Gebrauchtes Fahrrad kaputt. Gewährleistung? Erstattung?

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Grds. haftet auch ein Händler nur für diejenigen Mängel, die beim Kauf vorhanden waren.

Tritt ein Mangel innerhalb der ersten sechs Monate nach der Übergabe der
Ware auf, so muss der Verkäufer beweisen, dass das Produkt bei der
Übergabe nicht defekt war.

Da dürfte ihm leicht gelingen, wenn sich die Lagermuttern - nicht regelmäßig geprüft, gewartet und ggf. nachgezogen - gelockert haben und es somit dem Verschulden des K anfällt, wenn sich durch das Spiel das Gewinde beschädigt :-(

Im Übrigen schuldet der VK günstigstenfalls Nachbesserung, kein anderes Fahrrad: Er schneidet ein neues Gewinde ein und tauscht die Lagerachse. Das Rad mit deinen Reifen bekämst du also zurück.

G imager761

Achtung Rwchtsirrtum: Die Gewährleistung greift nicht bei Mängeln, die beim Verkauf vorhanden waren sondern nur bei Mängeln, die nach dem Kauf entstanden, bzw. in Erscheinung getreten sind. Andernfalls würden Quakitätsmängel niemals unter die Gewährleistung fallen.

@KOSPet

Blödsinn: Seit der neuen sog. Schuldrechtsreform ab 01.01.2002 muss der Verkäufer zwei Jahre lang Gewähr dafür tragen, dass die von ihm verkaufte Ware mängelfrei ist.

@imager761

Bei Gebrauchtwaren kann es auch nur ein Jahr sein.

@vogerlsalat

Bei Gebrauchtwaren kann es auch nur ein Jahr sein.

Kann, aber nur, wenn der K Verbraucher i. S. d. G. und diese Eischränkung  ausdrücklich vereinbart wäre. Da hier ein Kauf eines Endverbrauchers gegen Quittung erfolgte, haftet der Händler nach Maßgabe des Gesetzes zwei Jahre.

Beste Antwort bisher^^ hab ma im BGB nachgeschlagen und das scheint Sinn zu ergeben.

Über die genaue Rechtslage weiß ich nicht so Bescheid, meine aber, dass du schlechte Karten hast, wenn sich der Verkäufer nicht ganz dumm anstellt.

Als Fahrradschrauber frage ich mich, warum du mit dem deinem Problem nicht zu deinem Händler gehst. Die Händler sind normalerweise äußerst kulant, wenn es um die Reparatur ihrer Gebrauchträder geht. Sie wissen, dass sie nicht alles 100%ig gecheckt haben, was auch sehr aufwendig wäre. Wenn der Kunde einen Mangel feststellt, soll er sich melden.

Als Innenlagerexperte sage ich dir: Quatsch. Die neueren Tretlager sind Verschleißteile, sie müssen ab und an getauscht werden. Das Gewinde im Rahmen leidet aber, wie hier auch schon festgestellt, nie Schaden, übrigens auch nicht, wenn es nicht ganz fest angezogen ist. Es geht nur kaputt, wenn man versucht, ein Gewinde mit der falschen Drehrichtung reinzuzwängen. Kommt vor. Selbst dann muss es aber keinen großen Schaden nehmen. Schraubt man danach ein Lager richtig rum herein, wird es meistens auch wieder fest sitzen. Das Feingewinde ist dadurch nachgeschnitten.

Ältere Tretlager, falls dein Rad älter als 15 oder 20 Jahre ist, muss man nicht gleich austauschen, man kann sie nachstellen und warten. Die Gewinde sind aber die gleichen. Die nehmen keinen Schaden.

Bei einem gebrauchten Rad ist ein nach drei Monaten verschlissenes oder lockeres Innenlager ein in Kauf zu nehmender Verschleiß. Müsstest du selber tragen.

'Unplattbare Reifen? Und dann auch noch am Rennrad? Tut mit leid, aber daraus folgere ich, dass du die Kompetenz deiner Ratgeber nicht einschätzen kannst. Man hat dir Mist erzählt, was das Tretlager angeht. Oder deine ganze Geschichte ist ein Fake. Hat dein Kumpel, der Fachmann, da dran rum geschraubt? Wusste er z. B. nicht, dass Rennräder oft ein Rechts-rechts- ITA-Gewinde haben und hat es kaputt gezogen?

Die Nachfrage nach gebrauchten Fahrradreifen dürfte gering sein. Aber kannst es ja bei ebay-Kleinanzeigen oder im großen ebay probieren. Vielleicht bietet ja jemand 20 Euro für den Satz. Würde sie selber dafür nehmen, natürlich niemals für mich, aber ich habe genug Kunden, denen ich sie für 30 wieder andrehen könnte.

Zurück zum Anfang. Du siehst, dass du meinen technischen Argumenten kaum etwas entgegen setzen kannst. So erginge es dir auch mit dem Fachhändler.

  

Du mußt mit 10Finger schreiben können, ich bräuchte für Deinen Beitrag fast eine halben Tag. Weiter so! :o)

@biker30000

Ich sollte mich nicht noch nachts um Zwei besoffen an den PC setzen. Aber soweit fehlerfrei, bin selber erstaunt.

