Gefälschtes Zeugniss einer Privatakademie

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In der Beglaubigung liegt wohl das größte Risiko, je nachdem wie gut die Fälschung ist (insbesondere Stempel, Unterschriften, Logo usw.) und wie genau sich der Mitarbeiter das Zeugnis anschaut. Er beglaubigt übrigens nicht das Original, also die Fälschung, sondern eine Kopie davon. Ein ordnungsgemäß ausgestelltes Zeugnis ist ja beglaubigt. Bei Bewerbungen legt man nie das Originalzeugnis bei, sondern eine (beglaubigte) Kopien. Ein Vergleich zwischen Original und Kopie erfolgt in aller Regel durch Augenschein und dauert wenige Minuten. Sollte Dein Sohn also auf die dumme Idee gekommen sein, neben der Anfertigung einer Zeugnisfälschung, sich diese beim Amt auch noch beglaubigen zu lassen, geht das mit ziemlicher Sicherheit in die Hose.

Wenn er mit zwei Ausdrucken seiner Fälschung beim Amt aufzukreuzen, ist das auch nicht viel schlauer. Der Mitarbeiter muss sich beide Dokumente genauer anschauen, um die Kopie vom Original zu unterscheiden. Je mehr sich die Kopie also vom Original unterscheidet, desto originaler wirkt das Original.

Um nicht missverstanden zu werden. Ich rufe nicht dazu auf, Dokumente zu fälschen. Das Fälschen ist, so weit ich weiß, eine Straftat. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist es eh schon zu spät (warum auch immer).

Gruß Matti

PS: eine Fachhochschule oder andere nachfolgende Bildungseinrichtung könnte - ob zufällig oder durch gezielte Nachfrage - herausbekommen, dass es die private Akademie seit dem Datum X nicht mehr gibt und sich fragen, wie man einen Abschluss an einer nicht mehr vorhandenen Akademie machen kann.

So etwas sollte er unter gar keinen Umständen machen. Das ist eine Straftat und die verjährt nicht. Selbst, wenn es erst nach vielen Jahren auffällt, ist sein Ruf im Eimer und er könnte dann seinen Arbeitsplatz verlieren (sogar mit großer Wahrscheinlichkeit). Es ist vergleichbar mit den Plagiatsvorwürfen beim Guttenberg. Sein Ruf war auch hinüber und er musste sein Amt niederlegen. Da ist es auch erst viiiiele Jahre später aufgefallen.

Ich glaube es ist schon zu spät. Wie fliegt sowas denn auf wenn die schule geschlossen wurde. Meldet die schule alle Absolventen irgendwo an, sprich werden die in einer Datenbank geführt wo das zur Kontrolle abrufbar ist?

Hier sind mal wieder die "Experten" unterwegs, und die labern durchweg und ohne Ausnahme dummes Zeug.

Ich hab aber keine Lust, mich damit groß auseinanderzusetzen, weil die Frage schon mehrere Monate alt ist.

Nur soviel: Die Sache wird garantiert auffliegen.

Dabei ist noch nicht mal der strafrechtliche Aspekt der wichtige, sondern der zivilrechtliche - das kann richtig, richtig teuer werden.

Und das ist auch gut so.

Unbedingt immer bei der Wahrheit bleiben. Es ist viel besser sich beraten zu lassen, was zu tun ist, um die Qualifikation fuer die Zulassung zu bekommen. Urkundenfälschung fällt schnell auf und das hat Auswirkungen auf das Pol. Führungszeugnis. Also rede mit Deinem Sohn und sortiert das so aus, dass alle Angaben wahrheitsgemäß sind. ;) Tils

Die Frage ist doch die, warum immer mehr Menschen wissen, dass in ihrem Umfeld Betrug (gleich welcher Art) stattfindet und Angst haben, dass der Betrug auffliegt. Ich habe ferner den Eindruck, dass man durch die Fragestellung hier die Gewissheit (und die Beruhigung) haben möchte, dass es sicher durch guten Ratschlag Auswege aus der Missere gibt. Für mich bleibt nur ein Ausweg, nämlich die Wahrheit.

Fachhochschulen und Universitäten sind nicht mehr blöde. Spätestens seit dem Freiherrn von Gutenberg erkundigen sich die Hochschulverwaltungen schon mal genauer bei Institutionen, zu denen der Normalsterbliche keinen Zutritt hat. Solche Institutionen haben auch ihre Rechtsabteilungen. Deine Sorge sollte nicht sein, dass es auffliegt, sondern, welche Strafe er bekommt, wenn es auf fliegt. Er bekommt ein Verfahren und wird vermutlich von jeder Hochschule gesperrt. Sollte er trotzdem - ohne dass es auffliegt - seinen Abschluss an einer Uni machen und im Nachhinein während seines Befrufslebens irgendwas herauskommen, kann das ebenfalls ein Verfahren nach sich ziehen. Es wird zukünftig so für ihn laufen, dass er ständig Angst haben muss, dass etwas auffliegt. Obwohl die Schule geschlossen ist prüft die FH das Zeugnis (aus vorgenannten Gründen ) nach. Die Akademie kann das ja nicht bestätigen, weil es kein Dokument für Deinen Sohn gibt, außerdem ist sie ja geschlossen. Er kommt damit nicht durch. Selbst wenn er das Papier beglaubigen lassen möchte, werden die Behörden das nach prüfen.

Das heisst also sie werden ihn schon ablehnen da niemand bestätigen kann das er den Abschluss gemacht hat, wenn ich das richtig verstehe? Das würde dann ja bedeuten das die sache durch die ablehnung erledigt währe und das sein Betrug so nicht auffliegt sondern er nur abgelehnt wird. Das währe ja nicht so schlimm wie das er Auffliegt. Habe halt Angst das er eine strafe bekommt und dadurch seine Zukunft versaut ist.

@hfr030

Die Zukunft ist soweiso versaut, denn wer so dreist ist und Dokumente fälscht,d er fälscht auch später irgendwas und dessen Zukunft wird dann ebenso versaut. Aber ich gehe davon aus dass er abgelehnt wird.

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