Gehen fast nur Arbeitslose und Zukunftslose zur Bundeswehr?

5 Antworten

Ein schlechter Abschluss bedeutet auch in der Bundeswehr: keine Aussicht auf Karriere. Eine zivile Karriere gestaltet sich sogar oft viel einfacher. Deine Aussagen bezüglich " Arbeitslosen und Asozialen" die nicht mal wissen, dass sie im Falle des Falles Menschen erschießen müssen ist unwahr. Schon bei den Eingangsprüfungen wird ausführlich darüber informiert; genügend Bewerber, um die Besten auszuwählen, gibt es ebenfalls.

Nein das stimmt nicht, um bei der Bundeswehr studieren zu können brauchte man dieses Jahr ein abi von 2,4 oder besser + Bewerbungsgespräche und alles, die suchen sich ihre Leute genauso aus und nehmen nicht irgendwelche die über bleiben

Man sollte hier differenzieren, um welche Art des Dienstes es bei der Bundeswehr geht. Um zukunftsorientiert eine aussichtsreiche Karriere bei der Bundeswehr starten zu können, sind gewisse Voraussetzungen und Qualifikationen notwendig. Schulabschlüsse (höhere) oder/und zusätzliche Berufsausbildungen, können bei weiterer Eignung schon einige Tûren für anspruchsvolle Tätigkeiten bei der BW öffnen. Wer hingegen lediglich die Grundvoraussetzungen erfüllt, hat kaum eine Chance sich auf Dauer in die Bundeswehr zu integrieren. Hier hat sich auch nach der Aussetzung der Wehrpflicht kaum etwas geändert. 

und haben sich nie Gedanken drüber gemacht wie sie Menschen erschießen sollen

Das steht nicht nur für die Soldaten der BW, sondern ist vielmehr auf die gesamte "westliche" Welt, bzw. z.B. die Partner in der NATO innerhalb Europas zu beziehen. Auf diesem Kontinent wurde in weiten Teilen seit siebzig Jahren kein Krieg mehr geführt. Wirtschaftlich hoch angesiedelt, mit allem versorgt, was die Konsumgüterindustrie hergibt, verläuft das Geschehen eines Krieges weit an der Vorstellungskraft der meisten Menschen in unseren Breiten vorbei. Einen Eindruck von Leid, Elend und Tod und was es bedeuten kann, Soldat zu sein, realisierten zahlreiche Soldaten erst durch den Einsatz in Afghanistan. 

Die Aussage "ich habe keine Probleme, einen Menschen zu erschießen", lässt sich leicht treffen, wenn man noch nicht mal im Ansatz einen Eindruck davon hat, was es wirklich bedeutet.

 

Als die Wehrpflicht noch bestand, gab es die Aussage, die Bundeswehr entwickelt sich zu einer ostdeutschen Unterschichten-Armee. In der Tat wurden gerade Menschen aus Ostdeutschland, die zur Unterschicht gehören, Zeitsoldaten, während der Rest deutlich geringer vertreten war.

Dazu passten auch die ganze Bundeswehrskandale wie die "Folterspiele" in Coesfeld in dieser Zeit.  Auch bei der Bundeswehr gilt nun mal, das meiste ist das Fußvolk und das sind eben Leute mit geringer Bildung und Chancen. Kanonenfutter sagte man früher dazu.

Da nun die Bundeswehr wählerischer geworden ist, ist das Problem nicht mehr ganz so extrem, aber dennoch gilt immer noch: Das meiste ist eben das Fußvolk und geringer Bildung und Chancen. Selbstverständlich gibt es aber auch Soldaten, die eine höhere Bildung habe und so auch gute Aufstiegschancen, sind aber eben nicht die Mehrheit. 

Erfahrung aus ein Armée die das Prozedere der aktuelle Bundeswehr schon lang hinter sich hat und genau solche Probleme meistern musste:

Am Anfang war es schwer Personal zu rekrutieren die qualifiziert war. Es wurden Leute zu uns geschickt bzw. gelenkt die gar nicht dazu passten und, wahrhaftig vor der Wahl gestellt wurden Jugendknast oder Bund.

Vorweg: Dieser Leute haben es nicht geschaft, manche nichtmal die ersten Monate.

Lösung: Verkleinerung und bessere Bezahlung, echte Profis sammt Gewerkschaft( ihr liest richtig) und geänderte Gesetze die Frauen erlaubten in alle Waffengattungen zu dienen (vorausgesetzt sie waren fit genug). Dazu die Möglichkeit für Einwanderer die Burgerschaft/Nationalität am Ende des Vertrag automatisch zu bekommen(Vorbildliche Führungszeugnis vorausgesetzt).

Die strengere Ausleseverfahren war erfolgreich.

Für Aussichtlose ist ein Armée beileibe nicht geeignet, oder sie müssen wirklich Pech gehabt haben und die Armée gibt ihr den Halt dass sie brauchen. Solche Leute geben viel und nehmen wenig, was die Voraussetzung für ein  gute Karriere ist.

Selbstverständlich war auch am Anfang so eine Reprotage die gezeigt hat wie versaut die Armée durch Looser war. Ehrlich gesagt die die bereit vorher dabei waren haben wohlwollend gesehen und zugelassen damit die regierung begreift dass es so nicht geht. Der Ruf war hin aber es hat gewirkt.

Internet ist beileibe nicht die richtige Adresse sich über die Zustände in einer Truppe zu erkunden.

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