Geburt im Flugzeug? was ist dann der Geburtsort?

5 Antworten

Eben um das zu vermeiden, gelten einige Richtwerte, wenn eine Schwangere fliegen möchte.

Die meisten Fluggesellschaften lassen Schwangere ab der 28. Woche nur noch mit ärztlichem Attest an Bord. Hochschwanger fliegen können sie je nach Airline meist ab der 34. oder 36. Schwangerschaftswoche gar nicht mehr.

Bei Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaften dürfen werdende Mütter in der Regel schon ab der 29. Woche nicht mehr an Bord. Einige Gesellschaften unterscheiden dabei aber zwischen Lang- und Kurzflügen sowie zwischen Ein- und Mehrlingsschwangerschaften.

Eine Geburt an Bord eines Flugzeuges kommt also nur sehr selten vor, aber ab und an passiert es doch. Dann müssen die Umstände jeder Geburt individuell betrachtet werden, um die Staatsangehörigkeit dieser Babys festzulegen.

Grundsätzlich bestimmt jeder Staat selbst, auf welche Weise seine Staatsangehörigkeit erworben wird. Nach deutschem Recht hängt die Staatsangehörigkeit des Kindes von der Staatsangehörigkeit der Eltern ab (Abstammungsprinzip). Oder Babys werden Staatsbürger des Staates, in dem sie zur Welt kommen (Territorial- oder Geburtsortprinzip).

Aus Sicht der Vereinten Nationen wird ein Kind in dem Land geboren, in dem das Flugzeug registriert ist. Dieses so genannte Territorialrecht tritt aber nur in Kraft, wenn sich das Flugzeug auf exterritorialem Gebiet befindet, etwa über dem offenen Ozean. Fliegt das Flugzeug über Land, gilt die Lufthoheit des überflogenen Staates.

Als Geburtsort ist nach internationalem Recht die Position des Flugzeuges mit Längen- und Breitengrad einzutragen. Einige Länder geben aber auch die Stadt an, bei der Mutter und Baby erstmals von Bord gehen.

Alles Gute für dich!

Wenn jetzt auf einem Flug nach XY plötzlich das Baby Pfötchen gibt, stimmt es dass es dann automatisch die Staatsbürgerschaft des Landes bekommt, das das Flugzeug im selben Moment überfliegt?

Wenn das Staatsangehörigkeitsgesetz des Landes dies so vorsieht (Geburtsortprinzip), dann ja. Wenn nicht, dann eben nicht.

Gilt das auch noch ab einer bestimmten Höhe?

Nein. Zumindest habe ich noch nie davon gehört oder gelesen.

Und was ist wenn das Flugzeug über internationale Gewässer fliegt? Ist das Kind dann zur Hälfte staatenlos?

Dann gilt als Geburtsort das Land, welchem die Fluglinie bzw. das Flugzeug registriert sind.

Darüber hinaus gibt es noch das Abstammungsprinzip. Das Kind eines Deutschen wird meistens auch ein Deutscher. Ganz egal wo er zur Welt kommt.

Ein Kind Deutscher Eltern hätte die deutsche Staatsangehörigkeit. Denn hier herrscht Abstammungsprinzip, sprich wenn einer der Elternteile Deutsch ist bist du es auch. Bei Deutschen Flugzeugen im Internationalen Luftraum, soweit ich weiß, auch.

Grundsätzlich bilden Flugzeuge im internat. Luftraum bzw. Schiffe in Internationalen Gewässern (und einige Ausnahmen) wenn ich mich recht entsinne einen sog. Flaggenstaat... sprich da geht es dann nach Ursprungsland

Problematisch wäre dies in Staaten, in denen das Territorialprinzip gilt z.B. in den USA. Hier wäre ein Kind, das beim Flug über die USA, also im Staatsgebiet der USA, geboren ist auch Amerikanischer Staatsbürger, weil, wie gesagt, das Territorialprinzip herrscht. Umgekehrt wäre ein Kind amerikanischer Eltern, das im Internationalen Luftraum etc. geboren wird erstmal staatenlos.

Kurzum... das was du schreibst stimmt nur, wenn der entsprechende Staat das Territorialprinzip hat (sprich alle die auf dem Territorium dieses Landes geboren werden sind automatisch staatsbürger)... die Höhe ist hierbei relativ egal, denn zumindest in der theorie erstreckt sich das Staatsgebiet relativ unendlich weit nach oben... selbst wenn man nur den beherrschbaren Luftraum annähme gäbe es keine Pribleme.

ich hab einen umfassenden Artikel darüber gefunden.

Der Geburtsort "unterwegs" oder sogar die Geografische Position, ist durchaus möglich. Und soooo selten sind Flug (oder auch Schiffgeburten) auch nicht.

Als Deutscher bekommt man aber automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit wenn ein Elternteil Deutscher ist, egal wo das Kind nun geboren ist.

In einem Punkt liegt der Artikel wohl falsch: der in USA geborene hat ein Recht auf einen amerikanischen Pass. Aber nicht automatisch die Staatsbürgerschaft. Ich würde das wirklich nicht wollen .. bei jeder Kontoeröffnung eine Offenlegung gegenüber den US Behörden unterschreiben, und zusätzlich zur Deutschen eine amerikansiche Steuererklärung abgeben.

https://www.t-online.de/leben/familie/schwangerschaft/id_78886550/geburt-im-flugzeug-oder-schiff-welche-staatsbuergerschaft-.html

Woher ich das weiß:Recherche

Weshalb sollte das Kind die Staatsangehörigkeit des Landes erhalten, das gerade überflogen wird? Wenn bei uns in einem deutschen Krankenhaus das Kind eines türkischen Ehepaares zur Welt kommt, dann erhält es doch auch nicht automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft

In Deutschland gilt ja auch das Abstammungsprinzop.

Theoretisch ist eine weitere Staatsangehörigkeit möglich. Stichwort Geburtsortprinzip und Chicagoer Abkommen. Ein Kind deutscher Eltern im Luftraum über den USA erhält die deutsche und US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

@Micha1893

Ja, aber dieses Prinzip gilt nur in wenigen Ländern

Was möchtest Du wissen?