geerbtes Haus in 2. Ehe mitbringen? Können Stiefkinder Pflichtteile daraus fordern?

10 Antworten

Also grundsätzlich haben die Stiefkinder (sofern sie nicht adoptiert wurden) eher keinen Anspruch, aber der neue Ehemann.

Jeder kann die Hälfte seines "normalen" Anspruchs als Pflichtteil einfordern.

Was ihr machen könnt:

  1. Das Haus intern weiterverschenken, d.h. wenn z.B. du, dein Geschwister und deine Mutter je 1/3 besitzen, dann würde der Pflichtteil schon erheblich sinken.

  2. Vertraglich & Testamentarisch das Ganze vereinbaren: Vom in die Ehe gebrachten Vermögen soll der "neue" Familienteil nichts erben (in beide Richtungen) und der andere verpflichtet sich (per Ehevertrag) auf den Pflichtteil zu verzichten. Am sichersten und "wasserdichtesten" ist das, wenn es von einem Notar verfasst wird und von allen unterschrieben. Rein theoretisch kann man das Testament auch handschriftlich machen...

Die Schenkung hätte auch den Vorteil, dass ihr immer unterhalb des Freibetrages bleibt und weniger Steuern zahlen müsst (naja, je nachdem wie teuer das Haus ist, bleibt ihr eh wahrscheinlich drunter...)

Gesetzliche Erben sind in diesen Falle nur die leiblichen Kinder und der Ehemann.

2) wir die "Stiefgeschwister" im Erbfall anteilig am Hauswert auszahlen müssten

Sofern sie nicht per Testamten ein Erbe oder ein Vermächtnis o.Ä. erhalten, haben die Stiefkinder gar keinen Anspruch auf das Erbe der Stiefmutter.

Der Ehegatte erbt, wenn es kein Testament gibt bei der Zugewinngemeinschaft 1/4 + 1/4 pauschaler Zugewinn.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1371.html

Natürlich kann die Mutter die Erbfolge durch ein Testament ändern. In diesen Fall ist zu beachten, das der Ehegatte eine Pflichtteil in Höhe von 1/8 des Erbschaftswertes hat. Dazu kommt noch ggf ein realter Zugewinnausgleich. Bei diesen spielt das Haus in der Regel aber keine Rolle, da es zum Anfangs und Endvermögen gehört.

Der Ehegatte kann auf den Pflichtteil vorab verzichten ( muß notariell geschehen).

In diesem Fall bekommen nur leibliche Kinder der beiden, einen Pflichtanteil. Das heißt, soltlen sie noch Kinder bekommen, dann müsstet ihr anteilig den Hauswert auszahlen.

Denn das Haus gehört deiner Mutter allein,außer ihr Mann wird auch eingetragen, aber am besten überredet ihr eure Mutter, dass sie Gütertrennung macht.

Sofern es keinen anderslautenden Ehevertrag gibt, hat der Mann zu Lebzeiten der Mutter keinerlei Ansprüche auf das Haus. Das gilt auch, wenn der angehereitatete Mann zuerst sitbt.

Problematisch wird es erst, wenn Deine Mutter zuerst stirbt. Dann hat der verbleibende Mann einen Pflichtteilsanspruch.

Dieser lässt sich aber durch einen entsprechenden (idealerweise notariellen) Erbvertrag "aushebeln"... also: auf zum Notar!

geh zum anwalt, lass dich kurz beraten

aber keine sorge

es ist auch ohne gütertrennung nachweislich ihr vermögen, das sie in die ehe einbringt und was auch nur ihr gehört

solange sie die kinder nicht adoptiert, ist sie mit ihnen nicht verwandt und sie haben keinerlei erbanspruch

allerdings können noch andere probleme auftreten

sie beleiht das haus für ihn in irgendeiner art

er ist erbberechtigt von ihr, wenn er es erbt, vererbt er es seinen kindern und ihr seht nix davon(von seinem anteil, das sind 50% bei gesetzlichem erbfall, also wäre halbes haus weg)

also zum anwalt

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