Gehalt wurde einbehalten?

5 Antworten

Bei fehlender AU kann der ArbG die Gehaltszahlung enstprechend für die Fehltage kürzen; wenn die AU nachgereicht wird, muß das dann nachgezahlt werden.

Er darf auf keinen Fall das Gehalt für die tatsächlich geleistete Zeit einbehalten.

Zur Ergänzung:

Der Arbeitgeber darf auch dann nicht den Lohn einbehalten und es handelt sich nicht um unentschuldigte Fehlen, wenn ihm zwar keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt wird, ihm die Tatsache der Erkrankung aber aus anderen Gründen sicher bekannt geworden ist.

Berechtigt ist er dann allerdings zu einer Abmahnung.

Hat der Chef keinen Lohn bezahlt, oder nur Teile des Lohns?

In jedem Fall kann er sozusagen deutlich verärgert reagieren, wenn du dich nicht krankmeldest!

Das einbehaltene Geld wird er wohl mit der nächsten Abrechnung nachzahlen müssen! Vielleicht liegt der Entgelt-Abrechnung auch eine Abmahnung bei! Es ist für jeden Chef ärgerlich, wenn ein AN unentschuldigt fehlt!

Den Lohn darf er nicht einbehalten. Selbstverständlich kann er verlangen, dass der Krankenschein nachgeliefert wird, aber der Lohn muss dennoch gezahlt werden.

Fuer unentschuldigte Fehlzeiten besteht kein Gehaltsanspruch.

Zahlen muesste der AG dafuer nur, wenn die AU Bescheinigung nachgereicht wird. Er koennte dann aber wegen der verspaeteten Einreichung der AU Bescheinigung eine Abmahnung aussprechen.

Wenn du ohne Krankmeldung nicht erscheinst, nennt man das unentschuldigtes Fehlen.

Da wirst du mit deiner Kündigung rechnen müssen. Und der Unternehmer wird erst mal berechnen, was dir an Geld zusteht. (Damit wird er es jetzt nicht so eilig haben)

Musste er für dein fehlen einen Ersatz bezahlen, will er diese Mehrkosten von die ersetzt haben.

Der Lohn muss aber nachgezahlt werden, sobald die Bescheinigung nachgereicht wird. Das Fehlen zählt auch nicht als unentschuldigt, wenn dem Arbeitgeber aus anderen Gründen die Tatsache der Erkrankung sicher bekannt ist.

Außerdem rechtfertigt das keine Kündigung, wenn aus gleichem Grund nicht bereits einmal wirksam abgemahnt worden ist.

"Ersatz" stellt erst einmal keine Mehrkosten dar; Mehrkosten, die der Arbeitgeber als Schadenersatz geltend machen könnte, würden nur entstehen aus der Lohndifferenz, wenn der Ersatz teurer wäre als der fehlende Arbeitnehmer.

@Familiengerd

Das ändert aber nichts daran, dass der Arbeitgeber sich jetzt "Zeit lässt". Der Arbeitnehmer muss klagen, wenn das Geld nicht "freiwillig" gezahlt wird.

@DerHans

Das ist zwar richtig, aber nicht das eigentliche Thema - denn das hast Du leider nicht richtig beantwortet!

Wenn der Arbeitnehmer sich telefonisch krank gemeldet hat, ist er zunächst mal nicht unentschuldigt. Dann kann man das nicht mit dem Fall vergleichen, dass er einfach kommentarlos weg geblieben ist. Schon aus diesem Grund ist die Andeutung einer Kündigung ziemlich überzogen.

Und es dürfte von einer Personalabteilung nicht zu viel verlangt sein, die Fehlzeit herauszurechnen und den Restlohn auszuzahlen. Das gesamte Monatsgehalt einzubehalten ist ja wohl nicht in Ordnung.

er muss zahlen, ganz einfach! je nach arbeitsvertrag kann er allerdings den krankentag abziehen. sollte so jedem klar sein. einfach gehalt einbehalten kann für ihn richtig teuer werden^^

kann für ihn richtig teuer werden

Inwiefern das??

Der Arbeitnehmer kann den ausstehenden Lohn für die tatsächlich gearbeiteten Tage fordern (bei Nachreichung der Bescheinigung auch den berechtigt einbehaltenen Lohn für die Fehltage - dazu muss nichts im Vertrag stehen, das ist gesetzlich geregelt), außerdem Verzugszinsen (eine geringe Menge) und eine Verzugspauschale von 40 €.

Im Klagefall müsste er, wenn der Arbeitnehmer obsiegt, die relativ geringen Gerichtskosten tragen.

Wo soll es da für den Arbeitgeber denn "richtig teuer" werden??

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