Gegen Abwahl absichern?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

-------- Nun werd ich dieses nicht als Kleingewerbe oder so führen, sondern gemeinnützig über einen Verein

wenn der gegründet ist, also anerkannt, gibt es 2 Möglichkeiten über Aufwandsentschädigungen oder über Dienstverträge eine regelmäßige Zahlung an Mitgliedern des gem.e.V zuleisten.

Aber nach dem gemeinnützigen Vereinsrecht können die Satzungen mit Mehrheitsbeschuß auch geändert werden...z.B. kann beschlossen werden das man grundsätzlich nur noch ehrenamtlich für den Verein tätig sein darf.

Deswegen könnte es sich anbieten eher die Stiftungsform zu wählen. Allerdings braucht man dazu etwas Stiftungskapital, wenn ihr zu wenig habt gibt es die Möglichkeit der Zustifftung ( auf Kreditbasis)

dann könntest Du von der Stiftung incl. Deiner Nachfahren/Erben abgesichert werden.

Danke erstmal für alle Antworten!

Wir haben garkeine Wahlperiode in der Satzung. Somit bin ich Vorsitzende, bin ich abgewählt wurde. Die Vereinsmitglieder sind so ausgewählt, dass da wenig passieren kann, alle anderen kommen nur als Fördermitglieder rein und haben nach einem Jahr die Möglichkeit auf eine ordentliche Mitgliedschaft mit Wahlrecht. Und genau so sind wir nun auch eingetragen worden ;)

@TygerLylly

Herzlichen Glückwunsch & dauerhaft viel Erfolg

wünscht Dir /Euch ;)himako

ein Vorstand bleibt nur so lange Vorstand solange er durch die Mitglieder akzeptiert wird bei dem sie meinen dass er sich am meissten für den Verein einsetzt und durch seine Tätigkeit überzeugt. Es gibt dafür keine Versicherung da dies gegen das Vereinsrecht verstößt nachdem ein Vorstand alle 2 Jahre gewählt werden muss und dafür gibt es die freie Wahl. Sollte es dazu eine Vorschrift geben dass eine bestimmte Person dort bleiben muss kannste die Wahl als ungültig erklären da sinnlos

da dies gegen das Vereinsrecht verstößt nachdem ein Vorstand alle 2 Jahre gewählt werden muss

Eine solche gesetzliche Vorschrift gibt es eben gerade nicht.

@JotEs

Und wenn man die Legislaturperiode auf 50 Jahre ansetzt, wäre das zulässig?

@TygerLylly

Das wäre zwar zulässig, aber unnötig. Es genügt tatsächlich, dass man in die Satzung keine Vorschrift aufnimmt, die die Dauer der Amtszeit beschränkt. Dann ist die Amtszeitdauer unbeschränkt (bis auf die Ausnahme, die ich in meiner Antwort genannt habe).

Du könntest den Arbeitsvertrag mit dem Verein unkündbar gestalten. Geht natürlich nicht direkt, aber vielleicht über eine Abfindungsregelung, die sich der Verein nie leisten kann.

Wenn dir zum Beispiel als Abfindung für jedes Arbeitsjahr 10.000 Euro zustehen, wird es kaum jemand schaffen, dieses Geld aufzubringen, zumal das nach einer normalen Legislaturperiode von 3 Jahren schon 30.000 sind.

Man muß 2 Dinge trennen:

Den Vorstandsposten und die Beschäftigung

Die Amtsdauer von Vorstandsmitgliedern ist nicht gesetzlich geregelt; das bestimmt ausschließlich die Satzung.

Die Amtsdauer endet mit dem Ablauf der Amtszeit, dem Rücktritt, der Abberufung des Vorstandes, dem Tod oder dem Wegfall einer erforderlichen Qualifikation.

Ein Vorstand kann also unbegrenzt im Amt bleiben, wenn die Satzung das vorsieht oder keine Regelungen über die Amtsdauer beinhaltet (die Festlegung einer Amtsdauer oder eine Erhwähnung einer unbegrenzten Amtsdauer ist nicht gesetzlich vorgeschrieben - fehlt eine Festlegung der Amtsdauer, dann gilt sie lebenslang)

Eine unbegrenzte Amtsdauer ist allerdings unüblich; auch dieser Vorstand kann natürlich dennoch wegen wichtiger Gründe gem § 27 BGB abberufen werden.

Wenn Du nun als Mitarbeiterin (oder auch als Geschäftsführerin) durch den Vorstand eingestellt wirst, dann ist das von Deiner Vorstandsfunktion zu trennen. Du hast auch kein Stimmrecht in Angelegenheiten, die Deine Person betreffen; also die Einstellung erfolgt durch Abstimmung der anderen Vorstandsmitglieder.

Du hast dann einen Arbeitsvertrag mit dem Vorstand, den ein neuer Vorstand natürlich übernehmen muß - eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist nur mit den üblichen, gesetzlich definierten, Gründen möglich.

Die Mitglieder können allerdings jederzeit die Satzung ändern und eine Amtsdauer beschließen.

Eine unbefristete Amtsdauer wird, nach allgemeiner Lebenserfahrung, von den Mitgliedern nicht akzeptiert; sofern keine Amtsdauer in der Gründungssatzung festgelegt ist, werden die Mitglieder nach einer gewissen Zeit mit Sicherheit eine Änderung der Satzung beschließen.

Zudem macht so etwas einen äußerst schlechten Eindruck auf neu zu gewinnenede Mitglieder.