@biker30000

Man könnte hier auch dem Fachmann ein Eigeninteresse unterstellen. Hat der Lust, sich mit so einem alten Lager an einem Rad abzumühen, an dem er nichts verdient hat? Ist nicht ohne, die Arbeit an uralten Lagern. Da muss der Meister ran. Die Kosten für die Restaurierung können dann den Restwert des Fahrrads schnell übersteigen. Dem Fragesteller ein neues Rad zu verkaufen wäre einfacher und lukrativer.

 

 

Als Händler steht der Verkäufer in der gesetzlichen Gewährleistung mit 6-monatiger Beweislastumkehr. 

Allerdings dürfte der Fall hier nicht ganz so einfach sein. Einfach so geht so ein Gewinde nicht kaputt, denn normalerweise ist das Tretlager fest eingeschraubt und solange da niemand dran rumbastelt, geht dieses Gewinde auch nicht kaputt. Ist das Gewinde lose und du ziehst es nicht fest, sondern fährst einfach weiter, geht dieser Schaden auf deine Kappe. So könnte sich also der Verkäufer durchaus auf die Unvereinbarkeit gem. § 476 BGB berufen. 

Was soll denn die Reparatur des Gewindes kosten?

Selbst wenn du mit deinem Anspruch durchkommst, hast du nur Anspruch auf Reparatur des Fahrrades durch den Händler. Rückabwicklung wäre erst nach 2 erfolglosen Reparaturversuchen möglich. 

Daher brauchst du dir um die Reifen erst mal keine Gedanken zu machen. 

Das Gewinde soll ein fester Bestandteil des Rahmens sein. Da lässt sich nur noch ein Tretlager "reinschlagen". Das soll aber aufwändig und nicht zu 100% funktionieren

@Rheinwehr

Gewinde lassen sich überarbeiten. Das sollte nicht das Problem sein. 

Nur stelle ich mir die Frage, warum das Gewinde von jetzt auf sofort von fest zu kaputt übergeht. Ein festgezogenes Gewinde unterliegt keinem Verschleiss. Ein loses Gewinde hättest du festziehen oder reklamieren müssen. 

Bist du mit losem Gewinde weitergefahren und hast es dadurch kaputt gemacht, geht dieser Schaden auf deine Rechnung. 

@Interesierter

Ja logisch^^ Also das Gewinde ist locker geworden und hat geknackt. Bin dann sofort zum nächsten Händer. Daher hat dass ja auch ein anderer Fachmann diagnostiziert. Schneller gehts net^^

@Rheinwehr

Der Schaden war hör und spürbar, Du hättest das Rad nach dem ersten Erkennen des Schadens zur Reparatur schieben müssen, egal wo Du in dem Moment warst. Damit hast Du den Schaden verursacht, denn ein Innenlager kann sich immer lösen.
"Interesierter" liefert insgesamt eine druckreife Anwort! Versuche beim Händler auf Kulanz eine Reparatur.

@Rheinwehr

Auch bei einem zu locker laufenden Tretlager geht das Gewinde nicht kaputt. Die Kugelringe innen drin schon. Die knacken dann auch, das Gewinde nicht..

Schön, wenn eine Lagerschale nicht mehr fest sitzt. Dann weiß man wenigstens, dass man sie heraus bekommt.

Bei einem Privatkauf gibt es keine Gewährleistung im eigentlichen Sinne.

Bei einem Kauf von einem Händler hast du jedoch ein Jahr lang Gewährleistung. Nach deiner Beschreibung handelt es sich ganz klar um einen Mangel der gekauften Sache. Der Händler wäre damit zur Nachbesserung verpflichtet.

Also es war ein Fachhändler. Eine Nachbesserung ist glaub ich sinnfrei, da dafür der Rahmen gewechselt werden müsste und der Kostet viel zu viel. Ich glaube dies geht eher in Richtung Erstattung. Oder?

Da er aber schon woanders zum reparieren war, hat sich das leider erledigt.

Da steht nur, dass ein anderer Fachmann das diagnostiziert hat. Nachbesserung bedeutet im rechtlichen Sinne, dass die "Warenlieferung" und damit die Vertragserfüllung komplettiert wird. Er könnte dir Beispielsweise auch ein gleichwertiges Rad mit den selben Funktionen und Eigenschaften anbieten oder eben vom Vertrag zurücktreten und dir das Geld erstatten, sofern eine Reparatur nicht lohnenswert wäre.

es ist mir unverständlich dass du nicht zum Verkäufer gegangen bist, sondern statt dessen einen Dritten dran hast herumschrauben lassen.

Wenn ich Händler wäre: das Rad mit Schaden hätte ich natürlich repariert / Gewährleistung. Aber wenn jemand das Tretlager auseinandergeschraubt hat und wieder eingesetzt, und vorher wars ok (du bist ja Probegefahren und 3 Monate gefahren) und nachher ist es kaputt, dann gehe ich davon aus, dass unsachgemässt montiert wurde. 

Ich war aufm weg zu nem kumpel der zufällig neben dem wohnt. Und so lange ich da bin kann der das lockere Tretlager ja festziehen oder sonstwas. Dann könnte ich einfach wieder nach Hause. Dass dann sowas bei rauskommt hab ich halt nicht gedacht

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