbahnbegrenzungen auch mit anderen Mitteln, insbesondere durch Pflasterlinien, ausgeführt sein. Schriftzeichen und die Wiedergabe von Verkehrszeichen auf der Fahrbahn dienen dem Hinweis auf ein angebrachtes Verkehrszeichen."

Also: Im Grunde ja, zumindest soweit sie in der StVO definiert sind - wie die gültigen Markierungen aussehen, ist vor allem in den Anlagen 2 und 3 (z. B. http://www.verkehrsportal.de/stvo/anlage_2.php und .../anlage_3.php) nachzulesen.

Alles, was sonst noch so auf die Straße "gemalt" wird (z. B. eine große "30" am Anfang einer 30er-Zone), ist nur ein Hinweis, die tatsächliche Regelung muss durch ein entsprechendes Schild erfolgen.

Fahrbahnmarkierungen sind gemäß §§ 39 ff StVO Verkehrszeichen.

Na klar, ansonsten würde sich ja keiner daran halten!

Markierungen gelten als Vorschrift- oder Richtzeichen.

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