Ich rate davon ab, die Amtsdauer nicht zu befristen. Max. 5 Jahre dürften noch angehen - grundsätzlich sind 2 Jahre üblich und angemessen.

@DerSchopenhauer

Die Gründungsmitglieder kümmern sich grad selbst auch darum, dass irgendwie geklärt wird, dass ich in dem Amt bleibe. Ich habe klare Ansichten und Ziele, die sicher nicht die schlechtesten sind. Zudem werde ich in einer Region tätig sein, in der der "alte Tierschutzverein" das Thema Tierschutz echt gebranntmarkt hat. Es gibt Gerüchte von Veruntreuung von Spendengeldern und so weiter... Die meisten sind einfach froh, dass nun jemand auftaucht, der verspricht, es anders zu machen (und natürlich auch schon entsprechend handelt). Vor drei Tagen hatte ich Angst 7 Mitglieder für die Gründung zusammen zu bekommen, mittlerweile sind es 9. Alle wissen von dem "Problem" und wollen ja, dass mir das Amt nicht genommen werden kann. Also das ist wohl das geringere Problem ;) Im Endeffekt sind das Leute, die mir einfach dabei helfen, meinen Lebenstraum zu verwirklichen - nämlich ein Tierheim zu leiten und den Tieren wirklich zu helfen... Es gab gestern einen (sogar recht großen) Zeitungsartikel der örtlichen Presse, in dem von meinem Vorhaben berichtet wurde und daraufhin meldeten sich noch weitere Befürworter.

Ich werde sie nicht befristen. Die Vereinsmitgleider müssen mir da einfach vertrauen, was sie auch können. Wenn nicht gibt es ja immernoch diese Sonderregelung und ich kann dann aus dem Amt "geschmissen" werden...

Die Bestellungsdauer des Vorstandes ist gesetzlich nicht beschränkt. Es gibt auch keine gesetzliche Vorschrift, die besagt, dass in regelmäßigen Zeitabständen eine Neubestellung des Vorstandes zu erfolgen hat. All diese Dinge haben sich die Vereine ausgedacht und in ihre jeweilige Satzungen aufgenommen.

Allerdings: Eine gesetzliche Regelung, die zum Widerruf der Bestellung auch eines auf Lebenszeit bestellten Vorstandsmitgliedes führen kann, gibt es doch, und zwar in § 26 Abs. 2 BGB. Dort heißt es:

(2) Die Bestellung ist jederzeit widerruflich, unbeschadet des Anspruchs auf die vertragsmäßige Vergütung. Die Widerruflichkeit kann durch die Satzung auf den Fall beschränkt werden, dass ein wichtiger Grund für den Widerruf vorliegt; ein solcher Grund ist insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung.

Also: Schreibt in Eure Satzung einfach nicht hinein, dass der Vorstand nur für eine bestimmte Zeit bestellt wird und danach eine Neubestellung stattzufinden hat. Dann erfolgt die Bestellung grundsätzlich auf unbeschränkte Zeit, also quasi auf Lebenszeit.
Schreibt zudem hinein, dass der Widerruf der Bestellung zum Vorstandsmitglied nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich ist.

Mehr kann man nicht tun. Eine absolute Sicherheit vor dem Widerruf der Bestellung kann nicht erreicht werden.

Das hört sich super an und hilft mir schonmal weiter - danke :)

Verein gründen - Nachteile?

Hallo

Es geht um folgendes: ich bin in einer losen Gruppe von Mittelalter/Napoleonik Darstellern. Wir hatte letzte Woche zum ersten mal eine eigene Veranstaltung um das Thema Napoleonik auf die Beine gestellt und haben einen Namen unter dem wir in der Presse genannt werden. Da in unserer Gruppe Leute sind die gerne auch Salutschüsse abgeben bzw Standböller und Kanonen bedienen, war meine Idee das wir doch einen Verein gründen sollten um mehr Leuten die Möglichkeit zu bieten sowas auszuüben und vorallem auch um selbst professioneller rüberzukommen. Das ganze sollte dann ähnlich einem typisch bayrischen Böllerverein gleich kommen, wo man sich halt alle paar Wochen mal trifft um dem Hobby nachzugehen, bzw man das ein- zweimal im Jahr als eine öffentliche Veranstaltung macht.

Jetzt habe ich den Vorschlag meinem Freund unterbreitet der der Initiator des Napoleoniktreffens ist. Meine Argumente dafür waren, das man aus Vereinsbeiträgen doch solche Sachen wie Essen/Trinken/ sonstige Anschaffungen finanzieren kann wenn man eine öffentliche Veranstaltung macht und wir unser Bedürfnis für Schwarzpulver über unsren Verein rechtfertigen könnten. Bisher bezahlt er nämlich alles entweder aus eigener Tasche oder aus Spenden/Aufwandsentschädigungen die wir für unsre Auftritte als Mittelaltergruppe kriegen. Und das deckt meißtens gerade so das was wir verbraucht haben an Essen ab, sodass wir am Ende vom Jahr bei plus/minus Null rauskommen. Ich glaube das ihm einfach der Verwaltungsaufwand zu groß ist, da er direkt mit Kassenführung/Steuererklärung abgewimmelt hat und auf zwei Freunde verwiesen hat, die das ja auch nicht machen. Außerdem war ein Punkt seiner Argumentation, das er ja in verschiedenen Vereinen gewesen war und keine Vorteile erkennen konnte, sowie das man Geld was man zuviel erwirtschaftet hat oder bei einer Auflösung des Vereins an irgendeine karitative Institution spenden sollte und was überhaupt unser gemeinnütziger Zweck wäre.

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